Wie man einen Hund stubenrein bekommt

Wer sich einen Wachhund anschafft, erwartet in der Regel, dass er draußen lebt, entweder in einer Box oder einem Zwinger. Manchmal weigert sich ein Hund jedoch kategorisch, in den Zwinger zu gehen. Ihn gewaltsam in den Zwinger zu treiben und einzusperren, in der Hoffnung, er würde sich irgendwann fügen, oder ihn für Ungehorsam zu bestrafen, ist unklug; solche Maßnahmen verursachen nur Stress und verschlimmern die Situation. Es ist wichtig, die Gründe für die Weigerung des Hundes, im Zwinger zu leben, zu verstehen, die zugrunde liegenden Probleme anzugehen und ihn schrittweise an das Leben im Freien zu gewöhnen.

Warum will der Hund nicht in den Zwinger?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Hund sich kategorisch weigert, seinen Zwinger zu betreten, selbst bei schlechtem Wetter. Hier sind die häufigsten:

  • Ihr Haustier hat die Hundehütte übernommen; zuvor lebte dort ein anderer Hund. Der Geruch des „Fremden“ kann noch vorhanden sein und bei vielen Tieren Irritationen und Unbehagen auslösen. Die Lösung ist einfach: Reinigen Sie die Hundehütte gründlich und tauschen Sie die Einstreu aus.
  • Ein Zuhause kann unbequem sein, weil es zu klein oder zu groß ist. In einer engen Hundehütte ragen die Pfoten oder der Kopf des Hundes ständig heraus, während sich ein kleiner Hund in einer riesigen Hütte kalt und unwohl fühlt.
  • Ein Hund, der zuvor in einem städtischen Hochhaus lebte und dann mit seinen Besitzern in ein Landhaus oder eine Datscha zog, wird nicht sofort zustimmen, sein vertrautes weiches Sofa in einem großen, geräumigen Zimmer gegen eine Matte in einem "kleinen" Zwinger einzutauschen.
  • Wenn Ihr Hund zuvor obdachlos war, dann adoptiert wurde und einige Zeit glücklich in einer Stadtwohnung lebte, könnte Ihr Haustier das Gefühl haben, nicht mehr gebraucht zu werden und wieder auf die Straße geworfen zu werden.

Ein Hund in einem Zwinger

Es gibt Hunderassen, deren Zweck es ist, Begleithunde zu sein und mit Menschen zusammenzuleben. Zu diesen Rassen gehören der Dalmatiner, BeagleLabradore. Sie sind nicht für ein Leben außerhalb des Hauses geeignet; sie stubenrein zu erziehen und sie als Wachhunde einzusetzen, ist sinnlos und unmenschlich.

Einen Unterstand im Freien für einen Hund einrichten

Beim Bau einer Hundehütte im Garten ist der erste Schritt die Wahl des Materials und die korrekte Berechnung der Maße. Holz ist die gängigste Wahl für Hundehütten: Es ist langlebig, leicht zu verarbeiten und bietet eine hervorragende Wärmedämmung. Sein einziger Nachteil ist die relativ kurze Lebensdauer. Kunststoff ist ebenfalls eine Option; er verrottet nicht, muss nicht gestrichen werden und ist leicht zu reinigen. Metall ist für Hundehütten nicht empfehlenswert, da es Wärme gut leitet und Ihr Hund bei heißem Wetter überhitzen kann, während eine Metallhütte im Winter zu kalt ist.

Der Eingang zum Zwinger sollte anderthalbmal so hoch sein wie das Tier, und das Dach muss sicher vor Regen geschützt sein. Bei Bedarf können die Wände mit Schaumstoff oder Filz isoliert werden. Zur Wärmedämmung des Bodens kann der Zwinger auf Füße oder eine Holzpalette gestellt werden.

Es empfiehlt sich, eine Einstreu in der Hundehütte bereitzustellen. Heu, Stroh, Schilf oder Holzspäne werden häufig verwendet (Sägemehl hingegen nicht, da es fein wie Staub ist), da sie die Wärme gut speichern. Zwar können sich in dieser Einstreu mit der Zeit Parasiten ansiedeln, sie lässt sich aber leicht austauschen. Von der Verwendung einer alten Jacke, Matratze oder Decke als Einstreu wird abgeraten, da der Stoff schnell feucht wird und häufiges Trocknen und Lüften erfordert.

Die Wahl des richtigen Standorts für die Hundehütte ist ebenfalls wichtig. Die Hütte sollte sich in der Nähe des Hauses befinden, damit der Hund sehen kann, wer kommt und geht. Der Standort sollte gut beleuchtet, aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein; idealerweise unter einem Blätterdach oder Baum.

Ein Hund in seinem Zwinger

Wie man einen Hund an das Leben in einem Zwinger gewöhnt

Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit und Vorlieben. Wenn Ihr Hund nur bei Regen oder Schnee in seine Hundehütte geht und selbst bei schönem Wetter draußen schläft, besteht kein Grund zur Sorge. Eine Hundehütte schützt schließlich vor Wind und Wetter sowie vor Hitze. Sollte Ihr Hund seine Hütte trotz der extremen Bedingungen jedoch hartnäckig ignorieren, geben Sie ihm Zeit, sich einzugewöhnen und helfen Sie ihm, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Am besten gewöhnen Sie Ihren Hund in den wärmeren Monaten an eine Hundehütte oder einen Zwinger, da lange Aufenthalte im Freien im Winter für Ihren Hund stressig sein können.

Anfangs empfiehlt es sich, den Hund für eine halbe bis eine Stunde in der Nähe der Hundehütte draußen zu lassen, ihn aber abends wieder ins Haus zu holen. Legen Sie ein paar seiner Lieblingsspielzeuge oder ein altes T-Shirt des Besitzers in die Hütte, damit er sich wohlfühlt und den vertrauten Geruch wahrnimmt. Auch kurze Besuche in der Hütte sollten mit Lob oder einem Leckerli belohnt werden. Ihr Hund wird schnell lernen, dass das Leben in der Hütte angenehm ist, und der regelmäßige Kontakt mit Ihnen verstärkt diese positiven Gefühle.

Hundezüchter wissen, dass jüngere Hunde sich leichter an eine Box oder einen Zwinger gewöhnen lassen. Ältere Tiere, die jahrelang in Stadtwohnungen gelebt haben, tun sich schwer, sich an ein neues Zuhause anzupassen, insbesondere an eines im Freien. Auch die Rasse spielt eine Rolle: Wachhundwelpen gewöhnen sich sehr schnell an einen Zwinger.

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