Ca de Bou (Major Mastiff)
Der Ca de Bou ist ein muskulöser Hüne mit einem charmanten Lächeln, das Uneingeweihte leicht mit der Offenheit und Freundlichkeit dieser vierbeinigen Giganten verwechseln könnten. Einst waren sie furchtlose Stierkämpfer, treue Wachhunde und Kampfhunde. Heute sind sie vor allem ruhige und ausgeglichene Begleithunde, haben aber ihre Wachinstinkte bewahrt. Weitere Bezeichnungen für die Hunderasse Ca de Bou sind Mallorquinischer Mastiff oder Perro Dogo Mallorquin.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Die Geschichte dieser Rasse reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Malta gilt zu Recht als Geburtsort des Ca de Bou. Die Entwicklung der Schifffahrt im Mittelmeerraum führte zum Austausch kultureller und anderer Werte zwischen den Völkern des Ostens und des Westens. Handelsbeziehungen erleichterten den Handel mit Nutztieren, insbesondere mit Wach- und Schutzhunden. Kräftige Hunde mit kräftigen Zähnen waren gefragt, wobei Mastiffs prominente Beispiele hierfür sind.
Als Mallorca britischer Besitz wurde, gelangten englische Hunde auf die Insel und vermischten sich mit einheimischen Rassen. Der Ca de Bou soll von Englischen Bulldoggen und Alanos abstammen, die damals auf der Iberischen Halbinsel weit verbreitet waren. Mittelgroße mallorquinische Mastiffs wurden als Wach-, Schutz- und Kampfhunde eingesetzt. Ihre größte Beliebtheit verdankten sie jedoch ihrer Eignung als Stierkampfhunde. Tatsächlich bedeutet der Name Ca de Bou übersetzt „Stier“.
Der Charakter der Mallorca-Bulldoggen wurde nicht primär durch Kämpfe geprägt. Im Alltag wurde von ihnen bedingungsloser Gehorsam und Fehlerfreiheit erwartet. Anders konnten sie nicht überleben. Spanische Kynologen geben zu, ihren Hunden Mallorca-Blut eingekreuzt zu haben, um sie weniger stur und unabhängig zu machen.
Die Rasse wurde 1923 im spanischen Zuchtbuch erwähnt, doch der erste offizielle Nachweis des Perro Dogo Mallorquin erfolgte erst nach Ausstellungen in Barcelona 1928/29. Im 20. Jahrhundert erlebte die Rasse schwere Zeiten, und nur wenige Exemplare überlebten. Für die Wiederbelebung und den Wiederaufbau der Rasse wurden Exemplare des alten Typs verwendet. Englische Bulldoggen1964 wurde die Rasse von der FCI anerkannt. Moderne Caddebos sind keine Kampfhunde; ihre Hauptaufgabe ist es, Begleit- und Familienhunde zu sein.
Videobewertung der Rasse Ca de Bou (Spanisch: Perro Dogo Mallorquín)
Erscheinungsbild und Standards von Ca de Bou
Würde man jemanden, der den Ca de Bou nicht kennt, bitten, die Rasse in wenigen Worten zu beschreiben, wären Kraft und Adel wohl die treffendsten. Der Ca de Bou hat das typische Molosser-Aussehen – ein kräftiger, muskulöser Hund mit leicht gestrecktem Körperbau. Der Geschlechtsdimorphismus ist sehr ausgeprägt und zeigt sich im größeren Kopfumfang und der größeren Körpergröße der Rüden. Widerristhöhe: 52–58 cm. Gewicht: 30–38 kg.
Kopf und Schnauze
Der Schädel ist breit, nahezu quadratisch (der Umfang ist größer als die Widerristhöhe). Der Kopf ist massiv. Die Stirn ist breit, flach und weist eine ausgeprägte Furche auf. Der Stop ist scharf. Die Schnauze ist konisch mit breiter Basis. Die Augen sind dunkel, oval, groß, weit geöffnet und relativ weit auseinanderstehend. Die Ohren sind hoch angesetzt, auf Knorpel gestützt und nach hinten gezogen. Im entspannten Zustand reichen die Ohrspitzen bis unter die Augenlinie. Die Gesichtsmuskulatur ist sehr gut entwickelt. Die Nase ist schwarz. Die Lefzen sind fleischig, die Oberlippe ist straff, die Unterlippe bildet eine Falte. Der Biss ist ein Vorbiss (maximal 1 cm). Weiße, kräftige Zähne sollten bei geschlossenem Maul nicht sichtbar sein.
Körperbau
Der Hals ist kräftig, stark und proportional zur Körpergröße. Die Brust ist tief und zylindrisch. Die Schulterblätter stehen weit auseinander. Der Bauch ist aufgezogen. Die Kruppe fällt in einem Winkel von 30° ab. Die Gliedmaßen sind kurz und muskulös. Die Pfoten sind oval. Die Ballen sind vorzugsweise pigmentiert. Die Haut ist fest und dick und liegt eng am Körper an; eine Wamme ist nur am Hals zulässig.
Fell und Farben
Das Fell ist glatt, kurz und fühlt sich hart an. Es gibt drei Hauptfarben:
- Tiger (dunklere Töne werden bevorzugt);
- Hirsche (dunkle Farbtöne sind erwünscht);
- Schwarz.
Weiße Abzeichen sind an Brust, Pfoten und Schnauze zulässig, jedoch nicht mehr als 30 %. Eine dunkle Maske an der Schnauze ist ebenfalls zulässig.

Charakter- und psychologisches Porträt
Beim Anblick von Fotos der Hunderasse Cadebo entsteht bei vielen Menschen ein falscher Eindruck von ihrem Charakter. Sofort entsteht das Bild eines wilden Kämpfers, aggressiv und schwer zu kontrollieren.
Mallorca-Mastiffs sind in ihrer Familie so zutraulich wie kleine Kätzchen. Sie integrieren sich mühelos in Gruppen und eignen sich daher gut für Familien mit kleinen Kindern. Diese Hunde zeigen keine klare Vorliebe für eine bestimmte Person, sondern sind loyal und anhänglich gegenüber allen, tolerant gegenüber Freunden und Gästen und unbestechlich gegenüber Fremden. Vertreter dieser Rasse sind von Natur aus begabte Wach- und Schutzhunde und neigen nicht zu unprovozierter Aggression.
Wie viele andere Molosser hat auch der Caddebo ein eher phlegmatisches Wesen. Er ist nachdenklich, ruhig und ausgeglichen und stürmt nicht bei jedem kleinsten Geräusch zur Haustür. Zuhause liegt er am liebsten still in einer Ecke mit seinem Lieblingsball oder macht ein Nickerchen. Gleichzeitig begleitet er Sie gerne beim morgendlichen Joggen und ist bei Ausflügen immer als Erster im Auto dabei. Er ist nie anhänglich und spürt Ihre Stimmung perfekt; er nervt Sie nicht mit Spielen, ist aber für jede Idee offen.
Ca de Bou sind ruhig und freundlich, sie bellen oder zeigen niemals grundlos Aggressionen, aber wenn nötig, sind sie in der Lage, sich blitzschnell in Leibwächter zu verwandeln und zur Rettung zu eilen.
Caddebos verkörpern die besten Eigenschaften von Begleithunden, die zur Gruppe der Wach- und Schutzhunde gehören. Sie sind kompakt, haben ein sanftes Wesen und sind anderen Tieren und Menschen gegenüber loyal.

Ausbildung und Schulung der Cadebo
Ca de Bous sind leicht zu erziehen und zu disziplinieren, was aber bereits im ersten Lebensmonat beginnen sollte. Jegliche Versuche des Welpen, eine dominante Position im Rudel einzunehmen, sollten unterbunden werden. Manchmal kann der Hund faul oder stur sein; in diesem Fall muss der Besitzer einen Weg finden, ihn zu beschäftigen. Dank ihres bulldoggenartigen Selbstbewusstseins und ihrer starken Psyche passen sie sich problemlos jeder Umgebung an, und ihre natürliche Ruhe wird von Nachbarn und anderen geschätzt. Ca de Bous sind sehr intelligent und leicht zu erziehen, und unerwünschte Verhaltensweisen lassen sich mit dem richtigen Training korrigieren.
- 1-3 Monate. Grundgehorsam und Erziehung. Gewöhnung des Welpen an Menschen, Umwelteinflüsse, seinen Platz, Sauberkeit, Namen, Halsband, Fütterung und Grundkommandos: „Nein!“, „Komm!“, „Geh spazieren!“
- 3–6 Monate. Zusätzlich zum Üben der bereits erlernten Fähigkeiten werden dem Hund Kommandos wie „Bleib!“, „Fuß!“, „Sitz!“, „Steh!“ und andere beigebracht. Sozialisierung, Halsband-, Leinen- und Maulkorbtraining sind in dieser Zeit wichtig.
- 6–8 Monate. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Hund bereits die Grundkommandos kennen und befolgen sowie die grundlegendsten Gehorsamsübungen beherrschen: die Suche nach Gegenständen mit der Nase und das Misstrauen gegenüber Fremden. Es wird empfohlen, mit dem Training zu beginnen oder es abzuschließen. allgemeiner Ausbildungskurs.
- Nach 8 Monaten ist ein gehorsamer und wohlerzogener Hund bereit, den Wachdienst zu übernehmen.
Die Rasse ist recht komplex, und ohne entsprechende Erfahrung sollte man einen Hund nicht selbst zum Wach- und Schutzhund ausbilden.

Inhalt
Der Perro Dogo Mallorquin eignet sich ideal für das Stadtleben und fühlt sich auch in einer Wohnung wohl. Er benötigt mäßige Bewegung. Bei starkem Frost sollten die Spaziergänge verkürzt und die Nahrung kalorienreicher gestaltet werden. Die Kleidung kann, falls gewünscht, dem Wetter angepasst werden. Manche lassen sich von der Beschreibung des Aussehens des Cadebo täuschen: Wie andere mastiffartige Hunde haben sie zwar hängende Lefzen, sabbern aber nicht übermäßig und ihre Schnauze bleibt stets trocken. Natürlich können Cadebos auch destruktiv sein und beispielsweise Hausschuhe zerkauen oder Tapeten zerreißen. Dies deutet jedoch meist darauf hin, dass der Hund nicht ausreichend körperlich und geistig gefordert wird oder ihm in Zeiten der Einsamkeit einfach keine Kauspielzeuge zur Verfügung gestellt wurden.
Pflege eines Cadebo
Die Fellpflege ist einfach. Eine tägliche Kontrolle ist notwendig. Eingetrockneter Schleim in den Augenwinkeln kann mit einem in klarem Wasser angefeuchteten Tuch entfernt werden. Die Ohren werden nach Bedarf gereinigt. Zur Zahnpflege sollten Kauartikel wie Kauknochen und Zuckerknochen angeboten werden. Bildet sich Zahnbelag oder Zahnstein zu schnell, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Gegebenenfalls sind eine Futterumstellung und eine Untersuchung der inneren Organe erforderlich. Die Krallen sollten auf normaler Länge gehalten werden. Falls sie sich beim Spazierengehen nicht abnutzen, sollten sie mit einer Krallenschere gekürzt werden.
Am besten massieren Sie das Fell Ihres Hundes täglich mit einem Massagehandschuh. Das reduziert den Fellverlust, verbessert das Aussehen und sorgt dafür, dass sich Ihr Hund wohlfühlt. Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, etwa einmal im Monat. Bei regnerischem, matschigem Wetter ist ein Bad nach jedem Spaziergang nicht nötig. Ein Abwischen mit einem feuchten Tuch oder kurzes Abduschen genügt, damit das Fell schnell trocknet.

Diät
Die richtige Ernährung ist der Schlüssel zu optimaler Gesundheit und Wohlbefinden beim Hund. Ob man natürliches Futter oder Trockenfutter füttert, ist eine persönliche Entscheidung. Beide Varianten sind akzeptabel.
Die gewählte Ernährung sollte gesund und nährstoffreich sein. Dies zeigt sich in einem glänzenden Fell und einem guten Gesundheitszustand.
Natürlich sollte der Hund das Futter mögen und der Preis für den Besitzer akzeptabel sein. Das bedeutet aber nicht, dass man ihm einfach alles geben kann, auch keine Essensreste. Das Futter sollte stets separat und nach allen notwendigen Regeln zubereitet werden. Ist dies nicht möglich, empfiehlt sich Fertigfutter.

Gesundheit, Krankheit und Lebenserwartung
Vertreter dieser Rasse sind für ihre robuste Gesundheit und ihr starkes Immunsystem bekannt. Um jedoch sicherzustellen, dass der Hund in Topform bleibt, muss seiner Ernährung und seinem Bewegungsbedarf besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Vorbeugung ist ebenso wichtig. Wie andere Hunde auch, benötigt der Ca de Bou regelmäßige Pflege. Impfungregelmäßige Entwurmung und Behandlung gegen äußere Parasiten.
Die Rasse hat eine genetische Veranlagung für eine Reihe von Erkrankungen:
- Myositis;
- Lebererkrankungen;
- Hüftdysplasie.
- Hunde mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig für Demodikose;
- Im Erwachsenenalter entwickeln sich häufig verschiedene Arten von Krebserkrankungen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 12-13 Jahre.

Auswahl eines Cadebo-Welpen und Preis
Wachinstinkte werden Welpen genetisch vererbt, doch es ist wichtig, dass der erwachsene Hund gesund ist und ein ausgeglichenes Wesen hat. Bei der Auswahl eines neuen Familienmitglieds sollte man die Persönlichkeit und die Lebensbedingungen der Elterntiere sowie das Engagement des Züchters für die langfristige Unterstützung bei Aufzucht, Fütterung und Pflege berücksichtigen. Ein Caddebo wird für die nächsten zehn Jahre ein vollwertiges Familienmitglied sein, daher sollte der Welpenkauf keine rein emotionale Entscheidung sein.
Wenn Sie sich in Ihrem Wissen unsicher sind, sollten Sie am besten einen Rasseexperten konsultieren. Falls Sie mehr als nur einen treuen Begleiter suchen, beispielsweise einen zukünftigen Ausstellungschampion oder Zuchthund, ist der Besuch von Ausstellungen und der Austausch mit Züchtern unerlässlich, da es sehr schwierig ist, einen Champion unter den Welpen zu erkennen.
Säuglinge werden frühestens im Alter von 30 bis 40 Tagen untersucht. Schon in diesem Alter ist es notwendig, ihren Biss zu überprüfen und sicherzustellen, dass er den Normen entspricht.
Ein charakteristisches Merkmal von Ca de Bou-Welpen ist der Höcker auf ihrem Kopf. Dieser lässt Rückschlüsse auf die spätere Größe des Hundes zu. Auch die Fellfarbe spielt eine Rolle. Die Welpen sollten sauber und gesund, aktiv und neugierig sein. Ihr Verhalten sollte keinerlei Anzeichen von Ängstlichkeit oder Aggression erkennen lassen. Ein Ca de Bou ist keine Rasse, die man allein anhand von Online-Fotos auswählen sollte, selbst wenn der Preis des Welpen verlockend erscheint.
Majorca-Mastiff-Welpen mit Papieren kosten durchschnittlich 25.000–35.000 Rubel. Kleine Ca de Bou von Elitezüchtern oder in seltenen Farben können um die 50.000 Rubel kosten. Der Preis für Mischlinge oder Welpen aus unkontrollierten Verpaarungen liegt in der Regel unter 10.000–15.000 Rubel.
Fotos
Fotos von Ca de Bou Welpen, Junghunden und erwachsenen Hunden
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