Einem Hund den Befehl "Komm zu mir" beibringen

Die Hundeerziehung ist die wichtigste Aufgabe eines jeden Hundehalters. Ohne sie kann man sich in der Nähe seines Tieres nicht sicher fühlen. Ein Hund muss alle Befehle seines Besitzers bedingungslos befolgen und alles verstehen, was dieser sagt.

Die erste Gehorsamsübung besteht darin, Ihrem Welpen seinen Namen zu beibringen. Kennt er seinen Namen nicht, sind alle anderen Kommandos bedeutungslos. Ihr Welpe muss verstehen, dass Ihre Worte nur für ihn bestimmt sind und nicht für andere Hunde auf dem Spielplatz. Erst wenn Ihr Welpe reagiert (den Kopf in Ihre Richtung dreht, mit dem Schwanz wedelt und auf Sie zuläuft), können Sie ihm weitere Kommandos beibringen.

Wie man den Befehl "Komm" lehrt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihrem Hund nicht nur das Kommando „Komm“ beizubringen, sondern es auch dauerhaft in seinem Gedächtnis zu verankern.

Leckere Köstlichkeiten

Eine leckere Methode, Ihrem Hund das Kommando „Komm!“ beizubringen. Sie ist einfach und gleichzeitig äußerst effektiv. Diese Methode eignet sich für jedes Alter und erfordert neben Geduld auch viele Leckerlis. Gehen Sie ein kurzes Stück von Ihrem Hund weg, hocken Sie sich hin und breiten Sie die Arme aus. Rufen Sie den Welpen beim Namen und wiederholen Sie dabei immer wieder „Komm, komm!“. Sobald der Hund auf Sie zukommt, ermutigen Sie ihn, rufen Sie ihn liebevoll beim Namen und loben Sie ihn. Sobald er bei Ihnen ist, geben Sie ihm ein Leckerli.

Sie sollten mehrmals täglich üben, jeden Tag. Üben Sie aber nicht eine halbe Stunde am Stück. Babys ermüden schnell. Fünf Minuten reichen für die Kleinen meist völlig aus.

Vergrößern Sie jedes Mal den Abstand zwischen sich und dem Tier. Üben Sie nicht im Freien, es sei denn, Sie besitzen ein Privathaus mit einem umzäunten Garten (ohne Löcher oder Spalten im Boden, durch die das Jungtier entkommen könnte).

Sei geduldig und sanft.

Wiesel

Diese Methode ähnelt der vorherigen, nur dass Sie beim Rufen Ihres Haustieres liebevollere Worte verwenden. Wenn es sich nähert, streicheln Sie es und klopfen Sie ihm auf die Ohren (falls seine Ohren Stehohren sein sollen, berühren Sie sie erst, wenn sie vollständig aufgerichtet sind, da Sie sonst den Knorpel beschädigen und Ihr Hund später Hängeohren haben wird).

Spiel

Nimm das Lieblingsspielzeug deines Welpen. Verwende es wie bei der Leckerli-Methode. Dein Welpe wird sich schon freuen, wenn er angerannt kommt, also erfülle ihm diesen Wunsch – spiel mit ihm! Du kannst ihm auch sanft auf die Knie oder Oberschenkel klopfen, aber sei nicht zu fest, damit er sich nicht erschreckt.

Leine

Eine lange Leine ist notwendig. Es ist wichtig, dass sich der Hund beim Spielen frei fühlt. Rufen Sie ihn mit einem deutlichen „Komm“-Kommando. Wenn der Hund Sie ignoriert und keinerlei Beachtung schenkt, ziehen Sie sanft (und zwar wirklich sanft, nicht ruckartig oder ruckartig, nur ein bisschen) an der Leine. Ihr Hund wird Sie und das Leckerli in Ihrer Hand sehen und freudig herbeilaufen. Während Ihr Hund auf Sie zuläuft, wiederholen Sie das „Komm“-Kommando deutlich und klar (schreien Sie nicht; Ihr Ton sollte freundlich und sanft sein).

Was man beim Hundetraining vermeiden sollte

Verletze den Hund nicht.

  • Bestrafung von Gehorsam. Wenn Ihr Hund auf Ihren Ruf zu Ihnen kommt, sollten Sie ihn unter keinen Umständen dafür bestrafen, anschreien, schlagen oder wegjagen. Ein einziger solcher Fehler in der Welpenerziehung genügt, und all Ihre Mühe war umsonst. Sie verlieren das Vertrauen Ihres kleinen Lieblings.
  • Denselben Befehl immer und immer wieder zu wiederholen, wie ein Papagei, ist keine gute Idee. Jeder Befehl wird nur einmal gegeben. Wiederholen Sie ihn nicht, bis der Hund gehorcht. Andernfalls wird der Hund feststellen, dass es keine Rolle spielt, ob er beim ersten oder fünften Mal gehorcht.
  • Trainieren Sie Ihren Hund nicht in einer unruhigen Umgebung. Es ist sinnlos, ihn zu trainieren, wenn andere Tiere, Kinder oder Autos in der Nähe sind. Ihr Hund wird ständig abgelenkt sein und daher nicht gehorchen. Die Umgebung sollte ruhig sein.
  • Gib keinen Befehl, wenn du sicher bist, dass der Hund nicht reagieren wird. Andernfalls ist es bereits ein Misserfolg. Wenn der Welpe abgelenkt ist, ist es unwahrscheinlich, dass du Gehorsam erreichen kannst.
  • Wenn ihr nach Hause geht, leint euren Hund nicht sofort an. Sonst interpretiert er das Kommando „Komm“ als „Leine“. Ruft ihn, krault ihn hinter dem Ohr, streichelt ihn, lasst ihn eine Weile neben euch laufen oder stehen und leint ihn dann erst an.

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