Katzenklappe: Kaufen oder selbst bauen?
Eine Katzenklappe erspart Katzenbesitzern das lästige Öffnen der Tür. Sie ist im Handel erhältlich oder kann selbst gebaut werden. Verschiedene Modelle eignen sich für Innen- und Außentüren und ermöglichen Haustieren Bewegungsfreiheit im Haus sowie jederzeitigen Zugang ins Freie, ohne dass der Besitzer eingreifen muss.
Inhalt
Mögliche Designoptionen
Katzenklappen unterscheiden sich nicht nur in Größe und Material (Holz, Kunststoff oder Metall), sondern auch in den Gestaltungsmöglichkeiten:
- Laz Ein einfacher Rahmen beliebiger Form ohne Tür, typischerweise für den Innenbereich. Einige Modelle verfügen über eine zusätzliche Bürste, die Tierhaare entfernt, während das Tier hindurchgeht. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass die Tür weder Gerüche noch Lärm zwischen den Räumen verhindert und den Durchgang bei Bedarf nicht abdichtet.
- Fenster mit Tür – Eine Konstruktion mit einer Drehtür, die sich in beide Richtungen frei öffnen lässt. Bei Bedarf kann ein Riegel angebracht werden, um Haustieren vorübergehend den Zugang zu versperren. Zu den Nachteilen zählen mögliche Geräusche beim Zuschlagen der Tür, mangelhafte Wärme- und Schalldämmung sowie ein unzuverlässiges Schloss, wenn die Tür an einer Eingangstür montiert wird.
- Mini-Tür in voller Größe – Eine zurückgesetzte Konstruktion aus oberen Rahmen und einem Verbindungstunnel. Eine dichte Gummidichtung sorgt für geräuschloses Schließen und bietet Wärme- und Schalldämmung, wodurch sich diese Ausführung ideal für Eingangstüren eignet. Einziger Nachteil: die etwas schwierigere Selbstmontage und der höhere Preis im Vergleich zu anderen Modellen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Bei der Auswahl einer Katzenklappe sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Größe des Haustiers. Die Mindestgröße der Tür beträgt 10 x 10 cm, die durchschnittliche 15 x 15 cm und für größere Tiere bis zu 20 cm. Am besten messen Sie Ihr Haustier vorab aus oder nehmen die Maße mit ins Geschäft, damit Ihnen die Verkäufer bei der Auswahl des passenden Modells helfen können. Wenn Sie mehrere Haustiere haben, sollte das größte als Orientierung dienen. Es empfiehlt sich außerdem, 4–5 cm zu diesen Maßen hinzuzurechnen, falls Ihr Haustier an Gewicht zunimmt.
- InstallationsortDies bestimmt Art und Material der Konstruktion. Für Inneninstallationen eignen sich beispielsweise Schächte oder Fenster aus beliebigem Material, während für Eingangstüren abgedichtete Konstruktionen aus speziell behandeltem Holz oder Kunststoff geeignet sind.
Wer nicht vom Geräusch einer zuschlagenden Tür geweckt werden möchte, sollte im Schlafzimmer besser keine Tür einbauen. In anderen Räumen hingegen ist sie ideal, da sie Ihrem Haustier einen einfachen Zugang zum Katzenklo im Badezimmer oder WC, zum Futter in der Küche und zum Balkon oder zur Straße ermöglicht.
Sie können eine Katzenklappe im Fachhandel kaufen oder online bestellen, wobei für die Online-Bestellung zusätzliche Lieferkosten anfallen. Unter den vielen verfügbaren Modellen können Sie nicht nur die perfekte Farbe und Größe auswählen, sondern auch ein Design mit besonderen Extras, wie zum Beispiel:
- Magnetverschluss an der Tür: Einerseits ermöglicht er dem Tier, die Tür ungehindert zu öffnen, andererseits schließt sie sich sofort wieder und bietet so ausreichenden Schutz vor Gerüchen.
- Ein spezieller Öffnungssensor: Er wird nur durch ein Signal des im Halsband der Katze (im Lieferumfang enthalten) integrierten Chips ausgelöst und verhindert so das Eindringen von Fremden.
Zu den bekanntesten Herstellern zählen Trixie und Ferplast.
So stellen Sie es selbst her
Sie können eine Katzenklappe selbst bauen. Sie benötigen dazu nur wenige Werkzeuge und Materialien:
- Maßband, Bleistift;
- Bohrmaschine, Stichsäge;
- Holz- oder Aluminiumleisten für den Rahmen;
- Material des Fensterrahmens (Kunststoff, Gummi, Stoff);
- Befestigungselemente und Verschlüsse.
Am einfachsten lässt sich eine Türöffnung mit einem Türblatt aus Holz oder Holzimitat gestalten. Bei Glas- oder Metallkonstruktionen ist der Vorgang deutlich komplizierter und erfordert zusätzliches Werkzeug (Glasschneider, Schleifmaschine). Wenn Sie keine Erfahrung mit solchen Materialien haben, sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen.
Verfahren:
- Nehmen Sie das Türblatt aus den Angeln, legen Sie es auf eine ebene Fläche, markieren Sie die Höhe der zukünftigen Öffnung (optimalerweise 10-15 cm von der Unterkante des Türblatts) und deren Position.
- Schneiden Sie eine Öffnung mit den erforderlichen Abmessungen aus: Bohren Sie zuerst 4 Löcher an den Ecken der Markierungen, dann führen Sie eine Stichsäge in jedes der Löcher ein und bewegen Sie sie schrittweise entlang der markierten Linien, um die Öffnung auszuschneiden.
- Die Enden mit Schleifpapier abschleifen. Optional kann ein Rahmen aus Holz- oder Aluminiumleisten angefertigt werden. Der Eingang kann so belassen oder mit einer zusätzlichen Tür versehen werden.
- Montieren Sie oben die Befestigung für den zukünftigen Flügel: Scharniere oder Schlaufen.
- Fertigen Sie den Rahmen an. Am besten eignet sich ein leichtes Material wie Kunststoff.
- Hängen Sie die Tür an die Scharniere. Es ist wichtig, dass sie sich leicht drehen lässt, damit die Katze sie mühelos öffnen kann.
- Setzen Sie das Türblatt wieder ein.
Eine dünne Gummi- oder sogar Stoffbahn wäre ebenfalls ein gutes Material für das Türblatt; in diesem Fall kann man sogar auf die Montage von Scharnieren verzichten.
Beim Einbau einer Tür in die Haustür sollte auch ein Verriegelungsmechanismus (z. B. ein Riegel) angebracht werden. Dabei bleibt die Frage der Wärmedämmung offen, die besonders in der kalten Jahreszeit wichtig ist. Die Verwendung von dichten Materialien kann das Öffnen und Schließen erschweren. Wenn Sie Ihrem Haustier einen Zugang ins Freie ermöglichen möchten, ist es daher ratsam, eine fertige Tür im Handel zu kaufen. In allen anderen Fällen können Sie die Tür selbst einbauen. Anschließend müssen Sie nur noch Ihre Katze an den neuen Eingang gewöhnen.
Rezensionen
Egor, der Besitzer zweier Katzen:
„Wir haben in jedem Zimmer unseres Hauses Katzenklappen von Ferplast eingebaut. Es war zwar nicht billig, aber jetzt haben unsere Haustiere freie Hand, und wir können unseren Alltag ungestört genießen, ohne vom Kratzen an den Türen abgelenkt zu werden. Die Klappen sind so leicht, dass die Katzen beim Spielen sogar hindurchlaufen können, indem sie sie einfach mit dem Kopf aufschieben.“
Regina, Inhaberin der Bars:
„Unsere Katze liebt es, abends rauszugehen und wieder nach Hause zu kommen. Mein Mann hat selbst eine Katzenklappe in die Haustür eingebaut, aber leider hat das bei uns nichts gebracht. Bars weigert sich beharrlich, seinen eigenen Eingang zu benutzen; er braucht unbedingt eine offene Tür, deshalb wechseln mein Mann und ich uns weiterhin mit dem Aufpassen ab.“
Vika, Besitzerin der Katze Sonya:
„Wir haben Trixies Tür im Badezimmer neben dem Katzenklo angebracht. Sonya hat sich aber nicht sofort daran gewöhnt; anfangs mussten wir sie etwas anstupsen. Außerdem mussten wir den Magneten am Vorhang entfernen. Erstens macht er beim Schließen ein paar Geräusche, und zweitens muss die Katze sich mehr anstrengen, um ihn zu öffnen. Ansonsten war es aber ein sehr nützlicher Kauf; Hauptsache, Sonya hat verstanden, wofür er da ist.“
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