Hachiko: eine Hunderasse aus dem Film
Jeder kennt Hachiko und seine unglaubliche Treue. Zahlreiche Artikel wurden über ihn geschrieben, und es wurden sogar mehrere Filme über ihn gedreht. Hachiko ist seit Langem ein Synonym für Loyalität; sein Name ist seit fast einem Jahrhundert in aller Munde. Der beliebteste und berührendste Film, der schon viele Zuschauer zu Tränen gerührt hat, ist der Hollywood-Film „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“. Natürlich möchten viele mehr über diese einzigartige und faszinierende Rasse erfahren und mehr über ihren Charakter und ihre Eigenschaften lernen. Um welche Rasse handelt es sich bei dem Hund in „Hachiko“? Wie viel kostet er, und wie pflegt man ihn? Wann wurde er gezüchtet, und für wen eignet er sich? Wie unterscheidet sich diese Rasse von anderen? Was ist die wahre Geschichte dieses treuen Hundes, und warum ist er so beliebt geworden? Wir versuchen, Ihnen all das zu erzählen.
Inhalt
Die Geschichte von Hachiko: Wie alles begann
Im Jahr 1924 wurde in einer kleinen japanischen Provinz im Haus eines Bauern ein Welpe geboren und Hidesaburo Ueno, einem Professor der Universität Tokio, geschenkt. Der ältere Herr liebte Tiere und nahm das Geschenk dankbar an. Der Welpe wurde Uenos achtes Haustier und erhielt den einfachen Spitznamen Hachi („Achter“ auf Japanisch) oder kurz Hachiko, eine liebevolle Verkleinerungsform. Der Hund wuchs zu einem freundlichen und intelligenten Haustier heran und wurde ein treuer Freund seines geliebten Besitzers.

Jeden Tag fuhr der Professor zur Universität, und der treue Hund trottete neben ihm her, um Herrn Ueno zum Bahnhof zu begleiten und dann allein zurückzukehren. Man kann nur mutmaßen, wie der Hund die Uhrzeit so genau erraten hatte, und pünktlich um 15:00 Uhr kehrte er zum Bahnhof zurück, um auf den Zug seines Herrchens zu warten. Diese Tradition, eine Art Ritual, wurde nicht nur für die Angestellten des Bahnhofs Shibuya, sondern auch für die Fahrgäste zur Gewohnheit.
Doch eines Tages schlug das Schicksal zu: Herr Ueno erlitt während einer Vorlesung einen Herzinfarkt und starb plötzlich. Hachikō wartete wie gewohnt an seinem Platz auf ihn, doch sein Herrchen kehrte weder an diesem Abend noch in den folgenden Tagen nach Hause zurück. Jeden Tag war der Hund am Bahnhof und beobachtete mit seinen treuen Augen ängstlich die aussteigenden Fahrgäste, doch sein Herrchen war nicht unter ihnen. Die Menschen, die sich bereits an den Anblick ihres treuen Hundes gewöhnt hatten, versuchten ihn zu trösten: Sie streichelten ihn, fütterten ihn und sprachen mit ihm.
Zunächst versuchten die Freunde und Verwandten des verstorbenen Professors, eine neue Bleibe für Hachikō zu finden, doch dieser weigerte sich standhaft, den Verlust seines Freundes zu akzeptieren. Jeden Tag kehrte er zum Bahnhof zurück, um den Zug zu empfangen. Er wartete bis zur Dunkelheit, bis der letzte Zug abgefahren war, kehrte dann zum Haus seines Herrn zurück und verbrachte die Nacht auf der Veranda, nur um am nächsten Morgen voller banger Erwartung wieder zum Bahnhof zu kommen. Dies ging sieben Jahre lang so. Die Kunde von Hachikō verbreitete sich in ganz Tokio, und die Zeitungen berichteten über ihn.
Hachikō wurde zur Legende; die Menschen kamen extra zum Bahnhof, um den treuen Hund mit eigenen Augen zu sehen. Niemand konnte verstehen, was in dem Herzen des Hundes vorging, der weiterhin an Wunder glaubte und jahrelang geduldig auf die Rückkehr seines Freundes wartete. Es war unmöglich zu begreifen, genauso wie es unmöglich war, dem Hund zu erklären, warum sein Herrchen noch nicht da war. Und Hachikō selbst ahnte wohl nichts von dem Ruhm, der ihm zuteilgeworden war; er wartete einfach weiterhin treu, seine sehnsüchtigen Augen voller Hoffnung in die Ferne gerichtet.

Am 21. April 1934 wurde das Bronzedenkmal „Treue Hachikō“ enthüllt. Der Hund war das erste Tier in der Geschichte, das bereits zu Lebzeiten als Symbol der Treue verewigt wurde. Er wartete noch ein Jahr lang neben seinem Denkmal auf seinen Besitzer, bis zu seinem Tod. Er starb am 8. März 1935 an Krebs. Nach seinem Tod wurde eine Staatstrauer ausgerufen. Die Bronzestatue des treuen Hundes Hachikō steht noch immer an ihrem ursprünglichen Standort in der Nähe des Bahnhofs Shibuya und ist ein beliebter Treffpunkt für Paare.
Hachiko der Hund und Kino
Die Geschichte von Hachikōs Treue hat das Kino in ihren Bann gezogen. Die tiefe Liebe, die ergreifende Geschichte und die entwaffnende Loyalität dieses selbstlosen Tieres haben Filmemacher weltweit tief bewegt. 1987 erschien der japanische Film „Hachiko: Die Geschichte von Hachikō“, und 2008 veröffentlichte die amerikanische Filmfirma Grand Army Entertainment ein Remake mit dem Titel „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“, in dem Richard Gere die Hauptrolle spielte.

Die Geschichte des treuen Hundes ist weltweit bekannt geworden, und Touristen aus aller Welt, die Japan besuchen, planen einen Besuch des Hachikō-Denkmals fest in ihre Reiseroute ein, um die legendäre Bronzenachbildung des Hundes mit eigenen Augen zu sehen. Wissenschaftler rund um den Globus versuchen noch immer, das Geheimnis dieser außergewöhnlichen Treue zu lüften, die die ganze Welt in Erstaunen versetzt hat.
Die Hunderasse aus dem Film "Hachiko"
Akita Inu Der Akita Inu ist eine Hunderasse mit langer Geschichte, die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreicht. Er ist nach der japanischen Provinz Akita benannt, wo er entwickelt wurde. Diese Rasse ist sehr mutig und eigensinnig, gleichzeitig aber auch außergewöhnlich anhänglich und intelligent, wie man beispielsweise auf dem Foto des Hundes Hachiko sehen kann. Die freundlichen Tiere sind Fremden gegenüber misstrauisch, ihren Besitzern aber unglaublich treu. Sie sind mutig, friedlich, verspielt und aufmerksam. Ein charakteristisches Merkmal der Rasse ist ihre extreme Sturheit, weshalb der Akita Inu einen geduldigen Besitzer für die richtige Erziehung benötigt.

Die Fellpflege dieser Hunde ist aufgrund ihres starken Haarausfalls eine Herausforderung. Akitas sind zudem besitzergreifend und dulden keine anderen Haustiere im Haus, lieben aber Kinder und spielen gern mit ihnen. Diese Tiere sind besonders intelligent, wie wir bei Hachikō gesehen haben. Was den Preis der Rasse betrifft, so hat der Kinostart von „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ die Welpenpreise in die Höhe getrieben. Ein reinrassiger Welpe kostet mittlerweile bis zu 100.000 Rubel, während ein Mischling bis zu 30.000 Rubel kosten kann. Aber wie man so schön sagt: Es lohnt sich; ein Akita Inu wird ein treuer Freund.
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1 Kommentar
Swetlana
Hallo! Könnten Sie uns mehr über Hachikos Leben bei Professor Ueno erzählen? Beschreiben Sie sein Leben dort, seine Beziehung zu seinem Herrchen. Wie behandelte Ueno ihn? Wie sehr liebte er seinen Hund? Hatte Ueno eine Familie, Kinder? Und stimmt das, was im japanischen Film gezeigt wird, wo der Professor mit Hachiko badete, stundenlang Flöhe an ihm fing und Hachiko in seinen Armen einschlief?
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