Wie man eine Katze auf die Kastration vorbereitet
Wenn Sie sich fragen, wie Sie Ihre Katze auf die Kastration vorbereiten können, haben Sie wahrscheinlich schon einige ihrer Verhaltensauffälligkeiten während der Paarungszeit bemerkt. Falls nicht, ist das gut. Der Eingriff selbst ist relativ einfach, aber um das Risiko von Komplikationen zu minimieren, ist eine sorgfältige und rechtzeitige Vorbereitung unerlässlich. Darauf gehen wir im Folgenden ein.
Inhalt
Ratschläge des Tierarztes zur Vorbereitung einer Katze auf die Kastration
Bevor Sie Ihr Haustier operieren lassen, ist es wichtig, es im Voraus vorzubereiten und die notwendigen Untersuchungen durchzuführen.
Was jeder Katzenbesitzer bei der Vorbereitung seiner Katze auf die Kastration beachten sollte:
Alle chirurgischen Eingriffe werden unter obligatorischer Narkose durchgeführt.
Ein Tierarzt sollte im Vorfeld das Alter der Katze und mögliche Gesundheitsrisiken beurteilen.
Unbehandelte Erkrankungen und latente Pathologien können sowohl den Operationserfolg als auch den Genesungsprozess beeinträchtigen.
Der Eigentümer ist verpflichtet, alle Empfehlungen des Spezialisten strikt zu befolgen.
Als Nächstes betrachten wir einige grundlegende tierärztliche Ratschläge, die Ihnen helfen werden, Ihre Katze richtig auf die Kastration vorzubereiten.
Tipp 1: Auch wenn es Ihrem Haustier gut geht, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig.
Katzen zeigen im Frühstadium oft keine offensichtlichen Krankheitsanzeichen. Deshalb wird vor der Kastration eine allgemeine klinische Untersuchung durchgeführt: Körpertemperatur, Gewicht, Herzfrequenz, Atmung und andere Vitalfunktionen werden gemessen.
Tipp 2: Tests und zusätzliche Untersuchungen verringern das Risiko von Komplikationen.
Blut- und Urinuntersuchungen sind Standardverfahren und verursachen dem Tier keine Beschwerden. Diese Untersuchungen ermöglichen die Beurteilung der inneren Organfunktionen und die Früherkennung von Entzündungsprozessen.
Bei Katzen über vier Jahren oder bei Übergewicht, Atemnot oder anderen besorgniserregenden Symptomen werden zusätzliche Herz-Kreislauf-Untersuchungen mittels Ultraschall und Echokardiografie empfohlen. Solche Untersuchungen sind auch für Risikorassen wie Britisch Kurzhaar, Scottish Fold, Maine Coon, Ragdoll und Sphynx ratsam.
Tipp 3. Sollte ich meine Katze vor der Kastration füttern? Die Antwort ist ein klares Nein.
Die Kastration wird ausschließlich auf nüchternen Magen durchgeführt. Dies ist notwendig, um eine Aspirationspneumonie zu verhindern, die während der Narkose auftreten kann. Muskelkontraktionen oder Erbrechen können dazu führen, dass Mageninhalt in die Atemwege gelangt und eine schwere Lungenentzündung verursacht.
Tipp 4: Erst die Impfung, dann die Operation.
Manche Tierhalter glauben, Impfungen seien unnötig, wenn ihr Tier keinen Freigang hat. Das ist jedoch ein Irrtum. Impfungen sollten unbedingt nach dem altersgerechten Impfplan verabreicht werden. Katzen können sich überall Infektionen zuziehen, und ein starker Immunschutz ist besonders nach Operationen wichtig.
Tipp 5. Behandlung von äußeren und inneren Parasiten – unbedingt nach Plan.
Flöhe, Zecken und Helminthen stellen selbst für reine Wohnungskatzen eine Gefahr dar. Ohrmilben und Würmer können unabhängig von den Haltungsbedingungen auftreten. Daher wird eine umfassende Parasitenbehandlung mit gängigen Tierarzneimitteln alle drei Monate empfohlen.
Vorbereitung einer Katze auf die Kastration
Der Gesundheitszustand eines Haustieres ist ein entscheidender Faktor bei der Kastration. Dies ist besonders wichtig, wenn der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird. Um festzustellen, ob eine Katze für die Operation bereit ist, beginnt die Vorbereitung mit einer tierärztlichen Untersuchung und verschiedenen Tests:
- Untersuchung durch einen Therapeuten, Kardiologen;
- Echokardiographie bestehen;
- Urin- und Bluttests.
Wenn die Ergebnisse der Untersuchung keine klinischen Auffälligkeiten zeigen, kann ein Zeitpunkt für die Kastration festgelegt werden.

Es ist am besten, wenn die Katze nach der Operation einige Tage bei einem Familienmitglied verbringt. Daher sollte der Operationstermin unter Berücksichtigung dieses Faktors gewählt werden.
Bei der Voruntersuchung besteht das vorrangige Ziel darin, etwaige Anomalien zu erkennen, die den Erfolg der geplanten Operation beeinträchtigen könnten.
Tests und Impfungen
Falls Ihre Katze noch nicht geimpft ist, sollten die notwendigen Impfungen einige Wochen vor der Kastration erfolgen. Impfungen beschleunigen die Genesung, und der geschwächte Körper des Tieres kann Infektionskrankheiten besser abwehren.
Normalerweise gilt der Gesundheitszustand des Tieres nach der Untersuchung als zufriedenstellend, insbesondere wenn es sich um ein junges Tier handelt. In manchen Fällen geht die Vorbereitung der Katze auf die Kastration jedoch darüber hinaus und erfordert zusätzliche Untersuchungen. Zu diesen zusätzlichen Verfahren gehören:
- Ein biochemischer Bluttest. Dieser dient der Untersuchung geschwächter Katzen, die möglicherweise an inneren Organerkrankungen leiden. Typischerweise zeigen diese Tiere Appetitlosigkeit und stumpfes Fell.
- Ein komplettes Blutbild dient der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands Ihres Haustieres. Es kann auch zur Identifizierung von Blutparasiten eingesetzt werden.
- Urinanalyse. Sie dient der Beurteilung der Nierenfunktion und kann auch Entzündungen der Harnwege aufdecken. Es ist wichtig, die Urinprobe Ihrer Katze umgehend zur Analyse abzugeben. Bereits nach wenigen Stunden verändert sich der pH-Wert der Probe, was das Endergebnis verfälscht.

Das Haus vorbereiten
Die Vorbereitung einer Katze auf die Kastration zu Hause beginnt mit Fütterungseinschränkungen. Einen halben Tag vor der Operation sollte das Tier nicht mehr gefressen werden. In manchen Fällen kann es sogar notwendig sein, auf … zurückzugreifen. AbführmittelFalls die Katze Schwierigkeiten beim Stuhlgang hat, sollte ihr am Tag vor der Kastration ein Abführmittel verabreicht werden.
Ein leerer Magen ist für den bevorstehenden Eingriff wichtig. Sollte die Katze während des Eingriffs oder in den ersten Stunden danach erbrechen, besteht Erstickungsgefahr. Bei einer örtlichen Narkose ist ein leerer Magen jedoch unbedenklich. Die Katze kann die Stresssituation besser bewältigen und leidet seltener unter Reiseübelkeit. Wasser kann der Katze zwar gegeben werden, sollte aber drei Stunden vor dem Eingriff abgesetzt werden. Auf Wunsch kann der Hodensack rasiert werden. Dies ist jedoch nicht notwendig; der Chirurg kann dies übernehmen.
Vorbereitung auf die Operation
Auch die technischen Aspekte der Operationsvorbereitung Ihrer Katze sollten nicht vernachlässigt werden. Eine gute Vorbereitung auf den Tierarztbesuch ist wichtig. Konkret sollten Sie folgende Dinge zur Operation mitbringen:
- Decke für eine Katze;
- Handtuch;
- Dokumente (Ihre und gegebenenfalls die des Tieres).
Wenn die Katze eine reine Wohnungskatze ist und nie ins Freie geht, ist es zulässig, ihr ein leichtes Beruhigungsmittel zu verabreichen. Die geeignete Dosierung sollten Sie am besten mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Nach der Operation sollte die Katze einige Stunden allein gelassen werden. Am besten verbringt sie diese Zeit unter tierärztlicher Aufsicht. Manchmal kann das Aufwachen aus der Narkose den Zustand des operierten Tieres negativ beeinflussen. Die Katze kann folgende Symptome zeigen:
- Übererregung;
- Atemprobleme;
- Arrhythmie.
In besonders schweren Fällen kann das Herz des Tieres aufhören zu schlagen.
Die Ärzte sind sich solcher Fälle bewusst und bereit, bei Problemen zeitnah qualifizierte Hilfe zu leisten.
Haben Sie Fragen? Sie können diese dem Tierarzt unseres Webseiten-Teams in den Kommentaren unten stellen. Er wird sie so schnell wie möglich beantworten.
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