Mein Kind wünscht sich ein Haustier: Was soll ich tun?
Die Situation, in der ein weinender Sohn oder eine weinende Tochter den Eltern eine Stunde lang durch die Wohnung folgt und mit allen Mitteln versucht, sie von der dringenden Notwendigkeit eines Welpen oder Kätzchens zu überzeugen, ist längst ein Klassiker. Die Liebe zur Natur ist Kindern von Geburt an angeboren. Leider – oder zum Glück – verfliegt diese natürliche Neigung bei vielen mit der Zeit. Doch bevor es soweit ist, muss man eine Entscheidung treffen und handeln.
Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man erklärt dem Kind, dass es im Moment keine Möglichkeit gibt, ein anderes Lebewesen zu halten und zu versorgen, oder man bereitet sich auf alle Schwierigkeiten und Belastungen vor, die mit dem Besitz eines Hundes oder einer Katze einhergehen.
Ja, ganz genau! Hoffen Sie nicht naiv darauf, dass Ihr Kind seine Versprechen selbstlos einlöst. Vielleicht hält die Begeisterung des kleinen Rackers eine Woche oder sogar einen Monat an. Doch danach liegt die Pflege des Haustiers vollständig in Ihrer Verantwortung. Das haben viele Familien in jahrelanger Erfahrung gezeigt.

Warum geschieht das, und trägt das Kind die Schuld? Natürlich kann man von Schuld nicht sprechen. Ein kleines Kind ist noch nicht in der Lage, seine eigenen und die Handlungen, Taten und Wünsche anderer genau und vollständig zu analysieren.
Unterbewusst betrachtet er das Tier als ein einzigartiges Spielzeug mit ungewöhnlichen Funktionen. Füttern, Baden, Katzen- oder Hundefutter in einen Miniaturnapf füllen – all das sind neue und sehr interessante Aufgaben, die das Baby noch nie zuvor erlebt hat. Es ist verständlich, warum es sich zum Unbekannten hingezogen fühlt.
Viel später, wenn aus Unterhaltung Verantwortung wird, verfliegt die Romantik, und immer öfter suchen die Menschen nach Gründen, ihre Verantwortung an andere abzugeben. Und in den meisten Fällen sind diese „jemand“ die Eltern.

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter also bereit ist, auf die Bibel zu schwören, alle notwendigen Maßnahmen zur Haustierpflege zu befolgen, empfiehlt es sich, dies auszuprobieren. Es ist durchaus möglich, dass Ihre Kinder verantwortungsbewusst und fürsorglich sind.
Beginnen Sie einfach damit, imaginäre Spaziergänge mit Ihrem Welpen in Ihren Alltag einzubauen. Kaufen Sie eine Leine und lassen Sie Ihr Kind mehrmals täglich mit dem Welpen spazieren gehen. Wenn Ihr Welpe nach ein paar Wochen nicht von selbst aufgibt, können Sie versuchen, auf seine Bedürfnisse einzugehen. Bitte beachten Sie, dass unsere Ratschläge lediglich Empfehlungen sind und auf persönlichen Erfahrungen beruhen.
Lesen Sie auch:
- Verträgt sich eine Katze mit einem Kleinkind im Haus?
- Auswahl von Windhundrassen
- Selbstgemachtes Hundespielzeug
Einen Kommentar hinzufügen