Bukowiner Schäferhund (Südosteuropäischer Schäferhund)
Der Bukowiner Schäferhund (Südosteuropäischer Schäferhund) ist ein großer Hüte- und Wachhund. Er ist selbstsicher, ausgeglichen und ruhig. Die Rasse ist vorläufig von der FCI anerkannt.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Der Bukowiner Schäferhund ist eine einheimische Hunderasse, deren Vorfahren in den Karpaten und an der südlichen Donau lebten. In Nordostrumänien, im Kreis Bukowina und in Serbien wurde besonderer Wert auf die Auswahl von Schäferhunden mit Arbeitseigenschaften gelegt. Diese Regionen sind seit jeher für ihre Viehzucht bekannt. Daher waren hier vierbeinige Helfer notwendig, die die Herden vor Raubtieren und Eindringlingen schützten.
In Rumänien wurden Bukowiner Schäferhunde auch Kapau oder Dulau genannt. Genetisch ist die Rasse eng verwandt mit Kuvasz, Kommandant, Tatra-Schäferhund, Maremma-Abruzzen Und PyrenäenLange Zeit galt der Bukowiner Schäferhund nicht als eigenständige Rasse. Der erste Rassestandard wurde 1982 verfasst und 2001 aktualisiert.
Zweck
Jahrhundertelang bestand die Hauptaufgabe der bukowinischen Hirten darin, die Herden vor Raubtieren und Eindringlingen zu schützen. Heute findet man sie häufiger auf Landgütern als Wachhunde und Begleiter.
Aussehen
Der Bukowiner Schäferhund ist ein großer, massiger Hund von etwas gestrecktem Körperbau mit sehr dichtem, halblangem Fell und gut entwickelter Unterwolle, einem großen Kopf und kräftigen Gliedmaßen. Der Geschlechtsdimorphismus ist sehr ausgeprägt.
- Die Widerristhöhe der Hengste beträgt 68-78 cm;
- Die Widerristhöhe der Hündinnen beträgt 64-72 cm.
Das Gewicht ist in der Norm nicht festgelegt; es sollte im Verhältnis zur Körpergröße stehen. Typischerweise liegt es zwischen 60 und 80 kg.
Der Kopf ist massiv, leicht über der Rückenlinie angesetzt und nicht schwer. Der Schädel ist leicht gewölbt und mäßig breit. Der Stop ist mäßig ausgeprägt. Die Schnauze ist gerade, voluminös und verjüngt sich leicht zur Nase hin, ist aber nicht spitz. Der Unterkiefer ist sehr kräftig. Das Gebiss ist vollständig. Der Biss ist scherenartig, ein Zangengebiss ist jedoch zulässig. Die Nase ist groß, schwarz und gut entwickelt. Die Augen sind im Verhältnis zum Kopf klein, schräg eingesetzt, mandelförmig und hellbraun bis braun. Die Augenlider sind gut pigmentiert. Die Ohren sind relativ hoch angesetzt, V-förmig, hängend und liegen eng an den Jochbeinen an, mit leicht abgerundeten Spitzen.
Das Kupieren von Ohren und Schwanz ist verboten.Der Hals ist kräftig, ohne Wamme und von mittlerer Länge. Der Körper ist kompakt. Die Rückenlinie verläuft waagerecht. Der Rücken ist muskulös und stark. Die Kruppe ist mäßig abfallend. Die Brust ist tief, breit und reicht bis zu den Ellbogen. Die Rippen sind gut gewölbt. Die Bauchlinie ist leicht aufgezogen. Die Rute ist hoch angesetzt. Die Vorderläufe stehen senkrecht. Die Hinterläufe sind kräftig, muskulös und fest angesetzt. Die Pfoten sind oval mit gut gewölbten, eng anliegenden Zehen. Die Krallen sind grau oder schwarz.
Die Haut ist straff, dunkelaschfarben und dick. Das Haar an Vorderbeinen und Kopf ist kurz. Am Körper ist es 6–9 cm lang, üppig, rau, gerade und anliegend. Die Unterwolle ist sehr dicht und kurz. Um den Hals bildet das Haar eine Mähne, während an den Hinterbeinen Befederungen und Hosen zu sehen sind. Farbe: Die Grundfarbe ist weiß oder hellbeige mit schwarzen oder grauen Flecken. Schwarze Flecken mit rötlichen Sprenkeln können vorkommen. Schwarze oder graue Sprenkel an den Beinen sind zulässig.

Charakter und Verhalten
Der Bukowina-Schäferhund ist ein ausgeglichener, mutiger und ruhiger Hund mit ausgezeichneten Wachhundeigenschaften. Er ist sehr aufmerksam und beobachtet seine Umgebung aufmerksam. Dabei ist er selbstständig, ohne übermäßig eigenwillig zu sein. Er sucht die Nähe seines Besitzers und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Gegenüber Wildtieren ist er wehrhaft. Fremden gegenüber ist er misstrauisch, aber nicht übermäßig aggressiv. Er verteidigt andere, wenn er sich bedroht fühlt.
Die Hauptaufgabe des Bukowina-Schäfers besteht darin, die ihm anvertraute Herde und das Eigentum zu schützen. Dies hat seinen Charakter geprägt und zeigt sich in seinem Verhalten.
Tagsüber suchen sich Bukowiner Hirtenhunde meist einen erhöhten Platz und bewachen ihr Revier. Nachts patrouillieren sie aktiv um Haus oder Herde. Nähern sich Tiere oder Fremde, bellen sie laut. Ihre Stimme ist tief und kräftig und wird bei Gefahr noch lauter und tiefer. Als Familienhunde sind Bukowiner Hirtenhunde ruhig, sehr anhänglich und geduldig mit Kindern. Manchmal wirken sie etwas phlegmatisch, doch dieser Eindruck täuscht. Sie sind verspielt, robust und bei Bedarf sehr aktiv.
Schul-und Berufsbildung
Der Bukowina-Schäferhund ist ein territorialer Hund mit einer Tendenz zur Dominanz. Er kann naturgemäß verschiedene Formen von Aggression entwickeln: sexuelle, territoriale und artspezifische Aggression. Um Probleme zu vermeiden, ist eine frühe Erziehung, einschließlich Training und Sozialisierung, unerlässlich. Es ist wichtig, dem Hund beizubringen, sich in der Nähe verschiedener Tiere und in unterschiedlichen Situationen (insbesondere im Freien) zu beherrschen und die Grundkommandos zu lernen.
Der Rumänische Schäferhund ist hochintelligent und kann in Bezug auf das Bewachen selbstständig Entscheidungen treffen. Er ist jedoch eigensinnig und schwer zu erziehen. Er gehorcht einem Besitzer nicht, der keine klare Führungsrolle übernimmt. Ein gut erzogener Hund ist im Alltag sehr gehorsam und nicht aggressiv.
Inhaltsmerkmale
Der Bukowina-Schäferhund ist nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Ideal ist ein Leben im Freien im Garten eines Privathauses oder auf einem Bauernhof, wo er sein eigenes Revier bewachen und sich frei bewegen kann. Tagsüber kann er in einer Box oder angekettet untergebracht werden, sollte aber nicht ständig an der Leine geführt werden. Der Besitzer sollte täglich mindestens ein bis zwei Stunden mit dem Hund verbringen.
Für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung benötigt der Bukowina-Schäferhund viel Bewegungsfreiheit und ausreichend Platz. Er braucht einen geräumigen Hof oder, noch besser, einen Bauernhof oder eine Wiese, wo eine Herde weidet und beschützt werden muss.
Bukowina-Schäferhunde sind nicht wählerisch beim Fressen. Während des Welpenalters und auch später sollte man ihren täglichen Futteranteil nicht mit tierischem Eiweiß überladen (15–20 % sind ausreichend). Der Rest sollte aus Getreide und Gemüse bestehen. Um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen, können Sie ihnen fermentierte Milchprodukte, Fisch und Eier geben.
Pflege
Der Bukowina-Schäferhund ist in puncto Fellpflege sehr anspruchslos, es sei denn, es handelt sich um einen Ausstellungshund, der gelegentlich in Bestform präsentiert werden muss. Um ein gepflegtes Aussehen zu bewahren, sollte das Fell wöchentlich und während des Fellwechsels täglich gebürstet werden. Häufiges Baden ist nicht empfehlenswert. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Die Krallen sollten regelmäßig gekürzt werden, sofern sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen.

Gesundheit und Lebenserwartung
Der Bukowiner Schäferhund ist robust, anspruchslos und bestens an das Leben im Freien bei heißen wie kalten Temperaturen angepasst. Die meisten Vertreter dieser Rasse erfreuen sich robuster Gesundheit. Die Lebenserwartung beträgt 9-12 Jahre. Manche Bukowiner Schäferhunde leiden unter Erkrankungen des Bewegungsapparates. Diese werden meist durch unsachgemäße Welpenaufzucht, Nährstoffmängel oder hohes Alter verursacht. Wie andere große Hunderassen neigen sie zu Hüft- und Ellenbogendysplasie. MagentorsionDie
Wo kann man einen Bukowiner Schäferhundwelpen kaufen?
Der Bukowiner Schäferhund ist in Rumänien recht verbreitet. Außerhalb Rumäniens ist er selten und wenig bekannt. In den GUS-Staaten gibt es einige wenige Vertreter der Rasse. Über die Zuchtgebiete liegen keine Informationen vor.
Preis
In Rumänien liegt der Durchschnittspreis für einen Welpen bei 500 US-Dollar (rund 2.000 Lira). Viele Online-Anzeigen bieten Welpen zwischen 350 und 1.000 Lira an, meist ohne Papiere. Der Preis für einen Bukowiner Schäferhund aus einer Zuchtstätte mit Champion-Eltern kann über 3.000 Lira liegen.
Fotos und Videos
Diese Galerie zeigt Fotos von Bukowiner Schäferhunden (südosteuropäischen Schäferhunden). Die Fotos zeigen Hunde unterschiedlichen Alters, Geschlechts und unterschiedlicher Fellfarbe.
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