Wissenschaftler haben eine Katze gezüchtet, die im Dunkeln leuchtet.

Amerikanische Wissenschaftler der Universität Orleans haben im Rahmen wissenschaftlicher Experimente zur Genersetzung eine Katze gezüchtet, die im Dunkeln leuchtet.

Berichte über leuchtende Tiere waren in wissenschaftlichen Kreisen keine Neuheit mehr, nachdem eine Gruppe von Wissenschaftlern den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung des grün fluoreszierenden Proteins erhalten hatte. Dieses wurde bei Experimenten mit Quallen entdeckt. Mithilfe dieses Gens konnten Menschen erstmals die Entwicklung von Krankheiten und Geweben auf zellulärer Ebene beobachten.
Wissenschaftler und eine Katze
Die Forschung der amerikanischen Wissenschaftler zielte nicht darauf ab, eine neue Rasse zu erschaffen, geschweige denn eine leuchtende. Sie untersuchten genetische Erkrankungen und fügten ein fluoreszierendes Protein in ein bestimmtes Gen ein, um den Krankheitsverlauf zu beobachten. Die Genetiker begannen bereits 2001 mit ähnlichen Experimenten, und sieben Jahre später wurde eine Katze geboren, deren Augen, Zunge und Nase unter ultraviolettem Licht hellgrün leuchten. Die Wissenschaftler erklärten die Verwendung von Katzen für ihre Zwecke damit, dass deren genetische Struktur der des Menschen sehr ähnlich sei.

Während der gesamten Versuche werden die Tiere in speziellen Käfigen gehalten, die entfernt an Wachtelkäfige erinnern. Bekanntermaßen zeichnen sich solche Käfige durch gute Belüftung und eine stabile Innentemperatur von etwa 22–25 Grad Celsius aus. Wachtelkäfige bestehen meist aus Sperrholz und Faserplatten, seltener aus Kunststoff, und verfügen alle über ein weitmaschiges Gitter, das für Belüftung und relative Bewegungsfreiheit der Tiere sorgt.

Das leuchtende Kätzchen kam auf nahezu normale Weise zur Welt. Wissenschaftler entnahmen Zellmaterial einer Spenderkatze, fügten ein neues Protein hinzu und implantierten es einer Katze, die als Leihmutter fungierte. Sie trug das scheinbar gewöhnliche, rotbraune Kätzchen aus und brachte es zur Welt. Nach der Untersuchung des Tieres entdeckten die Wissenschaftler seine ungewöhnlichen Eigenschaften und gaben ihm den Namen Mr. Green Gene. Die Laborkatze wuchs und entwickelte sich normal und ist weiterhin wohlauf, was die Unbedenklichkeit der Einbringung des fluoreszierenden Proteins in einen lebenden Organismus bestätigte.

Eine Gruppe koreanischer Wissenschaftler hatte zuvor bereits mehrere fluoreszierende Kätzchen durch Klonen erzeugt. Anders als die amerikanischen grünen Katzen leuchteten die koreanischen Katzen unter UV-Licht rötlich. Ihnen war ein rotes fluoreszierendes Protein in die Zellen implantiert worden. Im Jahr 2006 begannen Wissenschaftler der National Taiwan Research University mit der Zucht fluoreszierender Ferkel. Ihr Ziel war jedoch nicht die Entwicklung einer neuen Rasse, sondern die Verwendung von Schweinen als Spender für menschliche Organtransplantationen.

Katze und Wissenschaftler

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