Wie man einem Hund beibringt, einen Stock zu apportieren und andere Dinge
Ein professioneller Hundetrainer kann Ihrem Hund beibringen, Stöcke, Spielzeug oder andere Gegenstände zu apportieren. Das Kommando „Apportieren“ wird geübt, sobald das Tier die Grundlagen beherrscht. Die ersten Trainingseinheiten sollten stattfinden, wenn der Hund sechs Monate alt ist. Der Besitzer muss bei den Trainingseinheiten anwesend sein, um die Regeln für die Zusammenarbeit mit dem Welpen zu lernen.
Inhalt
Merkmale der Ausbildung
Das Training beginnt, wenn der Welpe 5–7 Monate alt ist und Grundkommandos wie „Fuß“, „Nein“ und „Sitz“ beherrscht. Zu diesem Zeitpunkt sollte er Spielzeug sicher im Maul halten können. Die ersten Trainingseinheiten finden am besten zu Hause in vertrauter Umgebung statt. Nach 1–2 Wochen wird das Training nach draußen verlegt. Dabei sollten ruhige Plätze gewählt werden, damit der Hund nicht von Passanten oder anderen Hunden abgelenkt wird. Vor diesem Alter ist intensives Training nicht ratsam – das Skelett eines heranwachsenden Tieres ist noch zu schwach, und zu viel körperliche Anstrengung kann zu Verletzungen führen.
Zuerst sollte das Training an der Leine beginnen. Sobald der Welpe Kommandos klar befolgt und mit dem gewünschten Gegenstand zum Besitzer zurückkommt, kann die Leine gelöst werden. Die Wurfweite des Balls oder Spielzeugs kann dann schrittweise erhöht werden. Die korrekte Ausführung des Kommandos sollte anfangs mit einem Leckerli belohnt werden.

Die ersten Trainingseinheiten sollten nicht länger als 10 Minuten dauern. Später kann die Dauer auf 20–25 Minuten erhöht werden, mit bis zu drei Einheiten pro Tag. Das Werfen von Spielzeug ist maximal dreimal pro Einheit erlaubt – das Tier sollte vergnügt spielen und keine Anzeichen von Müdigkeit zeigen. Es empfiehlt sich, die Trainingseinheiten mit dem Üben anderer Kommandos abzuwechseln, um das Interesse des Welpen aufrechtzuerhalten.
Wie funktioniert das Training?
Ziel des Besitzers ist es, eine zuverlässige Reaktion auf das Kommando „Apportieren“ zu entwickeln, das die beiden Befehle „Bring“ und „Gib“ kombiniert. Für das Training ist es wichtig, ein geeignetes Objekt auszuwählen. Wenn der Welpe das Training als spannendes Spiel empfindet, lernt er schneller. Daher eignet sich am besten ein kleiner Ball oder ein anderes Lieblingsspielzeug.
Zuerst wird dem Hund der Befehl „Bring“ beigebracht:
- Man muss einen kleinen Gegenstand in die Hand nehmen und das Baby damit leicht necken, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.
- Wirf das Spielzeug und rufe dabei laut „Hol es!“. Der Welpe muss aktiv auf den Befehl reagieren – dem Spielzeug hinterherlaufen.
- Sobald das Tier den Ball oder das Quietschspielzeug im Maul hat, muss es durch Ziehen an der Leine zur Rückkehr zum Besitzer bewegt werden.
Ein unerzogener Hund, der einen Gegenstand vom Boden aufgehoben hat, spielt vergnügt weiter und gibt ihn seinem Besitzer nicht zurück. Deshalb ist es wichtig, ihm beizubringen, den Gegenstand zurückzubringen.
Wie man einem Welpen beibringt, einen Gegenstand abzugeben:
- Man sollte keine Gewalt anwenden, um das Spielzeug aus einem fest zusammengebissenen Maul zu ziehen – der Hund sollte das Spielzeug freiwillig hergeben.
- Du musst den Gegenstand gegen einen anderen oder gegen ein Leckerli eintauschen, indem du den Befehl „geben“ gibst.
Mit etwas Übung, Geduld und dem Ansehen professioneller Videos können Sie fast jedem Haustier das Apportieren beibringen. Um Ihrem Haustier die Aufgabe zu erleichtern, wählen Sie das richtige Spielzeug.
Welche Gegenstände sind im Training erlaubt?
Besitzer großer Hunderassen trainieren ihre Welpen üblicherweise mit einem Stock. Dieser sollte sorgfältig ausgewählt werden. Am besten eignet sich eine glatte, ebene Holzoberfläche, um zu verhindern, dass ein Astknoten das Maul verletzt oder einen Splitter im Kieferbereich hinterlässt.
Wenn Ihr Hund sein Lieblingsspielzeug wirft, ist ein Quietschspielzeug die beste Wahl. Das Geräusch, das beim Zusammendrücken des Spielzeugs entsteht, weckt zusätzliches Interesse und animiert ihn zum Weiterspielen. Zuhause können Sie jeden Gegenstand verwenden, der Ihrem Haustier gefällt, sogar gewöhnliche Hausschuhe.
Das Trainieren von Kommandos bei kleinen Zierhunderassen ist problematisch – die Mäuler von Spitz und Chihuahua sind nicht zum Tragen von Gegenständen geeignet.
Wie man ein komplexes Apportiertraining absolviert
Große Hunde können, wenn man schon im Welpenalter damit beginnt, Taschen oder Koffer für ihre Besitzer beim Einkaufen zu tragen. Erwachsene Hunde sind deutlich schwieriger zu trainieren. Beherrscht das Tier jedoch bereits das Kommando „Fuß“, gestaltet sich das Training einfacher.
Beim Training geben Sie beim Zurückkommen des Hundes mit dem Spielzeug das Kommando „Fuß“ und achten Sie mit der Leine darauf, dass der Welpe in dieselbe Richtung wie Sie weiterläuft. Bei korrekter Ausführung gibt es ein Leckerli.
Es ist ratsam, Jagdhunden beizubringen, etwas Essbares zu apportieren – ein Stück Käse, einen Cracker oder ein anderes Leckerli. Dieses Training ermöglicht es dem Hund, erlegtes Wild für seinen Besitzer zu bringen. Anfangs wird es dem Tier schwerfallen, dem Drang zu widerstehen, das Leckerli zu verschlingen, daher ist ein zusätzlicher Anreiz nötig. Dieser Anreiz besteht aus einem besonders schmackhaften Leckerli. Der Hund sollte sicher sein, dass er im Tausch gegen den Cracker ein Stück Wurst oder ein anderes Leckerli erhält.

Tipps von den Profis
Um einem Hund beizubringen, Dinge zu seinem Besitzer zu bringen und zurückzubringen, müssen mehrere wichtige Faktoren berücksichtigt werden:
- Sie müssen die Ausrüstung und das Zubehör im Voraus auswählen – eine lange Leine, bequeme Gegenstände;
- Jeder erfolgreiche Versuch sollte durch Leckerlis und Lob für Ihr Haustier gefördert werden;
- Trainieren Sie nur auf spielerische Weise.
Hundetrainer raten davon ab, den Hund vor dem Training zu füttern, da ein voller Magen die Aktivität verringert und die Motivation, für einen leckeren Happen zu arbeiten, verschwindet.
Es ist wichtig, auf das Wohlbefinden des Tieres zu achten – körperliche Aktivität ist nicht akzeptabel, wenn das Haustier Anzeichen von Schwäche zeigt.
Während des Trainings stoßen unerfahrene Hundehalter häufig auf drei Probleme:
- hört nicht auf Befehle;
- führt Befehle nicht korrekt aus;
- weigert sich aufzutreten.
Bei den ersten beiden Problemen fehlt es sowohl dem Besitzer als auch dem Tier an Grundkenntnissen, die sich leicht durch einen Besuch beim Hundetrainer aneignen lassen. Wenn das Tier einen Gegenstand nicht ins Maul nimmt, nehmen Sie ihn auf, legen Sie ihn in sein Maul, drücken Sie ihn sanft zusammen und halten Sie ihn dort einige Sekunden lang fest.
Fachleute raten von Täuschungsmanövern im Training ab, wie beispielsweise dem Vortäuschen eines Wurfs. Dieses „Spiel“ verwirrt das Tier und mindert sein Interesse am Training. Auch körperliche Bestrafung für Fehlschüsse ist inakzeptabel.

Das Kommando „Apportieren“ gehört nicht zum Grundtraining. Das Üben des Apportierens von Spielzeug macht Spaziergänge jedoch abwechslungsreicher und die Bewegung intensiver. Aktive Spiele stärken die Rumpfmuskulatur und das Skelett des Welpen und verringern das Risiko von Erkrankungen des Bewegungsapparates. Wichtig ist, dass der Besitzer viel Geduld hat und, auch beim Training mit einem Hundetrainer, aktiv mitarbeitet, um vollständigen Gehorsam zu gewährleisten.
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