Gerettete Katze

Eine gerettete Katze in Japan – erfahren Sie mehr über dieses wundervolle Haustier in unserem Artikel. Nur 30 Autominuten von der Stadt Wakayama im Südosten Japans entfernt liegt das gemütliche Städtchen Kinokawa. Hier herrscht ein entspanntes, ländliches Leben; die Frauen tragen traditionelle Kimonos, und große Einkaufszentren konnten die kleinen, familiengeführten Läden, die seit Generationen weitergegeben werden, nicht verdrängen.

Trotz des Fehlens architektonischer Denkmäler oder Museen kommen regelmäßig zahlreiche Touristen hierher, und – was am interessantesten ist – sie haben es nicht eilig, den Bahnhof zu verlassen. Ihr Ziel ist es, Tama, die Katze, zu treffen.

Sie ist festangestellte Mitarbeiterin der Japanischen Eisenbahn und arbeitet als Bahnhofsbegleiterin am Bahnhof Kishi. Um sicherzustellen, dass niemand an ihrer Katzenzugehörigkeit zweifelt, bekam sie sogar eine Markenmütze.

Retterkatze

Was geschah

Der Arbeitsalltag der Bahnhofsdirektorin ist extrem stressig. Tama schläft im Fahrkartenschalter, der zu ihrem persönlichen Büro umfunktioniert wurde, schlendert über den Bahnsteig und lässt sich mit Touristen fotografieren, was diese ungemein erfreut. Ihr Gehalt besteht aus unbegrenzten Lebensmitteln.

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Die Katze rettete den Bahnhof vor dem Verfall. Ohne diese flauschige Schönheit mit ihren Krallen hätte Kinokawa den Bahnhof und damit seine Verbindung zur Außenwelt verloren. Der fehlende Bahnverkehr hätte zum Untergang der Stadt geführt.

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Diese Strecke war nie beliebt. Im Jahr 2004 schloss die Nankai Electric Railways, die diesen Streckenabschnitt betrieb, den Bahnhof aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.

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Ein weiterer Marktteilnehmer, Wakayama Electric Railways, kaufte das verlustbringende Unternehmen samt Gleisabschnitt und ernannte 2007 Tama zum Bahnhofsvorsteher.

Die Katze begann ihre Karriere in einem Geschäft in der Nähe des Bahnhofs. Ihr Aufstieg vom bescheidenen Haustier zur Topmanagerin ist den findigen Marketingexperten der Bahngesellschaft zu verdanken, die die Katzenliebe der Japaner, die entgegenkommende Art des Katzenbesitzers und die Nähe des Geschäfts zum Bahnhof geschickt nutzten.

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Die Entscheidung erwies sich als erfolgreich; der Bahnhof Kishi erholte sich innerhalb von zwei Jahren von der Krise und erwirtschaftet nun beeindruckende Gewinne.

Die Zahl der Arbeitsplätze stieg, und Tama wurde zum Maskottchen und zu einer echten Marke. Ihr Bild ziert Souvenirs, Kalender und Tassen.

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Das Themen-Café ist besonders beliebt. Stuhllehnen in Form von Katzenköpfen, Geschirr mit Schwänzen und Ohren sowie die Namen der Speisen und Getränke passen ebenfalls zum Thema.

Das zentrale Thema des Konzepts sind jedoch die Züge – der Erdbeerzug, die Spielzeugeisenbahn und der Tama-Zug. Sie dienen der Unterhaltung und stellen eine Art Attraktion dar, die Touristen anlockt und Einnahmen generiert.

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