Welche Hunde helfen bei der Rettung von Bergsteigern?

Bei vielen Such- und Rettungsaktionen sind Hunde unverzichtbare Lebensretter. Sie suchen nach Opfern deutlich effektiver als Menschen. Hunde, die Bergsteiger, Skifahrer und Wanderer aus Lawinen und Schneeverwehungen retten, werden aus Rassen mit spezifischen körperlichen Eigenschaften und Intelligenz ausgewählt. Sie müssen nicht nur stark und widerstandsfähig, sondern auch trainierbar, stressresistent und in der Lage sein, mit Fremden zu interagieren und angemessen zu reagieren.

Hund mit Kletterern

Merkmale eines geretteten Hundes

Die Rasse des Rettungshundes muss den Zielen und Bedingungen der Such- und Rettungsaktion entsprechen. Beispielsweise sind die effektivsten Rettungshunde für Bergsteiger solche, die niedrigen Temperaturen standhalten und über genügend Kraft verfügen, um die Person nicht nur zu finden, sondern sie auch auszugraben und aus dem Schnee zu ziehen.

Eine gute körperliche Fitness ist jedoch nicht alles, was von einem vierbeinigen Retter erwartet wird. Wenn er psychisch nicht in der Lage ist, unter extremen Bedingungen zu arbeiten, ist sein Einsatz bei Rettungsaktionen unpraktisch.

Während des Trainings erlernt der Hund viele wichtige Fähigkeiten, die ihm helfen, effektive Einsätze durchzuführen. Im Rahmen des Trainings werden auch seine psychischen und physischen Fähigkeiten beurteilt. Experten zufolge sollte ein Rettungshund folgende Eigenschaften besitzen:

  • ausgezeichneter körperlicher Zustand, kräftige Statur;
  • gut entwickelte Sinne: Sehen, Riechen, Hören;
  • Ausdauer;
  • Gleichgewicht;
  • Mut;
  • Spannungsfestigkeit;
  • gute Lernfähigkeit;
  • hohe intellektuelle Fähigkeiten: die Fähigkeit, schnell und präzise auf menschliche Anweisungen zu reagieren sowie selbstständig zu handeln (in Notfallsituationen);
  • die Fähigkeit, mit Fremden und anderen Tieren zu interagieren und ruhig auf sie zu reagieren.

Bergsteigerhund

Um als Rettungstier eingesetzt zu werden, durchläuft ein Tier ein rigoroses Training. Basierend auf diesem Training entscheiden Spezialisten, ob das Tier an Such- und Rettungsaktionen teilnehmen kann.

Bergretter

Gebirge gelten als eine der anspruchsvollsten Arbeitsumgebungen. Niedrige Temperaturen, starke Winde und plötzliche Wetterumschwünge erfordern von Mensch und Tier außergewöhnliche Ausdauer. Kräftige, große Tiere werden für Bergarbeiten eingesetzt, um Menschen aus Trümmern zu retten oder Ausrüstung zu bergen. Ihr Fell muss dicht sein und eine dichte Unterwolle besitzen, die sie vor der Kälte schützt.

Bernhardiner

Diese Hunde retten seit Jahrhunderten Bergsteiger. Ursprünglich wurden sie im 17. Jahrhundert von den Mönchen des Klosters St. Bernhard in den Schweizer Alpen als Wachhunde eingesetzt, daher der Name der Rasse (Sankt-Bernard).

Im Laufe der Zeit begannen sich die klimatischen Bedingungen in den Alpen zu verändern, und die Schneeschmelze trat häufiger auf. Bernhardiner Sie wurden nicht nur als Wachhunde, sondern auch als Führer bei Bergwanderungen eingesetzt. Aufgrund ihres sanftmütigen und robusten Wesens dienten sie oft als Lasttiere für den Warentransport. Ihre Fähigkeit, Lawinen vorherzusehen, rettete vielen Reisenden das Leben.

Bernhardiner sind sehr anhänglich, ruhig und freundlich. Sie sind sanft und geduldig mit kleinen Kindern, haben keine Angst vor Fremden und reagieren gelassen auf andere Tiere. Sie sind nicht aggressiv und bellen nicht grundlos. Wenn sie sich jedoch bedroht fühlen, reagieren sie instinktiv.

Bernhardiner sind intelligent und leicht zu trainieren. Sie besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn und können selbst tief im Schnee verschüttete Personen aufspüren. Sie sind in der Lage, ein Opfer auszugraben und dessen Standort an andere Rettungsteams zu signalisieren.

Bernhardiner

Hunde dieser Rasse sind groß und kräftig. Ihre durchschnittliche Schulterhöhe beträgt 80 cm und ihr Gewicht über 70 kg. Sie haben dichtes, langes oder kurzes Fell (je nach Rasse) mit Unterwolle. Dieses Fell schützt sie vor niedrigen Temperaturen und kann verletzten Kletterern helfen, sich zu wärmen.

Deutscher Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund zählt zu den beliebtesten Assistenzhunden. Er wird in verschiedenen Bereichen des menschlichen Lebens eingesetzt (Sicherheitsdienst, Polizei, Militär usw.). Diese Hunde leisten auch Bergsteigern und anderen Katastrophenopfern Hilfe.

Deutsche Schäferhunde sind vielseitig. Sie eignen sich hervorragend für Such- und Rettungseinsätze, sowohl in den Bergen (bei Lawinen) als auch im Flachland nach Erdbeben und anderen Katastrophen, wo sie nach unter Trümmern verschütteten Menschen suchen.

Deutsche Schäferhunde eignen sich in jeder Hinsicht für Spezialeinsätze im Gebirge:

  • Sie sind intelligent und leicht zu trainieren;
  • ausgeglichen, psychisch stabil;
  • sich schnell an ungewohnte Umgebungen anpassen und sich im Gelände zurechtfinden;
  • kältebeständig sein;
  • gute Gesundheit haben.

Deutscher Schäferhund

Ein Deutscher Schäferhund ist durchschnittlich 50–60 cm groß und wiegt 50 kg. Er besitzt einen ausgezeichneten Geruchs-, Seh- und Hörsinn, wodurch er Opfer auch in großer Tiefe aufspüren kann. Trainierte Deutsche Schäferhunde können sich ungestört von fremden Gerüchen und Geräuschen auf ihre Suche konzentrieren.

Deutsche Schäferhunde besitzen eine kräftige Rumpfmuskulatur und starke Pfoten. Dies hilft ihnen, Menschen aus Trümmern zu bergen. Ihre gut entwickelten Sinne ermöglichen es ihnen außerdem, Opfer in Sicherheit zu führen (Deutsche Schäferhunde werden auch häufig als Blindenhunde eingesetzt).

Berner Sennenhund

Die Rasse wurde ursprünglich in der Schweiz entwickelt. Der Sennenhund wurde zum Hüten von Vieh, als Wachhund und als treuer Begleiter eingesetzt. Bis heute erfüllt diese Rasse diese Aufgaben hervorragend.

Berner Sennenhund Der Deutsche Schäferhund ist ein großer und robuster Hund. Seine durchschnittliche Schulterhöhe beträgt 60–70 cm und sein Gewicht etwa 50 kg. Er hat ein langes, dichtes Fell, das ihn vor Kälte schützt.

Diese Rasse zeichnet sich durch ihre hohe Sozialisierung, ihr freundliches Wesen, ihr ruhiges Temperament und ihren Gehorsam aus. Daher werden diese Hunde häufig zur Suche nach Vermissten bei Katastrophen eingesetzt. Sie befolgen Kommandos präzise und interagieren problemlos mit Fremden. Sie spüren Opfer schnell in Trümmern auf und lenken die Aufmerksamkeit der Suchmannschaften mit lautem Bellen auf den gewünschten Ort.

Berner Sennenhund

Alaskan Malamute

Diese energiegeladenen und robusten Hunde zeichnen sich durch Kraft und Ausdauer, Unabhängigkeit und Intelligenz aus. Sie erreichen eine durchschnittliche Schulterhöhe von 60 cm und wiegen maximal 40 kg. Obwohl sie Wölfen ähneln, sind sie im Grunde domestizierte Haustiere mit einem sensiblen Wesen, die Einsamkeit nicht ertragen. Die Rasse wurde ursprünglich entwickelt, um Menschen in nördlichen Breitengraden zu unterstützen.

  • für den Ferntransport von Gütern;
  • zur Jagd auf Robben, Eisbären usw.;
  • zum Schutz vor wilden Tieren und Eindringlingen.

Jetzt Alaskan Malamute Es wird häufig für Such- und Rettungsaktionen eingesetzt. Es besitzt wichtige Eigenschaften, die für den Einsatz unter extremen Bedingungen notwendig sind:

  • Ausdauer, die Fähigkeit, viele Stunden am Stück zu arbeiten;
  • Kraft (Hunde können problemlos schwere Lasten in einem Schlitten transportieren, darunter auch ein verletztes Opfer);
  • eine angeborene Vorliebe für das Graben tiefer Löcher;
  • Intelligenz (Der Alaskan Malamute kann selbstständig Entscheidungen treffen, ohne menschliche Anweisung).

Alaskan Malamute

Ihr eigensinniges Wesen und ihre ausgeprägte Unabhängigkeit erschweren oft das Training. Daher wird ihre Ausbildung von erfahrenen Fachleuten durchgeführt. Mit dem richtigen Training wird der Alaskan Malamute ein hervorragender Rettungshund und ein zuverlässiger Begleiter.

Leonberger

Die Rasse entstand durch die Kreuzung von langhaarigen Bernhardinern, Neufundländern und Pyrenäen HundeDie Leonbergers Sie verfügen über beeindruckende Größen (ihre durchschnittliche Körpergröße beträgt 75 cm und ihr Gewicht bis zu 80 kg), Energie und hohe Intelligenz.

Diese Hunde sind nicht aggressiv und vertragen sich gut mit Fremden (solange keine Gefahr für Hund oder Besitzer besteht) und können sogar als Babysitter eingesetzt werden. Mit dem richtigen Training erreichen sie einen hohen Grad an Sozialisierung, was eine wichtige Eigenschaft für ein Tier aus dem Tierschutz ist.

Leonberger sind leicht zu trainieren. Sie sind in der Regel nicht dominant, sondern befolgen die Befehle ihres Besitzers ganz klar.

Leonberger

Leonberger sind hervorragende Helfer in Extremsituationen. Sie sind nicht scheu und haben ein ruhiges Wesen. Laute Geräusche oder andere Tiere erschrecken oder lenken sie nicht ab.

Vertreter dieser Rasse sind äußerst stressresistent. Sie können Situationen schnell einschätzen und unnötige Aggressionen vermeiden. Mit dem richtigen Training werden Leonberger zu treuen Begleitern und unentbehrlichen Mitgliedern von Such- und Rettungsteams.

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