Wie man einen Overall für einen Hund näht
Die Grundlage für einen bequemen und praktischen Hundeoverall ist ein gut durchdachtes Schnittmuster. Es berücksichtigt die individuellen Merkmale des Tieres: Größe, Gewicht und Rasse. Wenn die Kleidung die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und normales Funktionieren ermöglicht, kann das Nähprojekt als gelungen gelten. In diesem Fall fühlt sich der Hund im Overall nicht unwohl, der in der modernen Stadt längst von einer Laune zur Notwendigkeit geworden ist.

Inhalt
Welche Messungen sollten durchgeführt werden?
Selbst mit einem guten Schnittmuster muss der Besitzer es an sein Haustier anpassen. Daher sind grundlegende Maße in jedem Fall wichtig. Diese sind auch beim Kauf von Kleidung im Tierfachhandel hilfreich. Wichtig: Der Hund sollte aufrecht stehen, damit seine Proportionen nicht verzerrt werden. Dies zu erreichen, insbesondere bei Welpen, ist ein Geheimtipp unter Hundehaltern, aber nur so lässt sich ein bequemer Overall nähen. Zum Messen eignet sich am besten ein Maßband; es liefert die genauesten Ergebnisse. Alternativ kann man auch eine Schnur verwenden. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel über… Wie man einen Hund umziehtDie
Tabelle mit grundlegenden Parametern
| Messen | Wie man schießt | Bezeichnung auf Zeichnungen |
|---|---|---|
| Rückenlänge | Der Abstand vom Widerrist (Halsband) bis zum Rutenansatz. Messen Sie nur, wenn das Tier steht. Sie können zwei Messungen vornehmen: eine in Ausstellungshaltung, die andere in entspannter Position, und den Mittelwert verwenden. | DS |
| Widerristhöhe | Vom bedingten Scheitelpunkt am Hals bis zum Boden. | VH |
| Brustumfang | Das Maßband befindet sich direkt hinter den Vorderbeinen – an der breitesten Stelle des Körpers. | OG |
| Abstand (Breite) zwischen den Vorderbeinen | Gemessen in gerader Ausstellungsposition. | Shpl |
| Der Abstand zwischen Vorder- und Hinterbeinen. | ||
| Taillenumfang | Vor den Hinterbeinen. | AUS |
| Halsumfang | Wir konzentrieren uns auf die Größe des Kragens. | Arbeitsschutz |
| Handgelenkumfang der Vorderpfote | Zur Überprüfung misst man denselben Parameter am Hinterbein und bildet den Mittelwert. | Ozap |
| Pfotenlänge | Von den Achselhöhlen oder der Leistengegend bis zum Boden. | DL |
Wer ein eigenes Schnittmuster erstellt, sollte mit den grundlegenden Maßen beginnen: Widerristhöhe und Rückenlänge. Diese dienen als Richtlinie für die Festlegung der übrigen Maße.

Zuerst wird ein Grundschnittmuster erstellt. Dieses kann dann je nach Bedarf angepasst werden, um einen bestimmten Stil zu erzielen. Anfänger können die von Herstellern von Tierbekleidung angegebenen Maße nutzen, um ihre eigenen Maße zu ermitteln. Die passende Größe wird anhand der Rückenlänge bestimmt.
Wichtige Merkmale können selbst bei Tieren derselben Rasse erheblich variieren. Dies hängt vom Geschlecht, der Genetik usw. ab. Beispielsweise ist es unmöglich, ein allgemeines Muster für Jack Russell Terrier zu verwenden, ohne eigene Messungen vorzunehmen.
Liegen die Maße Ihres Hundes zwischen zwei Standardwerten, ist der größere Wert ausschlaggebend. Die Maße werden ohne Zugabe für Bewegungsspielraum erfasst. Geben Sie beim Zuschneiden des Stoffs Zentimeter hinzu, sonst könnte das Kleidungsstück zu weit werden.
Herbstmodell
Bevor Sie einen Hundeoverall für ein Mädchen oder einen Jungen nach einem unbekannten Schnittmuster nähen, empfiehlt es sich, an einem Probeteil zu üben. So vermeiden Sie Fehler und sparen Stoff und Zeit. Probieren Sie ein günstiges Baumwoll-Probierstück an und beobachten Sie, wie sich Ihr Hund darin bewegt. So lassen sich eventuelle Ungenauigkeiten schnell korrigieren und eine perfekte Passform gewährleisten. Erst nach diesen ersten Anpassungen werden die Schnittmuster für alle Teile des Overalls auf den Hauptstoff übertragen.

Schrittweise Schnittmustererstellung
Am einfachsten lässt sich ein Schnittmuster mit einem Raster erstellen und nähen. Sie können Millimeterpapier oder die Rückseite von selbstklebendem Papier verwenden. Falls Sie nichts zur Hand haben, können Sie die Grundfläche auch einfach selbst zeichnen. Die Schrittweite wird individuell ermittelt, indem die Rückenlänge durch 10 geteilt wird, egal ob es sich um einen Yorkshire Terrier, einen Mops, einen Spitz, einen Spaniel, einen Deutschen Schäferhund oder einen Labrador handelt. Bei einem Jack Russell Terrier beträgt der Ausgangspunkt beispielsweise 35 cm. Geteilt durch 10 ergibt das eine Schrittweite von 3,5 cm pro Kästchen. Nun müssen Sie nur noch das ursprüngliche Schnittmuster auf die Grundfläche übertragen und proportional vergrößern.

Folglich sollten wir Folgendes haben:
- 2 Hälften der Rückseite
- 1 Stück für die Brust;
- 2 Beine für die Hinter- und Vorderpfoten des Hundes.

Öffnung
Legen Sie das vorbereitete Schnittmuster auf den Stoff. Für eine Hundedecke im Herbst eignet sich am besten Membranstoff. Er schützt effektiv vor Wind und Nässe, ist gleichzeitig atmungsaktiv und wärmeisolierend. Membranstoff ist besonders für kurzhaarige Hunderassen empfehlenswert, da diese Kälte schlecht vertragen.
Die Innenseite des Stoffes ist mit einem heißversiegelten Futter auf einer einlagigen synthetischen Polsterung versehen. Der Overall wird mit einem robusten Traktorreißverschluss geschlossen.
Diese Variante eignet sich für kurzhaarige Tiere, während langhaarige Rassen sich in Kleidung mit Knöpfen wohler fühlen.

Übertragen Sie zunächst die Schnittmusterteile auf den Stoff. Zeichnen Sie die Umrisse mit einem Bleistift auf die linke Stoffseite nach. Geben Sie Nahtzugaben hinzu, deren Größe vom Fall des Stoffes abhängt. Bei hochwertigem Stoff reichen 0,5–0,7 mm aus. Schneiden Sie die Teile aus. Lassen Sie für die Hinterbeine etwas mehr Länge; die letzten Anpassungen nehmen wir nach der Anprobe vor.
Wir haben auch den Futterstoff zugeschnitten. Da seine Oberfläche glatt ist, ist es ratsam, das Papierschnittmuster mit Stecknadeln zu fixieren. Zeichnen Sie die Kontur mit Schneiderkreide oder einem angespitzten Stück Seife nach.

Der Zuschnitt ist abgeschlossen.

Die Rückenteile werden mit einem Traktorreißverschluss verbunden.

Nähen
Nähen Sie Vorder- und Rückenteil zusammen. Führen Sie dies separat für den Membranstoff und das Futter durch. Nach dem ersten Heften von Hand probieren Sie den Anzug an. Je öfter Sie den Nähvorgang überprüfen, desto besser sitzt er. Achten Sie besonders auf die Armausschnitte der eingesetzten Ärmel. Falls diese zu tief sitzen, schneiden Sie jetzt überschüssigen Stoff ab, um Reibung beim Bewegen zu vermeiden.
Legen Sie die mit Seitennähten versehenen Membran- und Futterteile rechts auf rechts aufeinander. Nähen Sie sie am Bauch zusammen. Nähen Sie die Ärmel zusammen und fixieren Sie sie. Wenden Sie das Kleidungsstück auf rechts. Vergessen Sie nicht, es noch einmal anzuprobieren. Versäubern Sie die äußeren Ärmelnähte mit Ziernähten für zusätzliche Stabilität.

Wir führen die Schlange ein.

Wie Sie sehen, ist das Selbernähen eines Hundeoveralls gar nicht so schwer, selbst für Anfänger. Es hat nur wenig Zeit gekostet, und das Kleidungsstück ist fast fertig.

Im letzten Schritt wird der Stehkragen eingenäht. Zuerst werden die Membran- und Futterteile zusammengenäht, der Saum bleibt dabei offen. Anschließend wird der Halsausschnitt des Jumpsuits nach innen in den Kragen gefaltet und festgenäht.

So sieht das fertige Produkt aus:

Der Schnitt dieses Hundeoveralls ist schlicht, bietet aber hohen Tragekomfort und volle Bewegungsfreiheit. Dank des Membranmaterials eignet er sich auch für Minusgrade und ist dabei deutlich leichter als herkömmliche Winterkleidung. Diese Option ist ideal für aktive Hunderassen.


Hunde von Kindern
Wenn das Nähen eines Overalls in voller Größe nicht möglich ist, gibt es eine Alternative: Man kann alte Babykleidung, aus der der Vorbesitzer herausgewachsen ist, etwas umarbeiten. Kleidung für Kleinkinder eignet sich perfekt für kleine Rassen wie Toy Terrier, Yorkshire Terrier oder Italienische Windspiele. Alternativ kann man auch in einem Secondhand-Laden Winterkleidung kaufen, die ideal für den Winter ist.
Für die Kälte im Herbst und Winter ist eine gefütterte Jacke ideal. Wichtig ist, dass sie die richtige Größe für den Rücken Ihres Hundes hat. Wählen Sie am besten Modelle ohne kleine Verzierungen, die Ihr Hund abreißen und verschlucken könnte, oder ohne Metallnieten, an denen er sich verletzen könnte.

Zuerst trennen wir den Reißverschluss auf. Wir ziehen dem Hund die Jacke an und markieren mit Kreide den überschüssigen Stoff am Bauch. Wir schneiden den überstehenden Stoff ab, damit das Schnittmuster der Anatomie des Hundes entspricht. Anschließend nähen wir den Reißverschluss wieder an.

Kürzen Sie die Ärmel auf die gewünschte Länge. Nähen Sie die Bündchen neu an.

Die Jacke ist fertig:

Strickoverall
Einen Hundeoverall in voller Größe zu stricken, geht für alle, die stricken können, schneller und einfacher. Neben seiner einzigartigen Optik besticht er durch seine Elastizität – er ist kaum spürbar und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. Nahtlose Muster verhindern zudem Reibung und Verfilzungen im Fell. Am besten eignet sich eine Garnmischung aus Naturwolle (auch Hundewolle ist möglich) und Acryl. Mohair, Kaschmir, Leinen und Baumwolle sind ebenfalls geeignet. Reine Wolle ohne Zusätze ist ungeeignet. Die daraus entstehenden Kleidungsstücke sind rau, können die Haut des Tieres reizen und Juckreiz verursachen. Versucht der Hund sich zu kratzen, verfangen sich seine Krallen in den losen Maschen und können Verletzungen verursachen.
Wollartikel eignen sich hervorragend für trockenes Wetter, werden aber bei Regen nass und schmutzig. Ein gestrickter Spitzenoverall für einen Hund ist eher dekorativ als praktisch.
Ein einfaches Modell für den Alltag sieht so aus:

Rücken- und Bauchteil werden nach folgendem Muster gestrickt:

Legende:

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