Schillers Hund (Schillerstövare)
Der Schillerstövare ist eine schwedische Jagdhunderasse. Benannt nach seinem Züchter, ist er ein recht großer, kurzhaariger Hund mit sattrotem Fell und schwarzem Mantel. Er wird zur Jagd auf Füchse und Hasen eingesetzt.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Auf der Ausstellung des Königlichen Jagdclubs im Jahr 1886 präsentierte der Stenungsunder Bauer Per Schiller zwei seiner Hunde, die den ersten Preis gewannen. Es handelte sich um die Geschwister Pang und Stella. Diese Hunde stammten von den berühmten Jagdhunden des Guts Kaflas ab. Sie wurden später miteinander verpaart und gelten als die Stammväter der Rasse. Ihre Nachkommen wurden mit anderen Rassen gekreuzt. Schweizer LaufhundeEnglisch (meistens) Harriers) und Deutsch. Übrigens wurden Patrick Hamiltons Hunde erstmals auf derselben Ausstellung gezeigt, woraus eine weitere schwedische Rasse entstand, die nach dem Autor benannt wurde. Hamilton-HundDie
Die Schiller-Rassegruppe entwickelte schnell einen stabilen Phänotyp und wurde 1907 vom Schwedischen Kennel Club offiziell als Schillerstövare anerkannt. Sie wurde 1955 von der Fédération Cynologique Internationale registriert.
Verwendung
Der Schillerhund ist in erster Linie ein Arbeitsjagdhund, geeignet für die Winterjagd auf Hasen und Füchse. Er kann auch kleinere Pelztiere und Luchse erlegen. Rehe jagt er nicht. Er ist sehr lebhaft und robust. Er hat einen guten Geruchssinn und eine klare Stimme. Er wird nicht zur Meute- oder Paarjagd eingesetzt, sondern nur als Einzelhund. Der Schillerhund eignet sich für verschiedene Such- und Rettungsaufgaben, Diensthundetätigkeiten und den Jagdsport.
Aussehen
Der Schillerhund ist kräftig gebaut, wohlproportioniert und von mittlerer bis großer Größe. Sein Erscheinungsbild spiegelt seine Funktion und seinen Zweck wider und vermittelt einen Eindruck von Stärke und Schnelligkeit. Der Geschlechtsdimorphismus ist ausgeprägt.
- Widerristhöhe bei männlichen Tieren: 53-61 cm;
- Die Widerristhöhe der Hündinnen beträgt 49-57 cm.
Der Kopf ist mittellang, dreieckig und spitz zulaufend. Der Schädel ist leicht gewölbt und zwischen den Ohren recht breit. Der Stop ist ausgeprägt. Die Ohrläppchen sind schwarz, die Nasenlöcher offen. Die Augen sind dunkelbraun und haben einen lebhaften Ausdruck. Die Ohren sind hoch angesetzt, weich und hängen locker nach vorn, wobei die Vorderkante des Fells die Wangenknochen berührt. Der Hals ist kräftig und lang.
Der Körper ist mäßig langgestreckt, kräftig gebaut und gut bemuskelt. Der Rücken ist gerade. Die Lende ist leicht gewölbt. Die Kruppe ist leicht abfallend, breit und lang. Die Brust ist tief und lang. Der Bauch ist leicht aufgezogen. Der Schwanz ist gerade oder säbelförmig und hoch angesetzt. Die Gliedmaßen sind kräftig, gerade und parallel und stehen unter dem Körper. Die Pfoten sind oval.
Das Fell ist nicht sehr kurz, liegt eng an und ist rau. Am Kopf, an den Ohren und an der Vorderseite der Läufe ist es kürzer und glatter. An der Unterseite des Schwanzes und an der Rückseite der Oberschenkel kann es etwas länger sein. Die Farbe ist ein sattes Rot mit einem deutlich abgegrenzten schwarzen Mantel.

Charakter und Verhalten
Der Schillerhund hat ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Er ist gehorsam, sauber und aktiv. Mit dem richtigen Training und regelmäßiger Bewegung lässt er sich leicht erziehen. Er baut eine enge Bindung zu seinem Besitzer auf. Im Alltag ist er anhänglich und freundlich. Er passt gut in jede Familie, strebt aber gleichzeitig danach, die Führung zu übernehmen. Er braucht einen charakterstarken Besitzer, idealerweise mit Erfahrung in der Jagdhundehaltung.
Der Schillerhund benötigt viel Aufmerksamkeit. Er ist kinderlieb und verträgt sich gut mit anderen Haustieren, kann aber fremden Hunden gegenüber feindselig reagieren. Sein Territorialinstinkt ist nicht stark genug ausgeprägt, um ihn zu einem guten Wachhund zu machen.
Inhaltsmerkmale
Der Schillerhund ist bestens an ein Leben im Freien angepasst. Er benötigt tägliche Spaziergänge und ausreichend Bewegung. Er kann in einer Stadtwohnung gehalten werden, sofern er regelmäßig lange Spaziergänge bekommt. Noch besser geeignet wäre ein geräumiges Gehege außerhalb der Stadt mit viel Auslauf in unwegsamem Gelände.
Ein kurzhaariger Hund benötigt keine aufwendige Fellpflege. Gelegentliches Bürsten genügt, während des Fellwechsels etwas häufiger, sowie die regelmäßige Pflege von Augen, Krallen und Zähnen.

Gesundheit und Lebenserwartung
Bei der Rasse sind keine komplexen Erbkrankheiten bekannt, obwohl bei Schillerhunden gelegentlich Folgendes vorkommt:
- Hüftdysplasie;
- Allergie;
- angeborener Herzfehler (persistierender Ductus arteriosus);
- KryptorchismusDie
Die Lebenserwartung beträgt 11-13 Jahre.
Wo man einen Welpen kaufen kann
Außerhalb Schwedens ist der Schillerhund selten. In seiner Heimat erfreut er sich großer Beliebtheit. Verantwortungsbewusste Züchter von Arbeitshunden finden sich im ganzen Land. Sie sind Mitglieder des Schwedischen Schillerhundevereins und züchten ihre Welpen nach dessen Regeln. Eine dieser Regeln besagt, dass der Hund seinem vorgesehenen Zweck entsprechend eingesetzt werden muss. Außerhalb Skandinaviens sind Schillerhunde selten und werden nur von engagierten Liebhabern gehalten.
Preis
In Schweden liegt der Durchschnittspreis für einen Schillerhund bei 500 Euro.
Fotos und Videos
Weitere Fotos von Schillerhunden finden Sie in der Galerie.
Video über die Schillerhund-Rasse
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