Wie man einen Husky zu Hause trainiert
Der Husky ist eine in Sibirien gezüchtete Schlittenhunderasse. Seine Eigenschaften unterscheiden ihn grundlegend von allen europäischen Rassen, da die harten Lebensbedingungen diesen Tieren einzigartige Eigenschaften verliehen haben. Bevor man einen Husky zu Hause trainiert, ist es wichtig, seine genetischen Merkmale zu verstehen, um sie gezielt zu fördern und das Training an die Bedürfnisse des Hundes anzupassen.

Inhalt
Charakter und Temperament
Die Rasse des Sibirischen Huskys entwickelte sich über Jahrhunderte in einer Welt, in der es kein Privateigentum gab und die Eroberung riesiger Gebiete nur mit Schlittenhunden möglich war, die oft von verschiedenen Personen genutzt wurden. Alle Hunde in einem Schlitten mussten synchron arbeiten, und Faulpelze wurden von der Meute selbst bestraft.
Aus diesen Gründen haben Vertreter dieser Rasse folgende Gewohnheiten entwickelt:
- mangelndes Interesse am Schutz und mangelndes Verständnis dafür, wann, wen und warum man bellen soll;
- der Wunsch, zu dominieren und die eigenen Regeln durchzusetzen, oft verbunden mit aggressivem Verhalten;
- den Wunsch, mit vollem Einsatz zu arbeiten und den „Beitrag“ anderer wertzuschätzen;
- Neigung zur Nachahmung;
- ein hochentwickelter Jagdinstinkt, daher die mangelnden Fähigkeiten zur Kommunikation mit anderen Haustieren, die als Beute wahrgenommen werden;
- schwache Bindung an den Besitzer, Neigung zum Vagabundenleben.
Die einzigartigen Charaktereigenschaften des Huskys erfordern den richtigen Umgang, nicht nur in der Erziehung, sondern auch im Alltag. Diese Rasse ist absolut nicht für Hundeanfänger geeignet, da die Erziehung eines Huskys für jemanden, der damit nicht vertraut ist, sehr schwierig sein kann.

Wo soll ich anfangen?
Es wird empfohlen, mit dem Training eines Huskys im Alter von 2 bis 2,5 Monaten zu beginnen. Bei der Anschaffung eines Hundes sollte das Training vom ersten Moment an beginnen, in dem er ins Haus kommt; andernfalls wird die Sturheit des Tieres vielen allen – Familienmitgliedern und anderen Tieren gleichermaßen – Probleme bereiten.
Zunächst müssen klare Inhaltsregeln festgelegt werden:
- Schlafplatz;
- Fütterungsmodus;
- Akzeptables und inakzeptables Verhalten.
Diese Regeln können geändert werden, aber nur auf Initiative des Besitzers und nicht nach Belieben des Haustiers.
Gleichzeitig müssen Sie bei Ihrem Husky folgende Gewohnheiten und Fähigkeiten entwickeln:
- Um auf seinen Namen zu reagieren. Der Hund wird in jeder Situation, die ihm gefällt, mit seinem Namen gerufen (vor dem Füttern, beim Spielen oder beim Streicheln).
- Um den „Anführer der Gruppe“ zu verstehen, sollte es sich dabei um das Familienmitglied mit dem stärksten Charakter handeln, das jedes unerwünschte Verhalten absolut unterdrückt und nicht die geringste Nachsicht duldet.
- Zur Stubenreinheitserziehung wird der Welpe direkt nach dem Aufwachen, nach jeder Fütterung oder sobald er sich beruhigt, zum Katzenklo gebracht. Loben und belohnen Sie ihn für seine Erfolge, besonders im Freien. Reinigen Sie anschließend das Katzenklo und gehen Sie regelmäßig nach Plan mit ihm Gassi.
- Um den Welpen an das Halsband zu gewöhnen, legen Sie es ihm zunächst nur kurz an. Versucht er, es abzunehmen, lenken Sie ihn mit einem Spiel oder einem Leckerli ab. Am besten machen Sie das kurz vor dem Spaziergang, damit der Welpe weiß, dass es Zeit ist.

- Für Entwöhnung vom BeißenBeenden Sie das Spiel sofort, wenn der Husky auch nur leicht zubeißt, und zwingen Sie ihn energisch zum Sitzen. Beißt er außerhalb des Spiels, halten Sie ihm die Hand zu oder drücken Sie seinen Kopf auf den Boden. Um zu verhindern, dass er an Schuhen oder anderen Gegenständen kaut, geben Sie ihm sein eigenes Spielzeug und lassen Sie ihn auch alte „menschliche“ Dinge nicht anfassen.
- Um Aggressionen während der tierärztlichen Untersuchung zu vermeiden, werden Leckerlis und Lob für gutes Verhalten angeboten.
Wenn der Husky nicht nachgibt Ausbildung und BildungWenn Ihr Hund Kommandos ignoriert und weiterhin beißt, ist es ratsam, mehrere Trainingseinheiten mit einem Hundetrainer zu vereinbaren. Ein qualifizierter Profi wird Ihnen nicht nur den richtigen Umgang mit einem solchen Hund zeigen, sondern Ihnen auch beibringen, wie Sie mit einem so sturen Tier richtig umgehen.
Kommandoausbildung
Ein artgerechtes Husky-Training zu Hause sollte regelmäßig und am besten spielerisch erfolgen, damit Ihrem Hund nicht langweilig wird. Bleiben Sie während des Trainings ruhig und sprechen Sie mit Ihrem „Schüler“ in einem ruhigen, gleichmäßigen Ton. Diese Rasse reagiert am besten auf Aufforderungen und mag keine schrillen oder befehlenden Töne.

Kommandoausbildung Die Durchführung sollte gemäß den folgenden Regeln erfolgen:
- „Komm!“ – Sagen Sie das Kommando aus kurzer Entfernung gleichmäßig und halten Sie dabei ein Leckerli bereit. Loben Sie den Hund, sobald er sich bewegt, und geben Sie ihm das Leckerli, sobald er näher kommt. Verwenden Sie dieses Kommando bei jeder Fütterung.
- „Platz!“ – das sagen wir von Anfang an, wenn wir den Welpen an seinen vorgesehenen Platz bringen. Damit er von selbst dorthin zurückkehrt, legen wir ein Leckerli hin. Sollte er sich beharrlich weigern, zurückzukehren, überprüfen wir ihn auf mögliche Probleme (Huskys mögen keine Zugluft oder andere Unannehmlichkeiten).
- „Pfui!“ – Unerwünschte Handlungen werden mit solchen Worten und entsprechenden Maßnahmen sofort unterbunden: Der verbotene Gegenstand wird weggenommen, das Kind wird vom Gefahrenort weggeschoben. Bei Wiederholung wird das Kind zu Boden gedrückt.
- „Sitz!“ – Zeigen Sie das Leckerli so hoch, dass Ihr Haustier sich hinsetzen und es ansehen kann. Falls es das nicht tut, drücken Sie sanft auf seinen Po.
- «Nahe!„– Halten Sie den Hund an der Leine nah bei sich, egal ob Sie stehen bleiben oder sich bewegen. Versuche, sich zu entfernen, werden durch einen Ruck an der Leine gestoppt.“
- „Lass es los!“ ist das Wort, das man benutzt, wenn ein Haustier von selbst bellt oder wenn man es neckt, damit es reagiert. Huskys heulen oft auf dieses Kommando hin, aber auch das ist eine Stimme.
Für das Befolgen von Befehlen muss das Tier mit einem Leckerli oder Lob belohnt werden.

Wichtig! Das Husky-Training muss stets nach den festgelegten Regeln erfolgen. Auch die Kommandos, mit denen der Hund bestimmte Aktionen ausführen soll, dürfen nicht verändert werden.
Belohnungen und Bestrafungen
Eine artgerechte Husky-Erziehung zu Hause basiert stets auf einem System aus Belohnung und Bestrafung. Anfangs sollten Leckerlis die vorherrschende Belohnung sein, doch im Laufe des Trainings sollte Lob zunehmend an ihre Stelle treten.
Schlagen als Strafe für einen Husky ist strengstens verboten, da dies zu Gegenwehr führen kann. Sollte sich das Tier danebenbenehmen oder ungehorsam sein, drücken Sie es zu Boden und halten Sie es fest, bis es sich nicht mehr wehrt. Alternativ können Sie es kurz am Fell über dem Nacken hochheben und festhalten. Es ist entscheidend, dass die Strafe unmittelbar auf das Fehlverhalten folgt, da das Tier sonst keinen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen herstellen kann.
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