Selbstgebautes Katzenhaus aus Sperrholz
Viele Katzen lieben es, sich an einem ruhigen Ort zurückzuziehen. Ein Katzenhaus kann diesem Bedürfnis nach Privatsphäre gerecht werden. Man muss keins kaufen; man kann es auch selbst aus Sperrholz bauen. Wichtig ist, einige Anforderungen zu beachten, die richtigen Materialien zu besorgen und sich etwas Zeit für den Bau des neuen Zuhauses für sein Haustier zu nehmen.
Was bei der Herstellung zu beachten ist
Bei der Auswahl eines zukünftigen Katzenhauses sollten Sie eine Reihe von Anforderungen an das Design selbst berücksichtigen:
- Die Größe stimmt. Achten Sie unbedingt auf die Wachstumsparameter, insbesondere wenn Ihr Haustier noch ein Kätzchen ist.
- Nachhaltigkeit. Das Haus sollte nicht wackeln oder umfallen, wenn die Katze springt oder sich auf irgendeine Weise bewegt.
- Sicherheit. Es ist wichtig, dass die Konstruktion keine scharfen Kanten, hervorstehenden Nägel oder lose befestigten Teile aufweist. Falls Metallteile vorhanden sind, sollten diese unbedingt mit Polsterstoff abgedeckt werden. Erstens ist das Tier empfindlich, und zweitens erzeugt die Reibung zwischen den Fellen schwache elektrische Ladungen, und Metall ist ein guter Stromleiter. Daher kann das Haustier zumindest Unbehagen empfinden.
- Günstige Lage. Manche Tiere verstecken sich gerne vor allen an einem hochgelegenen Ort, während andere es vorziehen, „näher am Boden“ zu sein.
- Pflegeleicht. Das verwendete Material sollte leicht zu reinigen sein und idealerweise keine Gerüche aufnehmen (weder fremde noch die Ihres Haustieres).

Es ist außerdem wichtig, auf die Auswahl der richtigen Materialien zu achten:
- Kein stechender Geruch. Es ist wichtig, das Sperrholz trocknen zu lassen, damit Fremdgerüche verschwinden. Katzen reagieren sehr empfindlich auf Gerüche und könnten ein neues Zuhause sogar ablehnen, wenn es unangenehm riecht.
- Sicherer Klebstoff. PVA ist die beste Option – es trocknet und verdunstet schnell und setzt keine Giftstoffe frei. Sekundenkleber ist für diesen Zweck absolut ungeeignet.
- Natur- oder Kunstfasergewebe für Polsterungen. Es ist wichtig zu prüfen, ob sich das gewählte Material elektrisiert, daher wird die Verwendung von Seide nicht empfohlen.
Empfehlung: Sollte die Konstruktion im Außenbereich eingesetzt werden, beachten Sie bitte, dass Sperrholz nicht für dauerhafte Feuchtigkeitseinwirkung geeignet ist. In diesem Fall sollte es mit einem speziellen Schutzmittel behandelt oder zusätzlich mit einer Außenverkleidung versehen werden.
Herstellungsprozess
Ein Katzenhaus aus Sperrholz selbst zu bauen, erfordert keine besonderen Fähigkeiten, ist aber dennoch etwas anspruchsvoller als beispielsweise aus Pappe, aus der man ebenfalls ein Katzenhaus bauen kann. Sperrholz ist jedoch stabiler, haltbarer und umweltfreundlicher.
Bevor Sie mit der Anfertigung beginnen, sollten Sie sich über das Gesamtdesign der zukünftigen Konstruktion im Klaren sein: Zeichnen Sie eine Skizze auf Papier und geben Sie die Maße aller Teile an. Dies hilft, Materialverschwendung zu vermeiden und einen möglichst präzisen Zuschnitt zu gewährleisten.
Die klassische Version eines Katzenhauses ist ein quadratisches oder rechteckiges Bauwerk, ähnlich einem Hundehaus.

Zur Herstellung benötigen Sie:
- Sperrholzplatte 10-12 mm dick;
- Puzzle;
- Polstermaterial (Teppich, Filz usw.)
- Schaumgummi;
- Möbelecken/kleine Nägel/selbstschneidende Schrauben;
- Hefter und/oder Klebstoff;
- Lineal, Schere, Zirkel;
- Schleifpapier (vorzugsweise feinkörnig).
Das Herstellungsverfahren wird wie folgt ablaufen:
- Schneiden Sie sechs gleich große Quadrate aus einer Sperrholzplatte aus. Die Seitenlänge jedes Quadrats kann je nach gewünschter Größe des späteren Bauwerks zwischen 35 und 50 cm liegen.
- Zeichnen Sie mithilfe eines Zirkels einen Kreis auf ein oder zwei Quadrate (je nachdem, wie viele Ausgänge Sie planen) und schneiden Sie die Löcher aus. Schleifen Sie die Kanten ab, damit sich Ihr Haustier beim Ein- und Aussteigen nicht verletzt.
- Verbinde die 5 Quadrate mit den gewählten Befestigungsmitteln zu einem Würfel – der Basis des Hauses. Lass eine Seite (mit dem späteren Eingang oder Dach) vorerst offen.
- Fertigen Sie die Innenverkleidung (und optional die Außenverkleidung) an: Legen Sie Schaumgummi entlang des Bodens und der Seitenwände, befestigen Sie ihn mit einem Tacker und bringen Sie den Polsterstoff darauf an.
- Befestigen Sie den restlichen Teil des Hauses an den Möbelecken.

Das Katzenhaus aus Sperrholz ist fast fertig. Sie können es so lassen oder es mit Farbe, Lack oder einem robusten Stoffbezug verschönern. Indem Sie die Farben an den Stil des Raumes anpassen, schaffen Sie nicht nur ein Zuhause für Ihr Haustier, sondern auch eine harmonische Ergänzung Ihrer Wohnung.
Zusätzliche Elemente
Um den Aufenthalt Ihrer Katze angenehmer zu gestalten, können Sie die Struktur mit zusätzlichen Elementen erweitern. Diese werden üblicherweise am Katzenhaus befestigt (z. B. mit Möbelecken) oder daneben platziert und durch eine gemeinsame Basis verbunden. Je nach Vorlieben Ihrer Katze können Sie Folgendes hinzufügen:
- KratzbaumDie Es kann aus einem Kunststoffrohr hergestellt werden, das mit Flüssigkleber überzogen und fest mit Juteseil umwickelt wird (wichtig ist, dass die Windungen dicht aneinanderliegen).
- Aussichtsplattform auf dem Dach. Befestigen Sie dazu ein rundes Rohr am Dach (es kann, mit Juteseil umwickelt, auch als Kratzbaum dienen) und stellen Sie eine kleine, beliebige Sperrholzplattform darauf, die mit weichem Stoff bezogen ist. Für zusätzlichen Komfort können Sie unter dem Bezug eine Schaumstoffschicht anbringen. Am unteren Ende der Aussichtsplattform lässt sich ein Hängespielzeug befestigen.
Katzenhaus aus Sperrholz: Video
Natürlich können Sie ein Katzenhaus im Zoofachhandel kaufen, da dort eine große Auswahl an Sperrholz und anderen Materialien erhältlich ist. Ein selbstgebautes Katzenhaus lässt sich jedoch individuell an die Bedürfnisse und Vorlieben Ihrer Katze anpassen. Außerdem ist es deutlich günstiger als gekaufte Alternativen. Stellen Sie das selbstgebaute Katzenhaus einfach an den Lieblingsplatz Ihrer Katze und gewöhnen Sie sie an den neuen Raum. Ein Lieblingsspielzeug oder ein Leckerli im Katzenhaus helfen dabei.
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