Drever (Schwedische Dachsbracke)

Der Drever ist eine schwedische, kurzbeinige Jagdhundrasse, die dem Dackel sehr ähnelt. Er wird zur Jagd auf Rehwild, Hasen, Füchse und anderes Wild eingesetzt. Drever besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn, sind ausdauernd und angriffslustig, robust und jagdbegeistert. Als ruhiger Familienhund ist er weniger geeignet. Eine andere Bezeichnung für diese Rasse ist Schwedischer Dackel-Brak.

Ursprungsgeschichte

Der Drever wurde in Schweden aus dem Deutschen Bracco und anderen europäischen Laufhunden entwickelt, die um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert nach Schweden eingeführt wurden. Die Rasse hieß ursprünglich Dachsbracke (Schwedische Dachsbracke). 1944 wurde der Schwedische Dachsbracke-Club gegründet. 1947 wurde der Name in Drever geändert. Die Namensänderung erfolgte durch eine Abstimmung in der Stockholmstidningen.

Technisch gesehen ist die Drever eine kleinere Version der westfälischen Bracke, angepasst an das schwedische Gelände und die schwedische Jagd.

Zweck

In Schweden gilt der Drever als der beste Jagdhund für die Hirschjagd. Er jagt aber auch Hasen, Rehe, Füchse, Wildschweine und diverse andere Tiere. Der Drever hat ein relativ großes Suchgebiet und einen ausgezeichneten Geruchssinn. Darüber hinaus zeichnet sich dieser kleine Hund durch außergewöhnliche Ausdauer, Hartnäckigkeit, Leidenschaft und Wildheit im Umgang mit Wild aus. Standhaft, mutig und energiegeladen kann er Beutetiere stundenlang im Wald verfolgen und sie dann geschickt zum Jäger treiben oder, seltener, festhalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunden ist der Drever auf mehrere Wildarten spezialisiert. Er, wie Rollenspielist praktisch universell.

Mit seinen kurzen Beinen bewegt sich der Drever langsamer als andere Jagdhunde, was es dem Jäger erleichtert, ihm zu folgen. Er setzt seine Stimme gezielt ein. Der Brakka bellt laut und durchdringend. Die Rasse wird für Arbeitsprüfungen gezüchtet.

Aussehen

Der Drever ist ein kurzbeiniger, relativ langer, kräftiger und robuster Hund mit gut entwickelter Muskulatur. Das Geschlecht ist deutlich erkennbar. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 32–38 cm, Hündinnen von 30–36 cm.

Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper groß und verjüngt sich leicht zur schwarzen Nase hin. Die Schnauze ist etwa so lang wie der Schädel. Der Stop ist leicht ausgeprägt. Der Schädel ist leicht gewölbt. Der Nasenrücken ist gerade oder leicht gewölbt. Die Lefzen sind trocken und liegen eng an. Die Kiefer sind kräftig. Ein Scherengebiss ist zulässig, ebenso wie ein Zangengebiss. Die Augen sind ausdrucksstark, weit geöffnet und dunkelbraun. Die Lider liegen eng an. Die Ohren sind mittellang und breit mit abgerundeten Spitzen, relativ tief angesetzt und liegen eng an den Jochbeinen an.

Der Hals ist relativ lang. Die Rückenlinie verläuft waagerecht. Die Lende ist kurz und leicht gewölbt. Die Kruppe ist lang, abfallend und breit. Der Brustkorb ist sehr gut entwickelt, oval und reicht bis unter die Ellbogen. Der Bauch ist leicht aufgezogen. Der Schwanz ist lang, am Ansatz dick und wird meist tief getragen. Die Gliedmaßen sind gerade, kurz und haben einen kräftigen Knochenbau. Die Zehen sind eng anliegend, und die Ballen sind kräftig. In der Bewegung bleibt die Rückenlinie gerade.

Das Fell ist gerade, rau und liegt eng am Körper an. An Ohren, Kopf und Beinen ist es sehr kurz. Am Rücken, Hals und an der Rückseite der Oberschenkel ist es etwas länger als am Körper. Die Unterseite der Rute bildet eine Bürste. Alle Farben sind in dieser Rasse zulässig, außer einfarbig weiß und leberfarben. Abzeichen sollten klar abgegrenzt sein; symmetrische Abzeichen werden bevorzugt.

Charakter und Verhalten

Der Drever vereint die besten Eigenschaften eines Jagdhundes und eines Begleithundes. Er ist selbstbewusst, ausgeglichen, eng mit seiner Familie verbunden, mutig und energiegeladen. Menschen gegenüber ist er weder scheu noch aggressiv, kann sich aber gegen Angriffe anderer Hunde verteidigen. In der Öffentlichkeit ist er gesellig, verspielt, gehorsam und liebevoll. All diese Eigenschaften sind der Rasse angeboren, entfalten sich aber erst durch konsequentes Training und gute Sozialisierung voll.

In Schweden wird der Drever üblicherweise von Jägern gehalten und eignet sich nicht gut als Familienhund oder einfach als Begleithund.

Drevers wurden für die harte Arbeit als Fährtenleser gezüchtet und besitzen daher Eigenschaften wie Ausdauer, Willenskraft und Intelligenz. Ihr Territorialinstinkt ist in der Regel stark ausgeprägt. Drevers sind wachsame Wächter. Sie werden einen Eindringling zwar kaum verjagen, dulden aber keine fremden Katzen oder Hunde in der Nähe ihres Grundstücks. Mit anderen Haustieren im selben Haushalt vertragen sie sich gut, sofern sie mit ihnen aufgewachsen sind. Neuankömmlingen gegenüber sind sie zurückhaltend. Kleine Tiere und Vögel können sie als Beute betrachten.

Schul-und Berufsbildung

Die Schwedische Dachsbracke ist sehr lernfähig. Mit frühzeitigem, professionellem Training entwickelt sie sich zu einem gehorsamen und leicht zu führenden Hund. Dennoch kann sie sich bei der Arbeit eine gewisse Selbstständigkeit bewahren. Sie benötigt eine sehr gute Sozialisierung, insbesondere wenn sie in der Stadt lebt.

Der Drever benötigt einen ernsthaften und entscheidungsfreudigen Besitzer, der Führungsqualitäten, aber keine strenge Autorität ausstrahlt. Passive und sanftmütige Menschen werden den Brakk als stur und unintelligent empfinden.

Inhaltsmerkmale

Der Drever eignet sich am besten für ein Leben in einem Einfamilienhaus mit viel Platz im Freien. Er passt sich relativ leicht an das Leben in einer Stadtwohnung an, sofern der Besitzer für ausreichend Bewegung sorgt.

Drevers haben einen relativ hohen Bewegungsbedarf. Obwohl sie kurzbeinig und etwas ungelenk wirken, sind diese Hunde tatsächlich sehr robust, energiegeladen, fleißig und agil. Sie benötigen lange Spaziergänge, Agility- und Intelligenztraining, regelmäßige Bewegung und Jagdmöglichkeiten, um ihre natürlichen Talente voll zu entfalten und ihre körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten.

Pflege

Der Drever benötigt keine aufwendige Fellpflege. Lebt der Hund in der Wohnung, sollte er regelmäßig gebürstet werden, um Haarausfall zu reduzieren. Hunde, die im Freien leben, werden nur selten oder nur während des Fellwechsels gebürstet. Ihre Ohren werden regelmäßig kontrolliert und gereinigt, ihre Augen abgewischt und ihre Krallen geschnitten. Baden erfolgt nach Bedarf. Wohnungshunde sollten höchstens einmal im Monat mit einem geeigneten Shampoo gebadet werden.

Gesundheit und Lebenserwartung

Bei dieser Rasse sind keine besonderen Probleme bekannt. Drevers sind im Allgemeinen kräftige, robuste Hunde mit gutem Immunsystem und guter Gesundheit. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 13–14 Jahren. Besitzer berichten von einer Neigung zu Übergewicht, insbesondere im Alter, und Ohrenentzündungen. Gelenkprobleme in den Gliedmaßen kommen ebenfalls häufig vor.Arthritis, Arthrose) im Erwachsenenalter.

Wo man einen Drever-Welpen kaufen kann

Die Beliebtheit des Schwedischen Bracco hat in den letzten 20 Jahren deutlich abgenommen, auch in seinem Heimatland. Dennoch ist es in Skandinavien nicht schwer, einen Züchter zu finden, und auch Welpen sind leicht zu bekommen. Die meisten Züchter sind Jäger oder Mitglieder von Jagdvereinen, daher empfiehlt es sich, die Welpensuche dort zu beginnen.

Die meisten Drever-Populationen konzentrieren sich auf Finnland, Norwegen, Dänemark, Estland und natürlich Schweden. In anderen Ländern ist die Rasse entweder gar nicht vorhanden oder nur in geringer Anzahl vertreten.

Preis

Der Durchschnittspreis für einen Drever-Welpen liegt bei 700 Dollar. Junghunde und erwachsene Hunde, die sich in Arbeitsprüfungen bewährt haben, kosten deutlich mehr.

Fotos und Videos

Die Galerie zeigt Fotografien von Dreverhunden (Schwedischen Dackeln). Einige der Fotos zeigen Dreverhunde mit ihren Trophäen.

Ein Video über die Jagdhunderasse Drever (Schwedischer Dackel).

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