Brittany Spaniel (Bretonischer Spaniel)
Der Bretonische Spaniel ist ein in Frankreich gezüchteter Vorstehhund. Er ist die am weitesten verbreitete Jagdhunderasse in seiner Heimat. Er ist die kleinste der Vorstehhunderassen, aber ebenso arbeitsfähig. Er hat ein sanftmütiges, freundliches Wesen und ist außergewöhnlich intelligent.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Der Bretonische Spaniel stammt aus der Bretagne in Frankreich. In seiner Heimat zählt er zu den beliebtesten Jagdhunderassen und ist vermutlich einer der ältesten. Erwähnungen dieser Hunderasse reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Seit dem 17. Jahrhundert sind Bretonen auf Wandteppichen und Gemälden als charakteristische Rasse zu sehen.
Einer Theorie zufolge stammt das Wort „Spaniel“ aus dem Spanischen und deutet auf eine Verwandtschaft mit spanischen Jagdhunden hin. Eine andere Theorie besagt, dass es vom Verb „s’espaignir“ (sich ausstrecken, hinlegen) abgeleitet ist und die Arbeitsweise des Hundes beschreibt.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Aussehen und Arbeitseigenschaften des Bretonen verbessert. Dies wurde durch gezielte Zucht und die Auswahl der besten Exemplare erreicht. Berichten zufolge wurde der Spanielrasse auch Blut eingekreuzt. Springer Spaniels Und Englische SetterDer erste Standard wurde 1907 erstellt. Der Bretonische Spaniel (französisch: Épagneul breton) wurde 1954 von der Internationalen Kynologischen Vereinigung anerkannt.
Zweck
Bretonische Spaniels sind sehr leidenschaftliche und robuste Vorstehhunde mit festem, langem Stand, präzisem Apportieren und einer schnellen, weiten (150–200 m) Suchleistung, bei der sie ihre feine Nase einsetzen. Ihr freundliches Wesen und ihre Fähigkeit, unter allen Bedingungen und zu jeder Jahreszeit zu arbeiten, haben diese Hunde sehr beliebt gemacht. Bretonische Spaniels besitzen ein ausgezeichnetes Navigationsvermögen, sind gute Suchhunde, haben einen feinen Geruchssinn und schnelle Reflexe. Sie erholen sich schnell von der Arbeit.
Das Motto des Nationalen Clubs der Bretonisch-Epagne-Rasse in Frankreich lautet: „Maximale Qualität bei minimalem Volumen“.
Der Bretonische Spaniel kann in jedem Gelände arbeiten, auch in bergigem und felsigem. Seine Arbeitsweise im Feld erinnert etwas an … SetterIm hohen Gras springt der Bretone, wie ein Hase, immer wieder hoch, sodass der Jäger ihn nie aus den Augen verliert. Bei der Arbeit im dichten Unterholz trägt der Hund eine Glocke; bleibt diese stehen, ist der Bretone aufmerksam. Während der Jagd erleidet er oft Verletzungen und Prellungen, doch in der Aufregung der Jagd bemerkt er sie nicht. Auch sein Gang ist ungewöhnlich. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit scheint der Hund wie eine Feder zu hüpfen, sein Körper bildet dabei eine feste Kugel. Aus der Sicht des Bretonen ist das vergleichbar mit einem Rad, das sich auf einer glatten Straße dreht.
Aussehen
Der Bretonische Spaniel ist der kleinste der Vorstehhunde. Seine Silhouette entspricht perfekt einem Quadrat und wirkt dabei sehr harmonisch mit seinen fließenden Linien. Er ist robust. Der Geschlechtsdimorphismus ist mäßig ausgeprägt.
- Die Widerristhöhe der Männchen beträgt 47-52 cm; das Gewicht liegt bei 14-18 kg.
- Die Widerristhöhe der Hündinnen beträgt 46-51 cm; das Gewicht liegt bei 14-18 kg.
Der Kopf ist proportional, markant und schlank. Der Schädel ist leicht gerundet. Die Schnauze ist gerade, die Seitenflächen verlaufen nahezu parallel. Die Ohrläppchen sind groß und farblich auf das Fell abgestimmt. Der Kiefer ist kräftig mit Scherengebiss. Die Lefzen sind gut definiert, nicht sehr groß, relativ dünn und liegen eng aneinander, wobei die Unterlippe die Oberlippe manchmal überlappt. Die Augen sind schräg, oval und haben einen sanften, offenen und intelligenten Ausdruck. Die Iris ist farblos. Die Ohren sind hoch angesetzt, hängend, dreieckig und beweglich. Der Hals ist konisch, von mittlerer Länge und ohne Wamme.
Der Körper ist quadratisch, kräftig, dabei aber harmonisch und elegant. Der Rücken ist gerade. Die Lende ist breit und kurz. Die Kruppe ist gerade und kräftig und geht fließend in den Schwanz über. Der Schwanz ist kurz, hoch angesetzt und wird tief oder waagerecht getragen. Die Gliedmaßen sind harmonisch proportioniert, mit flexiblen und kräftigen Gelenken. Die Pfoten sind rund und gut verbunden.
Der Bretonische Spaniel kann schwanzlos oder mit kurzem Schwanz geboren werden. In Ländern, in denen dies nicht verboten ist, kann der Schwanz kupiert werden; in diesem Fall beträgt seine Länge 3–6 cm, jedoch nicht mehr als 10 cm.
Die Haut ist dünn und gut pigmentiert. Das Fell ist fein, liegt eng am Körper an und ist leicht gewellt. Es ist an den Vorderbeinen und am Kopf kurz und an den Hinterbeinen befedert. Es hat keine Unterwolle. Farben:
- Weiß und orange;
- Schwarzweiß;
- Weißbraun;
- Schecken;
- Tricolor (weiß-rot-schwarz).

Charakter und Verhalten
Der Bretonische Spaniel hat ein ausgeglichenes, freundliches Wesen, einen ausgeprägten Jagdinstinkt und ist sehr lernfähig. Er ist seinem Besitzer und anderen Familienmitgliedern sehr zugetan und gilt als gesellig und sanftmütig.
Der Bretonische Schäferhund ist ein fröhlicher und intelligenter Hund, der die Schwächen seines Besitzers geschickt ausnutzt und mit seinem Einfallsreichtum immer wieder überrascht. Kein Besitzer hat sich je darüber beschwert, dass sein Hund dumm sei. Und das gilt nicht nur für Besitzer, sondern auch für Hundetrainer. Der Bretonische Schäferhund hat einen recht starken, festen Charakter. Er kann stur sein.
Der Bretonische Spaniel ist ein treuer Begleiter. Er genießt die Gesellschaft von Menschen sehr, spielt gerne mit Kindern und teilt die Hobbys seines Besitzers, doch seine größte Leidenschaft bleibt die Jagd. Er braucht einen Besitzer, der sich täglich Zeit für ihn nimmt. Er verträgt es gut, auch mal allein zu sein. Mit anderen Haustieren verträgt er sich gut, wenn er gut sozialisiert ist.
Schul-und Berufsbildung
Der Bretonische Spaniel ist ein frühreifer Hund. Schon mit 6–7 Monaten kann er gute Ergebnisse bei Prüfungen erzielen und erste Arbeitszertifikate erwerben. Das Training sollte daher sehr früh beginnen. Im jungen Alter ist es wichtig, jeglichen Ungehorsam konsequent, aber liebevoll im Keim zu ersticken.
Besitzer sollten bedenken, dass der Bretonische Spaniel sehr emotional ist. Das Training sollte daher sanft und mit positiver Verstärkung erfolgen.
Der Bretonische Spaniel zeichnet sich durch Unabhängigkeit und Selbstständigkeit aus. Bei richtiger Erziehung ist er sehr gehorsam und besitzerorientiert, gehorcht aber nur, wenn er es will, und wird sein Gehorsam sein Leben lang immer wieder unter Beweis stellen.

Inhaltsmerkmale
Der Bretonische Vorstehhund ist in nahezu jedem Klima einsetzbar, kann aber nicht ganzjährig im Käfig gehalten werden. Ihm fehlt die Unterwolle, die ihn vor starkem Frost schützt. Zudem benötigt er engen Kontakt zu seinem Besitzer. Sein Lebensziel ist es, die Wünsche seines Besitzers zu erfüllen, eine enge Bindung zu ihm aufzubauen und gemeinsam zu jagen. Das Fell des Bretonischen Vorstehhundes haart in der Trockenzeit mäßig, im Rest des Jahres nur leicht und ist selbst im nassen Zustand nahezu geruchlos.
Der Bretonische Spaniel ist ein intelligenter und geistreicher Hund, der sich bei ausreichend Bewegung gut an das Stadtleben anpasst. Dazu gehören lange, tägliche Spaziergänge und regelmäßige Ausflüge. Allerdings genießt der Bretonische Spaniel auch Gemütlichkeit und kuschelt sich gerne in den Sessel seines Besitzers, wenn er nicht spazieren geht. Lebt der Hund im Freien, kann er gelegentlich Überraschungen mitbringen, wie zum Beispiel die Katze oder Maus des Nachbarn, oder sogar ausbüxen, angelockt von seinem Geruch.
Pflege
Das Fell des Bretonischen Spaniels besitzt keine Unterwolle und benötigt daher nur minimale Pflege. Die Pflege umfasst Standardmaßnahmen:
- Das Fell 1-2 Mal pro Woche kämmen, dabei besonderes Augenmerk auf die Fransen legen, da sich dort am häufigsten Verfilzungen und Pflanzensamen bilden;
- Baden Sie nach Bedarf, einmal im Monat oder seltener;
- Die Ohrmuschel wird wöchentlich untersucht und gereinigt. Achten Sie darauf, dass sie nach dem Baden trocken ist;
- Krallen nutzen sich normalerweise von selbst ab, ansonsten werden sie regelmäßig geschnitten, um zu verhindern, dass sich die Pfote aufdröselt.
- Eine wöchentliche Zahnreinigung wird empfohlen.

Gesundheit und Lebenserwartung
Der Bretonische Spaniel ist im Allgemeinen ein gesunder, robuster Hund, der bis zu 11–12 Jahre lang aktiv bleibt. Jeder fünfte Hund stirbt im Alter von 14–15 Jahren an Altersschwäche. Zu den für die Rasse typischen erblichen Gesundheitsproblemen gehören:
- Hüftdysplasie;
- Lupus;
- EpilepsieDie
Arbeitshunde erleiden häufig Verletzungen verschiedenster Art. Im Alter können sie an einer Reihe altersbedingter Krankheiten, darunter auch Tumoren, erkranken. Ihre Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren.
Wo kann man einen Bretonischen Spaniel kaufen?
Im Jahr 2010 waren in Russland etwa 15 Bretonische Spaniel registriert, seither hat sich ihre Zahl jedoch deutlich erhöht. Die ersten professionellen Zuchtstätten für hochwertige Arbeitshunde sind entstanden, und ein nationaler Rasseclub wurde gegründet. Hervorragende Zuchttiere finden sich im Ausland in Frankreich, Italien und Kanada.
Bei der Auswahl eines Welpen ist es entscheidend, dass er gut sozialisiert und unter guten Bedingungen aufgezogen wurde, altersgerecht ernährt wird, kerngesund ist und ein ausgeglichenes Wesen hat. Das Geschlecht ist Geschmackssache, da Rüden und Hündinnen gleichermaßen geeignet sind; die Abstammung des Hundes ist wichtiger.
Preis
In Russland ist die Preisspanne recht groß. Ein Bretonischer Spaniel Welpe kostet zwischen 15.000 und 50.000 Rubel, selten mehr. Private Züchter verkaufen Welpen in der Regel für maximal 15.000 Rubel. Welpen zu niedrigeren Preisen haben oft keine Abstammungsnachweise. Zuchtstätten verlangen 35.000 Rubel oder mehr für einen Welpen mit guter Abstammung und Potenzial.
Fotos und Videos
In der Galerie können Sie Fotos von Bretonischen Spaniels ansehen. Die Fotos zeigen Hunde unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Fellfarbe.
Video über die Hunderasse Bretonischer Spaniel
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