Dänisch-Schwedischer Hofhund (Dänischer Schwedischer Gardhund)

Der Dänisch-Schwedische Hofhund (Gardhund) ist eine kleine, vielseitige Arbeitshunderasse. Er war lange Zeit bei Bauern in Schweden und Dänemark weit verbreitet. Er wurde als Wachhund, Schädlingsbekämpfungshund und Begleithund eingesetzt. Er ist aufmerksam, agil und sehr wachsam. Er ist leicht zu trainieren und will gefallen, wodurch er sich gut für verschiedene Hundesportarten eignet.

Dänische und schwedische Bauernhofhunde

Ursprungsgeschichte

Über die Ursprünge des Gardhundes ist wenig bekannt. Kynologen sind sich einig, dass die Vorfahren dieser kleinen Hunde Pinscher und Britische Weiße Jagdterrier waren, aus denen der Jack Russell Terrier und der Britische Jagdterrier hervorgingen. FoxterrierAndere behaupten, ihre Geschichte reiche bis in die Wikingerzeit zurück. Sicher ist, dass Gardhunde Anfang des 19. Jahrhunderts bereits unter Bauern in Dänemark und Schweden weit verbreitet waren.

Bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden Hofhunde wenig Beachtung. Veränderungen in der Landwirtschaft, Kreuzungen und andere Faktoren führten zu einem starken Rückgang der Garhund-Population. 1985 schlossen sich die dänischen und schwedischen Zuchtvereine zusammen, um diese kleinen Hunde zu erhalten. Die Rasse wurde 1987 in Schweden und Dänemark unter dem Namen Dänisch-Schwedischer Hofhund anerkannt. Im April 2019 wurde sie schließlich von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt und in Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer) ohne Arbeitsprüfung eingestuft.

Manche Quellen bezeichnen die Rasse als „Gardhund“. Die Erklärung ist einfach: In den FCI-Mitgliedsländern ist die Rasse als Dänisch-Schwedischer Hofhund bekannt. Im Dänischen und Schwedischen lautet der Name jedoch Dänisch-Schwedischer Gardhund.

Zweck

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Dänisch-Schwedische Hofhund ein vertrauter Anblick auf Bauernhöfen in Dänemark und Südschweden. Die Rasse erfüllte viele verschiedene Aufgaben: Sie schützte Häuser und Scheunen vor Nagetieren, vertrieb Füchse vom Hühnerstall, bewachte wachsam das Territorium und meldete jede Veränderung mit lautem Bellen. Außerdem war sie ein treuer Begleiter ihres Besitzers und ein Spielkamerad für dessen Kinder.

Gardhunde sind nahezu universell einsetzbar und passen sich problemlos an die unterschiedlichsten Lebensstile ihrer Besitzer an. Heute sind sie vor allem Familienhunde und Begleithunde, die aber auch auf Ausstellungen und in verschiedenen Hundesportarten wie Agility, Freestyle und Frisbee hervorragende Leistungen erbringen. Gehorsam, Such- und Rettungsarbeit. In Schweden werden diese Hunde auch zur Jagd auf Niederwild und Wildschweine eingesetzt, und in Norwegen arbeitet ein Gardhund offiziell beim Such- und Rettungsdienst.

Aussehen

Der Dänisch-Schwedische Gardhund ist ein kleiner, kompakter Hund mit leicht gestrecktem Körper und gut entwickelter Muskulatur. Er wirkt agil, energiegeladen und kräftig und hat einen wachen, intelligenten Ausdruck. Der Geschlechtsdimorphismus ist ausgeprägt.

  • Körpergröße der Männer: 34–37 cm; der Frauen: 32–35 cm;
  • Das Gewicht der Männchen beträgt 12-14 kg; das Gewicht der Weibchen beträgt 5-7 kg.

Der Kopf ist relativ klein und dreieckig. Der Schädel ist rundlich und recht breit. Der Stop ist ausgeprägt. Die Schnauze ist gut entwickelt und verjüngt sich allmählich zur Nase hin, ist aber nicht spitz. Der Nasenrücken ist gerade. Die Augen sind mittelgroß, rundlich, tief liegend und dunkelbraun. Die Ohren sitzen auf der Oberkante des Schädels, entweder zurückliegend oder hängend an Knorpel. Der Hals ist mittellang und leicht gewölbt.

Vertreter dieser Rasse erreichen die Geschlechtsreife spät, mit 2-3 Jahren, was für kleine Hunde ungewöhnlich ist.

Der Körper ist kompakt, leicht gestreckt und kräftig. Die Lende ist breit, kurz und leicht gewölbt. Die Kruppe ist gerundet. Der Brustkorb ist tief, lang und geräumig. Die Vorbrust ist gut ausgeprägt. Die Bauchlinie ist leicht aufgezogen. Der Schwanz ist nicht zu hoch angesetzt und kann lang oder von Natur aus kurz sein; er wird gerade oder leicht gebogen getragen. Die Vorderläufe sind parallel und gerade. Die Hinterläufe haben gut entwickelte, parallel stehende Oberschenkel, und die Pfoten sind klein, oval und nicht zu eng anliegend.

Das Fell ist glatt, kurz und liegt eng am Körper an. Die vorherrschende Farbe ist Weiß, mit vereinzelten Flecken in verschiedenen Farben, Größen und Kombinationen (lohfarben, braun, rehbraun und schwarz). Sprenkelung und lohfarbene Abzeichen über den Augen sind zulässig.

Dänisch-Schwedischer Hofhund

Charakter und Verhalten

Der Dänisch-Schwedische Hofhund hat ein ausgeglichenes Wesen. Er ist aufmerksam, mutig und intelligent. Seiner Familie gegenüber ist er liebevoll und anhänglich. Wärme und Nähe sind ihm sehr wichtig. Trotz seiner Größe ist er ein echter Anführer, standhaft und mutig. Von klein auf benötigt er eine umfassende Sozialisierung und ein ruhiges, auf positiver Verstärkung basierendes Training. In erfahrenen Händen ist er sehr lernfähig. Hofhunde sind wachsame Wachhunde. Fremden gegenüber sind sie ruhig und misstrauisch, ohne offene Angst oder Aggression.

Ein Dänisch-Schwedischer Gardhund sollte nicht von Personen gehalten werden, die planen, den Hund länger als 4-5 Stunden am Tag allein zu lassen.

Der Dänisch-Schwedische Hofhund mag es nicht, lange allein gelassen zu werden. Sein Wesen hängt stark von Arbeits- und Sozialkontakten ab. Im Alltag ist er sehr aktiv und braucht regelmäßige körperliche und geistige Auslastung. Er passt sich leicht an neue Umgebungen an. Er kann ein zuverlässiger Familienhund oder ein Begleiter für Singles sein. Er versteht sich gut mit Kindern und unterstützt sie oft gerne bei ihren Unternehmungen. Er ist sehr geduldig und ruhig.

Sie vertragen sich gut mit anderen Hunden und Katzen, Nutztieren und Geflügel. Manche Hunde haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt und jagen und töten daher gerne Kleintiere wie Mäuse, Ratten, Maulwürfe und ähnliches.

Dänisch-Schwedischer Bauernhund Agility

Inhaltsmerkmale

Der Dänisch-Schwedische Hofhund ist für die Wohnungshaltung ungeeignet. Er braucht viel Platz sowie körperliche und geistige Auslastung. Idealerweise lebt er in einem Privathaushalt bei einem Besitzer, der selten lange abwesend ist und einen treuen Begleiter sucht. Ihn anzuketten oder in einem Zwinger einzusperren, ist absolut kontraindiziert. Er benötigt viel körperliche und geistige Beschäftigung. Mit dem richtigen Training kann er sogar ein treuer Joggingbegleiter werden.

Pflege

Das kurze, glatte Fell benötigt wenig Pflege. Gelegentliches Bürsten genügt, während des Fellwechsels häufiger. Baden wird nach Bedarf empfohlen. Die Krallen sollten regelmäßig geschnitten werden, falls sie nicht ausreichend abgenutzt sind.

Dänisch-Schwedische Bauernhofhundwelpen

Gesundheit und Lebenserwartung

Der Dänisch-Schwedische Hofhund ist klein, aber sehr robust und im Allgemeinen gesund. Seine Lebenserwartung liegt bei 13–15 Jahren. Nur wenige Fälle bestimmter Erbkrankheiten wurden berichtet.

  • Hüftdysplasie;
  • Allergien;
  • Morbus Perthes;
  • KataraktDie

Wo man einen Welpen kaufen kann

Wer einen Welpen kaufen möchte, sollte den Import aus Skandinavien in Betracht ziehen. Außerhalb dieser Region ist die Rasse nicht weit verbreitet. Sie kommt hauptsächlich als vereinzeltes Exemplar in vielen europäischen Ländern vor. Einige wenige Hunde wurden in die USA und nach Kanada importiert. Die Webseiten der schwedischen und dänischen Rasseclubs bieten Kontaktinformationen zu über 20 Züchtern und Zuchtstätten, Informationen zu anstehenden Verpaarungen sowie zu Kauf und Transport.

Preis

Der Durchschnittspreis für einen Welpen der Rasse Dänisch-Schwedischer Hofhund in Europa beträgt 800 Euro.

Fotos und Videos

Weitere Fotos von dänisch-schwedischen Hofhunden finden Sie in dieser Sammlung.

Video über die dänische schwedische Hofhundrasse

Lesen Sie auch:



Einen Kommentar hinzufügen

Katzentraining

Hundetraining