Wie man zu Hause eine Zecke vom Hund entfernt

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die eine ernsthafte Gefahr für Mensch und Tier darstellen. Ihre Hauptaktivitätszeit liegt im Frühling und Herbst – von März bis Mai und von August bis Oktober. Sie halten sich meist in Wäldern und auf Lichtungen auf, wo sie im hohen Gras oder Gebüsch auf Beute lauern und auch von Bäumen fallen können. Das Risiko einer Zeckeninfektion besteht selbst in städtischen Gebieten. Daher ist die Frage, wie man eine Zecke zu Hause vom Hund entfernt, für viele Hundehalter nach wie vor ein dringendes Problem, da ein sofortiger Tierarztbesuch nicht immer möglich ist.

Warum sind Zecken für Hunde gefährlich?

Zecken übertragen gefährliche Infektionen. Die größte Gefahr für Hunde stellt die Piroplasmose dar, eine Krankheit, die rote Blutkörperchen zerstört und einen starken Abfall des Hämoglobinspiegels verursacht. Die Krankheit schreitet sehr schnell voran: Erste Anzeichen können bereits 2–4 Tage nach dem Biss auftreten. Der Hund wird lethargisch, verliert Aktivität und Appetit und leidet unter starken Muskelschmerzen. Fieber, Erbrechen und dunkler Urin können auftreten. In schweren Fällen kann das Tier ohne Behandlung ins Koma fallen.

Zecke im Gras

Piroplasmose verläuft in 90 % der Fälle tödlich. Diese erschreckende Statistik ist darauf zurückzuführen, dass Betroffene oft nicht rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchen. Nach einem Zeckenbiss ist schnelles Handeln entscheidend, da Verzögerungen zu kostspieligen Behandlungen, schweren Komplikationen und sogar zum Tod führen können. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man eine Zecke vom Hund entfernt, bevor sie die gesamte Bandbreite an Krankheitserregern in ihrem Speichel überträgt.

Wie man eine Zecke bei einem Hund erkennt

Um einen Parasiten zu entfernen, muss man ihn zunächst finden. Das ist nicht einfach, besonders bei Hunden mit langem Fell. Tasten Sie die Haut ab und achten Sie dabei auf ungewöhnliche Beulen, die Ihnen zuvor nicht aufgefallen sind.

Eine Zecke an einem Hund

Bei Eine Zecke beißt einen Hund Mit seinem mit mikroskopisch kleinen, hakenförmigen Stacheln besetzten Rumpf und seinen Pfoten verschmilzt der Parasit förmlich mit der Haut und nimmt dabei eine erbsenartige Farbe an – braun, schwarz, grau oder schmutzigrosa (je nach Parasitenart). Selbst wenn sich der Hund kratzt, kann er das Insekt nicht abstreifen. Zudem heftet sich der Parasit nicht sofort an. Er muss eine Stelle finden, an der die Blutgefäße nahe an der Hautoberfläche liegen: hinter den Ohren, an den Ohrmuscheln, am Hals, an der Innenseite und Rückseite der Beine sowie in der Leistengegend.

Wie man eine Zecke richtig entfernt

Am besten bringen Sie Ihr Haustier zum Tierarzt. Ist das nicht möglich, müssen Sie es selbst untersuchen. Lässt Ihr Hund sich nicht untersuchen, hat er wahrscheinlich Schmerzen. Daher empfiehlt sich eine örtliche Betäubung (Lidocain, Novocain).

Informationen zur Zeckenentfernung beim Hund zu Hause finden Sie leicht online. Am einfachsten geht es mit einer speziellen Zeckenzange, dem sogenannten Zeckendreher, der in Tierapotheken erhältlich ist. Die Zecke lässt sich ganz einfach entfernen: Greifen Sie sie mit dem Zeckendreher und drehen Sie sie ein paar Mal. Der mit diesem abgewinkelten Instrument entfernte Parasit ist unbeschädigt und kann anschließend im Labor untersucht werden. Falls die Zecke einen Erreger übertragen hat, erfahren Sie dies frühzeitig, bevor Ihr Hund Symptome zeigt, und gewinnen so wertvolle Zeit für die Behandlung.

Zeckenpinzette

Neben einer Pinzette benötigen Sie Gummihandschuhe, Watte, ein kleines Gefäß und ein Desinfektionsmittel (Alkohol oder Wasserstoffperoxid). Jod und Brillantgrün werden nicht empfohlen.

Wie man eine Zecke richtig von einem Hund entfernt:

  1. Tragen Sie Handschuhe. Es besteht die Gefahr, dass die Zecke platzt, was zu einer Infektion führen könnte.
  2. Beruhigen Sie Ihren Hund. Falls Sie keine Schmerzmittel zur Hand haben, bitten Sie jemanden, Ihnen beim Festhalten des Tieres zu helfen.
  3. Fassen Sie den Parasiten mit einer Pinzette so nah wie möglich am Kopf. Ziehen Sie nicht an dem Insekt; gehen Sie vorsichtig vor, da Sie sonst Kopf oder Beine abreißen könnten, was zu Eiterung und Entzündung führen kann.
  4. Drehen Sie den Körper der Leuchtfackel entgegen dem Uhrzeigersinn und ziehen Sie ihn dabei allmählich heraus.
  5. Nachdem Sie das Insekt entfernt haben, legen Sie es in ein Glas. Um die Zecke am Leben zu erhalten, geben Sie einen mit Wasser getränkten Wattebausch in das Glas. Verschließen Sie das Glas fest. Die maximale Wartezeit für die Einsendung des Parasiten ins Labor beträgt zwei Tage.
  6. Behandeln Sie die Wunde mit einer Desinfektionslösung.

Eine Zecke wird von einem Hund entfernt

Sie können das Arthropod auch mit einer gewöhnlichen Kosmetikpinzette entfernen, aber in diesem Fall sollten Sie die Spitzen waagerecht und nicht senkrecht oder schräg ansetzen.

Leider unterlaufen Hundehaltern oft Fehler, die ihren Tieren das Leben kosten. Beispielsweise verwenden sie Öl oder aggressive Flüssigkeiten (Benzin, Kerosin), die angeblich die Zecke durch Atemblockade zum Herausziehen zwingen sollen. Das ist absolut inakzeptabel! Der Parasit stirbt zwar ab, bleibt aber unter der Haut des Tieres und führt unweigerlich zu einer Infektion.

Darüber hinaus werden Zecken, die mit irgendeiner Flüssigkeit benetzt sind, nicht im Labor angenommen.

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Was tun nach dem Entfernen einer Zecke?

Nachdem eine Zecke von einem Hund entfernt wurde, muss sie fachgerecht entsorgt werden. Am besten legt man die Zecke in einen verschlossenen Beutel, ein kleines Glas oder einen Behälter und bringt sie in ein Labor. Dort wird untersucht, ob die Zecke Piroplasmose oder Borreliose übertragen hat. Ist eine Untersuchung nicht möglich, sollte die Zecke nicht mit den Händen zerdrückt werden, da ein hohes Infektionsrisiko besteht. Auch in diesem Fall sollte sie in einem verschlossenen Behälter entsorgt werden.

Es ist wichtig, dass Hundehalter bedenken, dass selbst bei umgehender Zeckenentfernung ein Infektionsrisiko und die Gefahr gefährlicher Komplikationen bestehen. Am besten ist es, den Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt zu bringen, was aber nicht immer möglich ist. In diesem Fall ist es wichtig, das Tier nach dem Biss einen Monat lang genau zu beobachten, da Symptome möglicherweise nicht sofort, sondern erst nach einer Inkubationszeit auftreten.

Sie sollten umgehend einen Tierarzt kontaktieren, wenn mindestens eines der folgenden Anzeichen auftritt:

– ein deutlicher Rückgang der Aktivität des Hundes;
– Apathie, fehlende Reaktion auf das Geschehen, Hemmung und Lethargie;
– Anstieg der Körpertemperatur;
– Nahrungsverweigerung aufgrund verstärkten Durstes;
– das Auftreten von Kurzatmigkeit, Veränderungen der Farbe der Schleimhäute (Blässe oder Gelbfärbung);
– Ein alarmierendes Symptom sind Darmbeschwerden und eine Veränderung der Urinfarbe hin zu Orange, Rötlich oder Braun.

Ignorieren Sie keine Verhaltensänderungen bei Ihrem Hund nach einem Zeckenbiss. Sollten Auffälligkeiten auftreten, kontaktieren Sie noch am selben Tag Ihren Tierarzt.

Was tun, wenn der Kopf einer Zecke abgerissen wird?

Wenn der Zeckenkopf aufgrund unsachgemäßer Behandlung in der Haut verbleibt, kann dies zu einer Infektion und Eiterbildung der Wunde führen. Wie entfernt man einen Zeckenkopf von einem Hund? Suchen Sie schnellstmöglich nach einem schwarzen Punkt auf der Haut Ihres Tieres, der einem Splitter ähnelt. Versuchen Sie, ihn mit einer dünnen, langen Nadel zu entfernen, die Sie zuvor in einer Flamme erhitzt haben. Desinfizieren Sie die Wunde anschließend.

Wenn Sie den Kopf nicht sehen können, bringen Sie Ihren Hund sofort in eine Tierklinik. Dort wird der Tierarzt einen Schnitt machen und den restlichen Parasiten entfernen.

Präventive Maßnahmen

Krankheiten lassen sich leichter vorbeugen als behandeln. Der beste Schutz vor gefährlichen Gliederfüßern besteht darin, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Vermeiden Sie während der Zeckensaison den Kontakt Ihres Haustieres mit streunenden Tieren und halten Sie es davon ab, in Gebieten mit trockenem, hohem Gras zu spielen.

Verwenden Sie spezielle Zeckenschutzmittel, Shampoos und Halsbänder, die Parasiten abwehren.

Ein Hund mit Zeckenhalsband

Untersuchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig auf Zecken, indem Sie sein Fell abtasten. Dies sollte frühestens 2–3 Stunden nach dem Spaziergang geschehen, damit die Zecke ausreichend angeschwollen ist, um sie ertastet zu werden.

Sie können auch dem Tierarzt auf unserer Webseite eine Frage stellen, die er Ihnen so schnell wie möglich im Kommentarfeld unten beantworten wird.

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