Bullmastiff

Der Bullmastiff wurde ursprünglich in Großbritannien mit einem einzigen Ziel gezüchtet: einen energiegeladenen und kräftigen Kampfhund zu schaffen. Andere Eigenschaften oder ein attraktives Aussehen spielten dabei keine Rolle. Nach dem Ende der Ära der Hundekämpfe wurden sie als Wachhunde eingesetzt. Später beschlossen Züchter jedoch, die Rasse etwas zu verfeinern. Heute werden Bullmastiffs als treue und zuverlässige Begleiter mit ausgezeichneten Wacheigenschaften und einem charmanten Wesen geschätzt.

Ursprungsgeschichte

Bullmastiffs werden in Literatur und Gemälden des 18. und 19. Jahrhunderts erwähnt. Die gezielte Zucht begann jedoch erst im frühen 20. Jahrhundert. Über die Ursprünge des Bullmastiffs davor ist so gut wie nichts bekannt. Zur Bekämpfung von Wilderern benötigten Förster Hunde, die ihre Aufgabe hervorragend erfüllten, ausdauernd, schnell und kräftig waren. Sie verhielten sich bei Verfolgungsjagden ruhig und konnten selbstständig Entscheidungen treffen, ohne auf Befehle ihres Herrchens warten zu müssen. Diese Arbeitseigenschaften wurden über Generationen hinweg sorgfältig trainiert.

Ein bekannter englischer Züchter beschloss, den Bullmastiff-Typ zu festigen und begann mit systematischer direkter Kreuzung. Englischer Mastiff mit einem Bulldoggenanteil. Seinen Angaben zufolge sollte der Hund zu 60 % Mastiff und zu 40 % Bulldogge sein. Daher wurde eine eigene Linie etabliert und unter der Bezeichnung „Farcraft“ registriert. Diese Hunde gehörten zu den ersten reinrassigen Hunden dieser Rasse, die in das Zuchtbuch des englischen Kennel Clubs eingetragen wurden.

1924 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Ein Jahr später wurde ein Rasseclub gegründet und der erste Rassestandard verfasst. Seit den 1930er-Jahren werden Bullmastiffs in andere europäische Länder, die USA und nach Südafrika exportiert, wo sie noch heute zum Bewachen von Diamantminen eingesetzt werden.

Aussehen

Das Erscheinungsbild des Bullmastiffs bewahrt die Hauptmerkmale des Molosser-Typs. Sein Körperbau ist kraftvoll und harmonisch.

Schnauze

Der Kopf ist breit und quadratisch. Die Schnauze ist kurz. Die Stirnfalten sind im Ruhezustand nicht ausgeprägt. Die Wangen sind voll mit einem deutlichen Stop. Die Nase ist rund mit weit geöffneten Nasenlöchern. Die Augen stehen weit auseinander und sind dunkel. Die Lefzen sollten nicht unter den Unterkiefer hängen. Der Biss ist ein Zangengebiss, ein leichter Vorbiss ist jedoch zulässig. Die Ohren sind weit auseinanderstehend, klein und hängend.

Körper

Die Brust ist breit und tief. Der Rücken ist gerade. Die Gliedmaßen sind kräftig, gerade und weit auseinanderstehend. Der Schwanz ist am Ansatz kräftig und verjüngt sich zur Spitze hin. Das Fell ist kurz und rau. Es ist einheitlich rot oder rehbraun (gelblich-braun) und kann gestromt sein. Ein Fleck auf der Brust ist zulässig. Die Schnauze muss eine dunkle Maske aufweisen, und die Ohren sind ebenfalls dunkler als der Körper.

Bullmastiff-Aussehen

Rassetraining

Die Welpenerziehung beginnt bereits in den ersten Tagen. Mit drei Monaten sollte ein Hund seinen Namen kennen, den Rückruf verstehen, seinen Ruheplatz vom Besitzer unterscheiden und die Grundlagen des Leinenlaufens beherrschen. Mit sechs Monaten werden die Hunde auf den Spielplatz mitgenommen und intensiver trainiert. Dann absolvieren sie den allgemeinen Erziehungskurs. Bullmastiff-Welpen sind intelligent, können aber auch stur und leicht beleidigt sein. Daher sollte die Erziehung von Bullmastiffs auf sanfter, konsequenter und ruhiger Anleitung basieren.

Der Wachinstinkt wird nach einem Jahr trainiert. Bullmastiffs sind nicht besonders angriffslustig. Körperlich und psychisch ist der Hund erst mit zwei bis drei Jahren vollständig entwickelt. Außerdem liegen die Wachinstinkte dieser Rasse im Blut, und es macht keinen Sinn, übermäßige Aggressivität zu fördern. Bullmastiff-Besitzer sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass diese Hunde sich schnell langweilen, wenn sie denselben Befehl hören, und dass sie es im Allgemeinen nicht mögen, apportiert zu werden.

Ein Bullmastiff braucht in jedem Alter ausreichend Bewegung. Welpen profitieren besonders von langen Spaziergängen, leichtem Joggen und aktivem Spielen. Wenn der Hund keine Konflikte mit anderen Hunden hat, ist gemeinsames Spielen ebenfalls förderlich. Ab einem Jahr können Sie Zugübungen und Radfahren einführen. Vermeiden Sie zu weite und hohe Sprünge. Wichtig ist, dass jede Art von Bewegung langsam gesteigert wird.

Anwendung

Der Bullmastiff ist in erster Linie ein Wachhund, der mit der richtigen Erziehung zu einem allseits beliebten und hervorragenden Begleiter wird. Wenn Sie in einem eigenen Haus wohnen, sollten Sie die Wachinstinkte Ihres Hundes nutzen, um Ihr Grundstück zu schützen. Er wird diese Aufgabe mit Bravour meistern.

Rassemerkmale

Bullmastiffs haben ein ausgeglichenes und ernstes Wesen. Sie sind ihrer Familie treu ergeben. Manchmal sind sie etwas faul. Ein gut erzogener Hund bellt nie grundlos und greift nur an, wenn er keinen anderen Ausweg sieht. Bullmastiffs gewöhnen sich schnell an ihre Umgebung und alle Familienmitglieder.

Aktive, energiegeladene, sehr kräftige und mutige Hunde mit einem stabilen Wesen. Sie sind ihren Besitzern treu ergeben und würden ihre Familie bis zum Schluss beschützen. Trotz ihres imposanten Aussehens sind Bullmastiffs sehr anhänglich und aufmerksam. Fremden gegenüber sind sie misstrauisch. Das psychische Profil eines Bullmastiffs hängt auch von der Umgebung ab, in der er aufgewachsen und trainiert wurde.

Dem Bullmastiff fehlt es an natürlicher Aggression und unprovoziertem Hass. Er ist sich seiner Situation stets bewusst und weiß seine Kraft zu kontrollieren.

Der Bullmastiff ist seinem Besitzer gegenüber sehr anhänglich; er vergöttert ihn nicht nur, sondern folgt ihm auch überall hin. Er interessiert sich für alles, was Ihnen wichtig ist, und wenn Sie sich von seiner obsessiven Treue gestört fühlen, sollten Sie dem ein Ende setzen.

Der Bullmastiff bellt selten und das aus gutem Grund, was in städtischen Gebieten ein großer Vorteil ist.

Wartung und Pflege

Hunde dieser Rasse fühlen sich in einer Wohnung durchaus wohl, sofern sie ausreichend Auslauf bekommen. Die Haltung eines Bullmastiffs in einem Zwinger ist möglich, bei starkem Frost muss er jedoch ins Haus geholt werden.

Mit der richtigen Erziehung ist diese Rasse kinderlieb. Es wird jedoch nicht empfohlen, den Hund mit einem Kleinkind allein zu lassen, da er das Kind unbeabsichtigt erschrecken oder verletzen könnte. Wie gut sie sich mit anderen Tieren vertragen, lässt sich schwer pauschal sagen. Dies ist sehr individuell, und eine Sozialisierung ist nicht unbedingt notwendig. Diese Rasse ist nicht für jeden geeignet, da die Kontrolle ihrer Kraft eine feste Hand und einen starken Charakter erfordert.

Bei einem so kräftigen und muskulösen Hund wie Bullmastiff ist es wichtig, eine Beziehung aufzubauen, in der Sie sowohl Besitzer als auch Rudelführer sind. Bullmastiffs sind keine einfachen Hunde, und wenn Sie sich für einen solchen Hund entscheiden, überlegen Sie gut, ob Sie dieser Verantwortung gewachsen sind.

Bullmastiffs sind pflegeleicht. Um ihr Fell gesund und glänzend zu halten, sollten sie wöchentlich gebürstet werden. Baden ist selten nötig. Da die Rasse schwer ist, werden die Pfotenballen regelmäßig kontrolliert. Bei ausreichend Bewegung nutzen sich die Krallen von selbst ab; andernfalls müssen sie geschnitten werden.

Integrieren Sie eine obligatorische Augen- und Ohrenuntersuchung in die tägliche Hygiene Ihres Haustieres. Achten Sie auf Sauberkeit und Gesundheitszustand. Bei Auffälligkeiten wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Fütterung

Die Fütterung eines Bullmastiffs ist im Allgemeinen unkompliziert; diese Hunde sind nicht wählerisch. Besitzer müssen sich lediglich zwischen Frischfutter und Trockenfutter entscheiden. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die dem Bewegungsbedarf des Hundes entspricht. Futter- und Wassernäpfe werden auf einem Ständer platziert.

Bullmastiffs neigen zu Übergewicht, was mit bestimmten Gesundheitsproblemen einhergehen kann. Daher ist es wichtig, einen regelmäßigen Fütterungsplan einzuhalten und die Portionen nicht unnötig zu erhöhen. Wenn Sie Ihrem Hund Fertigfutter geben möchten, lohnt es sich auf jeden Fall, hochwertiges Vollwertfutter oder zumindest Premiumfutter zu verwenden.

Füttern Sie Ihren Bullmastiff nicht gleichzeitig mit gekochtem und rohem Gemüse. Rohe Lebensmittel sind schwer verdaulich, und die Zugabe von gekochtem Futter kann Verdauungsstörungen verursachen.

Wenn ein Hund nichts frisst, aber keine äußeren Krankheitsanzeichen zeigt, ist das normal. Manchmal fastet ein Bullmastiff einfach mal einen Tag.

Gesundheit

Bullmastiffs sind im Allgemeinen gesunde, kräftige und widerstandsfähige Hunde. Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen zählen:

  • Hüftdysplasie;
  • angeborene Luxationen;
  • Bänderrisse;
  • Neigung zu Blähungen, mögliche Magendrehung;
  • Interdigitale Dermatitis;
  • Eversion und Inversion der Augenlider;
  • Urolithiasis;
  • Lymphosarkom.
  • Hautprobleme (Kontaktdermatitis, teilweiser Haarausfall und Ekzeme).

Die Lebenserwartung beträgt 9-10 Jahre.

Wie man einen Hund auswählt

Beim Kauf eines Bullmastiffs sollten Sie sich gleich entscheiden, ob Sie ein Männchen oder ein Weibchen möchten. Weibchen sind ruhiger und eignen sich besser für diejenigen, die noch nie einen Bullmastiff trainiert haben. Außerdem sind weibliche Bullmastiffs sauberer als Männchen. Sie haben weniger Führungsqualitäten und einen flexibleren Charakter.

Ein Bullmastiff-Welpe muss dem Rassestandard entsprechen. Wenn Sie einen nervösen Welpen bemerken, ist das ein Grund zur Sorge. Eine ungewöhnlich eingerollte Rute, die auf eine Kruppenfehlbildung hindeutet, gilt ebenso als Schönheitsfehler wie übermäßiger Tränenfluss, ein Anzeichen für Entropium. Dicke und lange Ohren werden ebenfalls als Fehler angesehen.

Prüfen Sie unbedingt die Dokumente des Tieres und lesen Sie Bewertungen über die Tierpension.

Der Preis eines Bullmastiff-Welpen hängt von seiner Klasse ab. So kann beispielsweise ein Welpe der Ausstellungsklasse bis zu 1.000 US-Dollar kosten, während ein Welpe der Familienhundeklasse für 8.000 Rubel erhältlich ist.

Fotos

Fotos von Bullmastiffs:

Bullmastiff ruht

Bullmastiff-Welpen

Bullmastiff

Bullmastiff-Hunde

Bullmastiff-Foto

Bullmastiff-Welpe

Bullmastiff im Schnee

Bullmastiffs sind ausgezeichnete Wachhunde.

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