Keeshond (Wolfsspitz) ist eine Hunderasse

Der Keeshond, auch Wolfsspitz genannt, ist der größte Vertreter der deutschen Spitzgruppe. Diese agilen, intelligenten und treuen Hunde wurden zum Bewachen von Haus und Hof sowie, in seltenen Fällen, als Jagdhunde eingesetzt. Die Rasse war besonders bei Seeleuten und Bootsleuten beliebt. Der moderne Keeshond ist ein Begleithund.

Ursprungsgeschichte

Die Geschichte der Spitzhunde, einschließlich des Keeshonds, reicht Tausende von Jahren zurück. Sie stammen vermutlich von Torf- und später Seehunden ab, wie Funde bei Ausgrabungen in der heutigen Schweiz belegen. Der Keeshond selbst entstand im 16. Jahrhundert in den Niederlanden, doch Kynologen sind sich über seine genaue Herkunft uneins. Höchstwahrscheinlich teilt er Vorfahren mit dem Samojeden, dem Norwegischen Elchhund, dem Chow-Chow und dem Finnischen Spitz.

Bis ins 18. Jahrhundert waren sie in ihrer historischen Heimat als „holländische Lastkahnhunde“ bekannt, da sie häufig von Schiffern und Seeleuten gehalten wurden. Wahrscheinlich erwarben Keeshonds in dieser Zeit auf den Lastkähnen ihre amüsante Angewohnheit, sich an einem abgelegenen Ort (wie einer Kiste) zu verstecken, um nicht im Weg zu sein, bis sie gerufen wurden. Sie wurden auch zum Bewachen von Höfen, Nebengebäuden und Vieh eingesetzt.

Namensverwechslung

Manche Quellen behaupten, Keeshond (Holländischer Spitz) und Wolfsspitz seien zwei verschiedene Rassen, doch das ist nicht ganz korrekt. Die ursprünglich aus Holland stammenden Hausboothunde wurden im 18. Jahrhundert in „Keeshond“ umbenannt, abgeleitet von den Wörtern „hond“ (Hund) und „kees“ (einer Verkleinerungsform von „Cornelius“).

Cornelius de Giselaer führte die niederländische Patriotenpartei an, und sein energiegeladener Begleiter war stets an seiner Seite. Der Hund wurde bald zum Maskottchen der Partei und verhalf der Rasse landesweit zu Ruhm. Nach der Revolution und dem Sturz Giselaers und seiner Partei stand die Rasse kurz vor dem Aussterben, geriet aber nicht in Vergessenheit. Sie wurde weiterhin in England, den Vereinigten Staaten und Deutschland gezüchtet.

1933 gründeten niederländische Keeshond-Liebhaber einen Club und entwickelten einen Rassestandard, doch sie sollten nicht die offiziellen Begründer der Rasse werden. Bereits 1899 wurden in Deutschland, initiiert vom Verein „Deutscher Spitz“, Standards für verschiedene Spitzrassen unterschiedlicher Größe und Farbe erarbeitet, und die deutsche Keeshond-Linie (Holländische Haushunde) erhielt den Namen „Wolfspitz“. Die Internationale Kynologische Föderation unterstützte Deutschland, doch in vielen anderen europäischen Ländern, insbesondere in England, war die Rasse zu dieser Zeit bereits als Keeshond bekannt und wird bis heute so genannt.

Gemäß der FCI-Klassifizierung gehört die Rasse zur Gruppe der Deutschen Spitze, die Wolfspitz/Keeshond genannt werden. Es handelt sich also um eine offiziell anerkannte Rasse, die in verschiedenen Ländern üblicherweise unterschiedlich bezeichnet wird. Darüber hinaus gibt es zwischen den deutschen und englischen Linien einige geringfügige Unterschiede im Aussehen.

Erscheinungsbild und Standards

Der Volspitz ist ein quadratisch gebauter Hund mit trockenem, robustem Körperbau. Die Geschlechtsunterschiede sind deutlich ausgeprägt. Rüden haben ein dichteres und längeres Fell und sind etwas kräftiger gebaut als Hündinnen. Die Widerristhöhe liegt zwischen 45 und 55 cm, das Gewicht erreicht bis zu 30 kg. Das Fell ist lang und glatt mit einer sehr dichten, langen und weichen Unterwolle. Es bildet eine Mähne und an Beinen und Rute Fransen. Farbe: zoniertes Grau.

Der Kopf ist keilförmig und proportional zum Körper. Der Stop ist mäßig ausgeprägt. Die Schnauze ist schmal und verjüngt sich zur Nasenspitze hin. Nase, Lefzen, Augenlider und Krallen sind schwarz. Die Ohren sind klein, dreieckig, aufrecht, hoch angesetzt und eng beieinander, leicht nach vorn geneigt. Das Gebiss ist kräftig und vollständig mit Scherengebiss. Der Hals ist mittellang und kräftig.Wolfspitz-Standard

Der Rücken ist gerade. Die Lende ist leicht gewölbt und mäßig breit. Die Kruppe ist leicht abfallend. Der Schwanz ist hoch angesetzt und über den Rücken eingerollt. Die Brust ist tief. Der Bauch ist aufgezogen. Vorder- und Hinterbeine sind gerade und parallel. Die Bewegung ist frei, leicht und etwas federnd.

Schul-und Berufsbildung

Keeshonds sind hochintelligent, kontaktfreudig und bestrebt, ihren Besitzern zu gefallen, was ihre Erziehung erleichtert. Aufgrund ihrer überschäumenden Aktivität und Neugierde im Welpenalter können beim Training jedoch anfangs Schwierigkeiten auftreten. Mit etwa sechs Monaten werden sie ruhiger und ernster. Beim Training sollte man Wolfsspitz weder anschreien noch körperlich bestrafen; sie sind intelligent genug, um die Bedeutung eines strengen Blicks oder einer veränderten Tonlage ihres Besitzers zu verstehen.

Das Training beschränkt sich oft auf einen Standardsatz an Kommandos. Soll der Hund an einer Ausstellung teilnehmen, kommen Training in korrekter Haltung, Vorführen in der Öffentlichkeit und Zähnefletschen hinzu. In den meisten Fällen trainieren Besitzer dieser Rasse ihren Hund selbst. Bei der geringsten Verhaltenskorrektur ist es jedoch ratsam, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da die Korrektur von Verhaltensweisen bei einem erwachsenen Hund deutlich schwieriger ist.

ein fröhlicher Keeshond-Welpe

Wolfsspitz sind energiegeladen und verspielt. Um fit zu bleiben, brauchen sie daher aktive Spaziergänge und Spiele. Es wird nicht empfohlen, diese Hunde in der Stadt ohne Leine laufen zu lassen, da ihre Furchtlosigkeit und ihr Enthusiasmus sie oft zu riskanten Abenteuern verleiten. Agility-Training kann das Leben mit einem Wolfsspitz bereichern.

Charakter- und psychologisches Porträt

Ausgeglichen, sanftmütig, gesellig, freundlich, nicht aggressiv und unaufdringlich – all diese Eigenschaften zeichnen diese Rasse aus. Wolfsspitz sind treue Begleiter, aufmerksam, aktiv und sehr anhänglich. Sie sind bestrebt, ihrem Besitzer zu gefallen, spüren dessen Stimmungen und zeigen großes Einfühlungsvermögen.

Sie sind Fremden gegenüber misstrauisch und warnen Eindringlinge stets mit lautem Bellen. Das Sprichwort „Bellend laut, aber beißend“ beschreibt diese Rasse in gewisser Weise, mit dem Unterschied, dass ein Keeshond im Notfall ohne Zögern zubeißt, wenn ein Familienmitglied in Gefahr ist. Sie vertragen sich gut mit anderen Haustieren. Sie sind sehr anhänglich gegenüber Kindern und tolerieren deren Streiche. All diese Eigenschaften machen den Keeshond zu einem echten Familienhund.

Wartung und Pflege

Diese Rasse eignet sich sowohl für die Haltung in Wohnungen als auch in Privathäusern. Sie ist robust und passt sich leicht an verschiedene Umgebungen an, das bedeutet aber nicht, dass sie bei extremer Kälte ins Freie oder in die pralle Sonne gelassen werden sollte.

Die Fellpflege eines Wolfsspitz ist recht aufwendig. Bürsten Sie den Hund mindestens zweimal wöchentlich. Baden ist einmal im Monat möglich. Nach dem Baden muss das Fell geföhnt werden, da feuchte Unterwolle das Risiko von Hautpilzinfektionen erhöht. Zur Fellpflege werden Kämme mit unterschiedlich langen Zinken für verschiedene Körperpartien, antistatische Shampoos und Spülungen sowie ein spezielles Spray verwendet, um Verfilzungen hinter den Ohren, in der Leistengegend und zwischen den Zehen vorzubeugen. Die Ohren werden bei Bedarf mit speziellen Lotionen gereinigt und die Krallen geschnitten.

Die Rasse benötigt keine Fellpflege, aber die Vorbereitung auf Ausstellungen beinhaltet manchmal ein Trimmen und leichtes Ausdünnen, um ihr ein gepflegteres Aussehen zu verleihen.

Ernährung und Gesundheit

Dank der großen Auswahl an handelsüblichem Hundefutter ist es heutzutage einfach, das richtige Futter für Ihren Spitz zu finden, wobei Alter und Gesundheitszustand berücksichtigt werden müssen. Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Hund auch mit natürlichem Futter ernähren – natürlich nicht mit Essensresten vom Tisch, sondern mit speziell für ihn zubereitetem Futter. Solche Futtermittel erhalten Sie von Züchtern oder können sie gemeinsam mit einem Tierarzt zusammenstellen.

Volspitzhunde sind eine robuste und widerstandsfähige Rasse. Sie sind praktisch frei von rassespezifischen Gesundheitsproblemen, abgesehen von einer leichten Neigung zu Herzerkrankungen im Alter sowie Schilddrüsen- oder Nebennierenfunktionsstörungen. Epilepsie kommt sehr selten vor. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 14-15 Jahre.Aber es gibt auch echte Langlebige.

Auswahl eines Deutschen Spitzwelpen und der Preis

Zunächst einmal sollten Sie einen verantwortungsvollen Züchter auswählen und sicherstellen, dass der Hund genau der gewünschten Rasse entspricht. Der Züchter sollte jemand sein, an den Sie sich auch in Zukunft mit Fragen wenden können. Er sollte regelmäßig an Ausstellungen teilnehmen und sich auf Züchter-Websites und -Foren informieren. Sobald Sie sich für eine Zuchtstätte entschieden haben, informieren Sie sich über die geplanten Würfe und die Elterntiere. Bedenken Sie dabei, dass die Welpen ihnen sowohl im Aussehen als auch im Charakter ähneln werden.

Züchter teilen die Welpen eines Wurfs je nach ihrem Potenzial in verschiedene Klassen ein. Manche Welpen werden später Ausstellungsstars, andere sind für die Zucht bestimmt und wieder andere werden an Menschen abgegeben, die einfach einen treuen Begleiter suchen. Der Preis hängt maßgeblich von der Klasse ab, doch es ist wichtig zu wissen, dass kein Züchter die Zukunftsaussichten eines zwei bis drei Monate alten Welpen hundertprozentig garantieren kann. Die Wahl zwischen einem Weibchen und einem Männchen ist reine Geschmackssache. In jedem Fall sollte der Welpe gesund, verspielt und gutmütig sein und einen guten Appetit haben. Die Welpen ziehen mit zwei bis zweieinhalb Monaten in ihr neues Zuhause.

Der Preis für einen Deutschen Spitzwelpen liegt zwischen 500 und 1500 US-Dollar.

Fotos

Fotos von Keeshond (Wolfspitz):

Keeshond

Wolfspitz

körperliche Aktivität des Wolfsspitz

Keeshond (Wolfspitz) Foto im Winter

Keeshond (Wolfspitz) Foto in den Bergen

Keeshond (Wolfspitz)

Keeshond-Welpe

Keeshond-Spiele

Wolfspitzwelpen

Keeshond (Wolfspitz) Jungtier

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