Großer Schweizer Sennenhund (Großer Sennenhund)
Der Große Schweizer Sennenhund ist weniger bekannt als sein Berner Verwandter, aber nicht weniger faszinierend. Er ist ein vielseitiger Arbeits- und Familienhund. Er ist auch unter den Namen Kurzhaariger Sennenhund oder Großer bekannt.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
In der modernen Kynologie gilt die Abstammung des Hundes als korrekt: Sie führt vom Tibetmastiff über antike römische Molosser zu den mitteleuropäischen Doggen und schließlich zum Schweizer Sennenhund. In der Schweiz erfüllten Hunde ähnliche Aufgaben wie in anderen Ländern. Große Hunde dienten als Wach- und Hütehunde, kleinere als Hütehunde. Über Jahrhunderte entwickelten sich spontan, ohne menschliches Zutun, lokale Rassen, die jedoch dennoch einen spezifischen Typus und eine charakteristische Fellfarbe annahmen.
Nachdem die Mönche begannen, Hunde zu benutzen (heutige BernhardinerAls Rettungshunde erfreuten sich die zweifarbigen Berner Sennenhunde großer Beliebtheit. Diese flauschigen Hunde erzielten hohe Preise und waren schließlich in der Schweiz fast ausgestorben. Dreifarbige Hunde hingegen, die zuvor als Mischlinge galten, überlebten. Sie bildeten die Grundlage für alle Arten von Berner Sennenhunden. Die Gruppe umfasst vier Rassen:
- Entlebucher Sennenhund;
- Appenzeller Berghund;
- Berner Sennenhund;
- Großer Schweizer Sennenhund (Großer Sennenhund).

Was Gross betrifft, so verdankt es sein Aussehen dem Züchter. Berner Sennenhunde Franz Schertenleib war es, der entschied, dass auch große, dreifarbige Hunde Beachtung verdienten, und 1908 den ersten kurzhaarigen Sennenhund auf einer Ausstellung in Langenthal präsentierte. Er konnte beweisen, dass diese Hunde Nachfahren der fast ausgestorbenen großen Gebirgshunde waren. 1909 wurde die Rasse vom Schweizerischen Kennel Club anerkannt. Bereits 1939 wurde der erste Rassestandard veröffentlicht und die Rasse beim VFC registriert. Die Großen Sennenhunde gelten übrigens als Vorfahren der Metzgerhunde, von denen sie abstammen. RottweilerObwohl die Rasse Gross ursprünglich in der Schweiz gezüchtet wurde, konzentriert sich die Hauptpopulation heute in Österreich und Deutschland.
Videorezension der Hunderasse Großer Schweizer Sennenhund (Groß):
Erscheinungsbild und Standards
Der Große Schweizer Sennenhund ist ein großer, kräftig gebauter Hund mit einem markanten dreifarbigen Fell. Die Widerristhöhe beträgt 60–72 cm. Rüden sind deutlich größer und massiger als Hündinnen.
Der Gross-Standard hebt mehrere wichtige Proportionen hervor:
- Das Verhältnis von Länge zu Höhe beträgt 10 zu 9;
- Brusttiefe zu Körpergröße 1:2;
- Das Verhältnis der Nasenlänge zur Länge des oberen Schädelteils beträgt 1:1.
- Die Breite des Schädeldachs ist doppelt so breit wie die Nasenbreite.
Der Kopf ist kräftig, aber nicht schwer, bei Rüden massiger. Die Stirn ist breit und flach, die Stirnfurche verjüngt sich zur Nasenspitze hin, und der Hinterhauptshöcker ist kaum sichtbar. Die Nase sollte schwarz sein. Der Fang ist kräftig, nicht spitz und länger als breit. Der Nasenrücken ist gerade. Die Lefzen sind fleischig und liegen eng am Kiefer an. Es ist ein Scherengebiss vorhanden; fehlende Zähne sind zulässig. Die Augen sind mandelförmig, mittelgroß und variieren in der Farbe von hellhaselnussbraun bis dunkelbraun. Die Augenlider sind vollständig pigmentiert und liegen eng an. Die Ohren sind dreieckig, mittelgroß und hoch angesetzt. Im entspannten Zustand hängen sie an den Wangenknochen an, bei Erregung werden sie auf Knorpelgewebe angehoben und nach vorn gerichtet. Die Ohren sind innen und außen behaart.
Der Hals ist stark gewölbt. Der Körper ist leicht gestreckt. Der Rücken ist kräftig und gerade. Die Kruppe ist breit. Die Brust ist breit, leicht abfallend und im Querschnitt oval. Der Bauch des Hundes ist leicht aufgezogen. Die Rute setzt die Rückenlinie harmonisch fort. Sie ist kräftig und reicht bis zu den Sprunggelenken. In Ruhe wird sie tief und leicht gebogen getragen, in der Bewegung ist sie leicht angehoben und gebogen. Die Läufe sind kräftig und gerade. Die Pfoten sind gerundet, stehen eng beieinander und haben kräftige Krallen.
Das Fell ist doppelt und besteht aus einem dicken Deckhaar von kurzer bis mittlerer Länge und einer weicheren, dichten Unterwolle, die dunkelgrau oder schwarz sein kann. Die Farbe ist ausschließlich dreifarbig. Die Grundfarbe ist Schwarz mit symmetrischen, hellbraunen Abzeichen an den Wangen, über den Augen, an den Innenseiten der Ohren, an den Seiten des Brustbeins, an allen vier Beinen und am Schwanzansatz. Reinweiße Abzeichen finden sich am Kopf, an der Kehle, an der Brust und an den Beinen (die „Socken“ bilden) sowie an der Schwanzspitze. Wichtig ist, dass sich zwischen dem weißen Streifen auf der Stirn und den hellbraunen Abzeichen über den Augen ein schwarzer Streifen befindet. Weiß kann sich bis zum Hals erstrecken und eine Halskrause bilden.

Charakter
Der Schweizer Sennenhund hat einen guten Charakter. Zu seinen herausragenden Eigenschaften zählen Edelmut, Furchtlosigkeit, Gelassenheit und Ausgeglichenheit. Er ist ruhig, aber niemals träge. Er ist weder scheu noch aggressiv. Das imposante Erscheinungsbild dieses großen Hundes lässt einen ihm mit Vorsicht begegnen, doch er bellt niemals unnötig. Im Übrigen beschränkt sich seine Aggression meist auf Bellen. Diese Hunde sind besonders eifrig im Schutz von Frauen und Kindern.
Sie sind ausgezeichnete Wachhunde, die auf jedes Detail achten.
Für einen Menschen ist es sehr einfach, die Führung für einen Gross zu übernehmen, da diese Rasse einen fairen Bezugsperson braucht und nicht nach Dominanz strebt. Sie vertragen sich gut mit anderen Tieren, besonders wenn sie sich seit Welpenzeiten kennen.
Zweck und Ausbildung
Moderne Schweizer Sennenhunde werden hauptsächlich von Familien gehalten, kommen aber auch bei Rettungseinsätzen zum Einsatz. Sie eignen sich zudem hervorragend als Wach- und Hütehunde. Junge Schweizer Sennenhunde können sehr eigensinnig und stur sein. Wenn ein Hund gelangweilt oder müde ist und nicht mitgehen möchte, hilft auch kein Zureden; hier ist Verständnis gefragt.
Die Erziehung eines Gross erfordert Geduld. Das Training sollte regelmäßig und moderat sein. Die kritische Phase dauert bis zum Alter von 18 Monaten. Obwohl der Hund groß wirkt, ist er im Herzen immer noch ein verspielter Welpe. Übrigens ist es nicht ungewöhnlich, dass ein sechs Monate alter Schweizer Sennenhund ins Haus uriniert.
Ohne Training und Kontakt zu Menschen werden Hunde stumpfsinnig, entwickeln schlechte Angewohnheiten und können manchmal sogar gefährlich aggressiv werden.
Sie sind relativ leicht zu trainieren und merken sich Kommandos schnell und dauerhaft. Dass viele Große Schweizer Sennenhunde an Agility und anderen Hundesportarten teilnehmen, unterstreicht ihre hohe Intelligenz. Diese Hunde benötigen eine ausgezeichnete Sozialisierung. Züchter und Besitzer von Schweizer Sennenhunden empfehlen daher dringend die Teilnahme an den Kursen Allgemeine Hundeausbildung (OKD) und Schutzhundeausbildung (ZKS).

Wartung und Pflege
Der Große Schweizer Sennenhund ist nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Er fühlt sich in einem Haus mit großem Garten oder auf einem Bauernhof am wohlsten, wo er gerne als Wach- und Schutzhund dient. Er braucht regelmäßigen Kontakt zu seinem Besitzer und dessen Familie, verträgt Einsamkeit schlecht und ist völlig ungeeignet für die Haltung an der Leine oder in einer Box, die lediglich als Schutz vor Regen und Sonne dient. Er schätzt viel Platz und verträgt Kälte besser als Hitze.
Gross Terrier sind Rudelhunde und bauen daher zu jedem Familienmitglied eine eigene Beziehung auf. Sie suchen sich in der Regel nicht nur einen Besitzer aus, was sehr praktisch ist, da der Hund mit der richtigen Erziehung jedem Familienmitglied bedingungslos gehorcht.
Auch wenn ein Berner Sennenhund in einem großen Garten lebt, braucht er regelmäßige, lange Spaziergänge. Hervorragende Aktivitäten sind Radfahren, Schwimmen und im Winter Schlittenfahren mit Kindern. Achten Sie beim Gassigehen auf seine schlechten Angewohnheiten. Er könnte etwas sehr Übelriechendes finden und sich darin wälzen oder alles anknabbern, was ihm vor die Schnauze kommt. Am besten gewöhnen Sie ihm diese Angewohnheit schon im Welpenalter ab.
Pflege
Der Große Schweizer Sennenhund ist in Bezug auf die Pflege völlig anspruchslos. Einmal wöchentliches Bürsten reicht aus, um alte Haare zu entfernen. Während des Fellwechsels ist etwas häufigeres Bürsten nötig. Ein gründliches Bad ist nicht empfehlenswert und sollte nur im Notfall durchgeführt werden. Gewöhnen Sie Ihren Hund am besten schon früh ans Zähneputzen und putzen Sie seine Zähne anschließend regelmäßig mit einer speziellen Zahnbürste und Tierzahnpasta. Falls sich die Krallen Ihres Hundes nicht von selbst abnutzen, sollten sie gekürzt und die Ohren bei Bedarf gereinigt werden.
Diät
Es wird empfohlen, Hunde morgens und abends zu füttern und die Tagesration in zwei Portionen aufzuteilen. Das Futter kann aus natürlichen Zutaten zubereitet werden, aber auch Fertigfutter ist geeignet. Die Ernährung sollte auf Alter, Größe und Gesundheitszustand des Hundes abgestimmt sein. Viele Hersteller bieten Futter für große und sehr große Rassen an. Ergänzungsfuttermittel mit Chondroitin und Glucosamin, die besonders für Hunde bis zu 18 Monaten vorteilhaft sind, können die Ernährung sinnvoll ergänzen.
Gesundheit und Lebenserwartung
Im Allgemeinen sind Große Schweizer Sennenhunde sehr robust und widerstandsfähig, haben ein gutes Immunsystem, sind stressresistent und passen sich leicht an neue Umgebungen an. Die Selektionszucht hat jedoch in Form einer Reihe von Erbkrankheiten ihre Spuren in der Rasse hinterlassen:
- Ellenbogen- und Hüftdysplasie;
- Osteochondrose;
- Entropium;
- Netzhautatrophie;
- Katarakt;
- Allergie;
- Onkologische Erkrankungen.
Das bedeutet nicht, dass ein einzelner Hund all diese Krankheiten haben wird. Sie existieren möglicherweise gar nicht. Es bedeutet lediglich, dass all diese Erkrankungen und Leiden bei Hunden dieser Rasse am häufigsten auftreten. Zur richtigen Hundepflege gehören regelmäßige Impfungen und die Behandlung gegen äußere und innere Parasiten. Ihre Lebenserwartung liegt typischerweise bei 10–12 Jahren.

Welpenauswahl. Preis.
Die Population des Großen Schweizer Sennenhundes in Russland ist klein, aber in größeren Städten ist es nicht schwer, einen Züchter zu finden. Züchter arbeiten üblicherweise sowohl mit Schweizer Sennenhunden als auch mit Berner Sennenhunden.
Potenzielle Hundebesitzer lassen sich im Wesentlichen in zwei Gruppen einteilen. Manche suchen in Kleinanzeigen nach einem Welpen, ohne lange warten oder sich eingehend mit dessen Herkunft auseinandersetzen zu wollen. Diese Vorgehensweise ist nicht ratsam und kann tragische Folgen haben. Die zweite Gruppe wählt sorgfältig eine Zuchtstätte aus, trifft die Züchter persönlich und sucht sich erst dann einen Welpen aus dem geplanten Wurf aus, wenn alles zufriedenstellend ist. Dabei ist es wichtig, jedes Detail zu berücksichtigen: die Lebensbedingungen, die Fütterung und das Aussehen der Hunde. Welpen und erwachsene Hunde sollten gesund und aktiv sein, mit glänzendem Fell und klaren Augen.
Der Durchschnittspreis für einen Welpen der Rasse Großer Schweizer Sennenhund liegt zwischen 25.000 und 30.000 Rubel. In manchen Fällen werden Welpen günstiger angeboten, vor allem solche, die als Familienhunde gehalten werden. Vielversprechende Welpen aus Elitelinien, die für Züchter interessant sind, können deutlich teurer sein – ab 50.000 Rubel.
Fotos
Die Galerie enthält Fotos von Welpen und ausgewachsenen Großen Schweizer Sennenhunden:
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