Welcher Geruch schreckt Katzen ab?
Katzen sind zwar Haustiere, aber von Natur aus Raubtiere. Gerüche sind für sie eine entscheidende Informationsquelle. Sie nutzen sie zur Orientierung, zur Kommunikation mit anderen Katzen und zur Abgrenzung ihres Territoriums. Daher ist der beste Weg, Ihrer Katze beizubringen, Grenzen zu respektieren, unangenehme Gerüche für ihre empfindliche Nase einzuführen. Welche Gerüche mögen Katzen nicht und welche eignen sich am besten als Abschreckungsmittel?

Inhalt
Ein Arsenal unbeliebter Gerüche: Welche hassen Katzen?
Katzen können Gerüche grob in zwei Kategorien einteilen: anziehende und abstoßende. Die anziehenden Gerüche sind leicht zu erklären. So enthält beispielsweise der Schweißgeruch an Kleidung den Eigengeruch des Besitzers und wirkt beruhigend und entspannend auf die Katze. Katzenminze und Baldrian hingegen, die Substanzen enthalten, die den Sexualhormonen der Katze ähneln, wirken anregend.
Was abstoßende Gerüche angeht: Obwohl sie einen beängstigenden Namen haben, sind sie nicht mit etwas Gefährlichem verbunden. Jeder starke und stechende Geruch ist eine unangenehme Belastung für die empfindliche Nase einer Katze. Daher versuchen Tiere einfach, ihn zu meiden.
Ein wichtiger Punkt: Katzen reagieren in erster Linie auf die Intensität des Geruchs und erst dann darauf, ob er angenehm oder abstoßend ist.
Es gibt zwei Arten von Katzenabwehrmitteln und Verhaltenstrainingsprodukten: künstliche und pflanzliche.

Pflanzlich
Zu den wirksamen pflanzlichen Mitteln, die Katzen abwehren, gehören:
- Zwiebeln und Knoblauch. Die von den Kräutern freigesetzten Phytonzide reizen die Schleimhäute und veranlassen empfindliche Tiere zum Rückzug. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, sollten eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe in Stücke geschnitten oder im Fleischwolf bzw. Mixer zerkleinert werden. Die vorbereiteten Portionen werden entlang des Randes des zu schützenden Bereichs verteilt. Der entstehende Geruch kann jedoch nicht nur für Haustiere, sondern auch für deren Besitzer unangenehm sein.
- Zimt, Fenchel, Koriander und Cayennepfeffer sind die wichtigsten Gewürze, deren Geruch Katzen abstößt. Sie können auf verschiedene Weise angewendet werden: mit Wasser vermischt und aufgestreut, in kleinen Mengen zerstoßen und verteilt oder auf die betroffene Stelle eingerieben.
- Zitrusfrüchte – Zitronen, Orangen, Grapefruits, Mandarinen. Katzen vertragen den scharfen, stechenden Geruch von Zitronen besonders schlecht. Um Ihrer Katze diese schlechte Angewohnheit abzugewöhnen, können Sie frisch gepressten Saft, geschnittene Früchte oder die abgeschälte Schale verwenden.

Ätherische Öle wie Rosmarin, Zitrusfrüchte und Lavendel haben sich als wirksam bei der Katzenabwehr erwiesen. Sie werden einfach in Wasser verdünnt und auf die betroffene Stelle gesprüht. Linoleum-, Parkett- oder Laminatböden können mit einem in Öl getränkten Baumwolltuch abgerieben werden.
Tipp: Wenn Sie ätherische Öle auf Teppichen und Polstermöbeln verwenden möchten, sollten Sie vorher unbedingt sicherstellen, dass die gewählte Konsistenz keine Flecken hinterlässt.
Das Mischen von Zutaten, beispielsweise Zitronensaft mit ätherischen Ölen oder zerstoßenen Zitrusschalen mit Kaffeesatz, erzielt ebenfalls gute Ergebnisse. Diese Kombination erfüllt zwei Zwecke gleichzeitig: Sie überdeckt den unangenehmen Geruch der Hinterlassenschaften des Eindringlings und hält das Haustier vom Weglaufen ab.

Frisch gepflanzte Lavendel- oder Rosmarinpflanzen im Topf sind eine tolle Alternative zu ätherischen Ölen. Stellen Sie die Töpfe einfach an Ihren Lieblingsplatz. Diese Option eignet sich jedoch nur, wenn der Standort Sonnenlicht erhält, da dieses für die Photosynthese unerlässlich ist.
Parfums und Spezialprodukte
Es ist schon lange bekannt, dass Haustiere eine starke Abneigung gegen jegliche Duftstoffe haben. Die Verwendung von Parfüm zur Katzenabwehr wird nicht empfohlen. Die scheißen – eine Win-Win-Situation.
Man braucht kein teures Parfüm, um Haustiere fernzuhalten. Ein einfaches Deodorant genügt. Idealerweise sollte es Menthol-, Zitrus- oder Lavendelnoten enthalten.
Haustiere mögen den Geruch von Essig ebenfalls nicht, daher ist es ratsam, ihn dem Wasser hinzuzufügen, mit dem Oberflächen abgewischt werden.
Hersteller von Heimtierprodukten bieten zudem eine gute Auswahl an wirksamen Duftabwehrmitteln an. Die im Handel erhältlichen Abwehrmittel und Sprays enthalten spezielle Duftstoffe und Enzyme, die Katzen lange Zeit von ihren Lieblingsplätzen fernhalten.

Wie wendet man Aromatherapie an?
Damit die Nase Ihrer Katze im Kampf gegen ihre schlechten Angewohnheiten zu einem treuen Verbündeten wird, verwenden Sie einen abwehrenden Duftstoff nach folgendem Schema:
- Entfernen Sie alle Spuren von Tiergerüchen. Verwenden Sie hierfür am besten spezielle Reinigungsmittel auf Basis von Alkohol, konzentrierter Zitronensäure oder einer Kaliumpermanganatlösung.
- Tragen Sie ein duftendes Insektenschutzmittel auf die betroffene Stelle auf. Legen Sie ein mit dem Mittel getränktes Tuch daneben.
- Während die Aromatherapie über mehrere Tage wirkt, sollten Sie herausfinden, warum Ihre Katze ihr Revier markiert. Es könnte an gesundheitlichen Problemen, dem Alter oder einem starken Desinfektionsmittelgeruch liegen. TablettDie
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Bei der Geruchsbeseitigung sollten Sie sich nicht nur auf die zur Hand befindlichen Hilfsmittel beschränken; der Heimtierbedarfsmarkt bietet eine riesige Auswahl an Fertigprodukten, die hervorragende Arbeit leisten.
Manche Katzenbesitzer unterschätzen die Wirksamkeit eines mit geruchsabweisendem Mittel getränkten Tuchs, um Katzen vom Koten abzuhalten. Sie glauben, der Geruch verfliegt schnell. Tatsächlich hält sich der dezente „Geruch“ mehrere Tage lang, und Katzenbesitzer versuchen in dieser Zeit, ihn zu meiden.
Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass Aromatherapie lediglich eine unterstützende Behandlungsmethode darstellt. Für einen verantwortungsvollen Tierhalter ist es vor allem wichtig, seinem Haustier gute Manieren beizubringen und sich um dessen Gesundheit zu kümmern.
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