Wie man einem Hund Pulver verabreicht
Wenn Sie einen Hund zu Hause haben, müssen Sie ihm häufig Medikamente in Pulverform verabreichen, um Krankheiten vorzubeugen oder sie zu behandeln. Dies kann zu Hause im Rahmen der routinemäßigen Entwurmung oder einer ambulanten Behandlung erfolgen.
Manche Haustiere fressen alles, was man ihnen gibt, doch die meisten Hunde zögern, Medikamente freiwillig einzunehmen. Diese Tiere haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und können fremde Gerüche leicht erkennen, indem sie das Pulver einfach unter ihr Futter mischen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, einen Hund dazu zu bringen, das ungenießbare Pulver zu akzeptieren.

Methode eins – „Tarnung“
Am einfachsten ist es, das Medikament in ein Stück Käse, Hackfleisch oder Leber zu geben. Klebrige, duftende Erdnussbutter eignet sich gut als „Kapsel“: Hunde schlucken sie normalerweise zusammen mit dem Pulver im Ganzen.
Tierapotheken verkaufen spezielle Maskierungspasten und -taschen. Die Paste enthält Maissirup, Pflanzenöl, Trockenkäse, Reiskleie, getrocknetes Fleisch oder Leber, natürliche Aromen, Hefe und weitere nützliche Zutaten. Sie hat eine knetbare Konsistenz und lässt sich daher leicht in Medikamente einwickeln. Die Maskierungstaschen sind gebrauchsfertige, essbare Mini-Beutel, in die Tabletten oder Pulver eingelegt werden können. Sie enthalten nahrhafte und schmackhafte Zutaten für Hunde: natürliches Fleisch, Fisch und Getreidemehl, Pflanzenöl, Hefe, Vitamine, Maissirup und natürliche Aromen.
Die Maskierungsmethode eignet sich besser, wenn das Medikament dem Hund während der Mahlzeiten verabreicht werden soll, und ist vor allem für Pulver mit neutralem Geruch und Geschmack geeignet. Besonders wählerische Hunde können Bitterkeit oder einen fremden Geruch wahrnehmen und ein ungewohntes Leckerli, wie beispielsweise einen kleinen Klecks Paste oder einen kapselförmigen Beutel, verweigern.

Die zweite Methode ist die Zugabe von Pulver zu Flüssigkeit
Pulverförmige Medikamente können Hunden verabreicht werden, indem man sie mit Wasser vermischt. Ihr Hund wird diese Mischung natürlich nicht einfach löffelweise schlucken wollen; sie muss ihm in den Rachen gelockt werden. Daher eignet sich diese Methode eher für ruhige und gehorsame Hunde, während überaktive Tiere eine helfende Hand benötigen. Es gibt zwei Möglichkeiten, das pulverförmige Medikament mit Flüssigkeit zu verabreichen.
Eine einfachere Methode, bei der das Maul des Hundes nicht weit geöffnet werden muss, ist die Verwendung einer Spritze ohne Nadel. Das Pulver wird gründlich mit etwas warmem Wasser vermischt; es muss sich nicht vollständig auflösen, sondern nur eine homogene Suspension bilden. Die entstandene Flüssigkeit wird in die Spritze aufgezogen. Die Lefzen des Hundes werden leicht gespreizt, die Spritze in die Wange eingeführt und der Inhalt langsam ins Maul gespritzt. Dies sollte vermieden werden, damit die Flüssigkeit nicht in den Kehlkopf gelangt. Sobald die gesamte Suspension in die Mundhöhle gelangt ist, werden die Kiefer des Hundes für einige Minuten geschlossen gehalten, um das Schlucken zu fördern.
Wenn Ihr Hund nicht besonders gehorsam ist, sollte die Behandlung von zwei Personen durchgeführt werden. Eine Person hält den Kopf des Tieres fest, öffnet das Maul und führt zwei Mittelfinger seitlich in die Backe ein, um diese zu ziehen. Die zweite Person führt die Spritze vorsichtig in die entstandene Öffnung ein und injiziert nach kurzem Zögern das Medikament in die Backe des Hundes. Der Kopf des Hundes wird dabei leicht nach hinten geneigt gehalten, um ein Auslaufen des Medikaments zu verhindern.
Das mit Wasser verdünnte Pulver kann gemäß der Videoanleitung verabreicht werden. Geben Sie dem Hund flüssige Medizin:
Lesen Sie vor der Verabreichung von Medikamenten an Ihren Hund die Packungsbeilage sorgfältig durch und befolgen Sie diese genau. Manche Medikamente müssen auf nüchternen Magen eingenommen werden, andere während oder nach den Mahlzeiten. Die Einhaltung dieser Anweisungen ist unerlässlich, da die Medikamente sonst wirkungslos sind und Ihrem Hund sogar schaden können.
Es ist unmöglich, einem Tier zu erklären, dass ein geschmackloses Medikament eine Krankheit heilt oder deren Fortschreiten verhindert. Der Besitzer muss Geduld und etwas Geschick aufbringen, um das Tier zum Fressen des Pulvers zu bewegen und es ihm so schmackhaft wie möglich zu machen.
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