Bluthund

Der Bloodhound gehört zur Gruppe der Laufhunde und verwandten Rassen, zur Sektion der Laufhunde und zur Untersektion der großen Hunde. Herkunft: Der Bloodhound, oder Chien de Saint-Hubert, wurde in Belgien gezüchtet.

Entstehungsgeschichte der Rasse

Der Bloodhound zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt und stammt ursprünglich aus Belgien. Dort wurden die Hunde „Hounds“ genannt, weil sie dazu dienten, entlaufene Bauern einzufangen. Sie wurden aber auch aktiv zur Verbrecherjagd und zum Schutz wohlhabender Personen eingesetzt.

In Deutschland nannte man sie Leithunde, da sie zur Bildung königlicher Meute eingesetzt wurden. Anschließend wurden sie mit ihren italienischen Verwandten gekreuzt, woraus der „weiße Königshund“ entstand. Danach begannen englische Züchter, die Rasse weiterzuentwickeln und ihr ihren heutigen Namen zu geben. Bluthunde wurden aktiv zur Jagd auf Wildtiere und später zur selbstständigen Jagd und Suche nach Beute eingesetzt.

Vertreter dieser Rasse haben ein Fell in den Farben Rotsattel, Schwarz-Loh und Rotbraun. Der Standard erlaubt weiße Abzeichen an Brust, Rute und Zehen. Die durchschnittliche Widerristhöhe eines Bloodhounds beträgt 60–67 Zentimeter, das Gewicht kann 40–48 Kilogramm erreichen. Vertreter dieser Rasse haben lange, bis zum Boden reichende Ohren.

Bluthunde gehören zu den Rassen, die spät ausgewachsen sind und bis zum Alter von zwei Jahren kleine Welpen bleiben.

Allgemeine Informationen über die Bloodhound-Rasse

Diese Hunde fühlen sich sowohl in der Stadt als auch auf dem Land wohl, vorausgesetzt, sie bekommen ausreichend Bewegung, um Übergewicht vorzubeugen. Dank ihres ausgeprägten Geruchssinns sind sie hervorragende Jagdhunde. Sie werden aktiv im Such- und Rettungsdienst sowie als Wachhunde eingesetzt. Um fit zu bleiben, benötigen sie täglich anderthalb Stunden Auslauf. Ideal sind jedoch zwei 40-minütige Spaziergänge pro Tag. Sie genießen es auch, einfach alleine zu rennen.

Beim Spaziergang mit einem Bloodhound empfiehlt es sich, ihn an der Leine zu lassen, da neugierige Tiere leicht dazu verleitet werden, unbekannten, aber verlockenden Gerüchen nachzugehen. Sie können jeder Fährte folgen, sogar der eines Menschen, was bei Hunden jedoch sehr selten vorkommt. Man sagt, ein Bloodhound könne einer vier Tage alten Fährte folgen und nicht ruhen, bis er deren Ursprung gefunden hat, selbst wenn der Weg sehr lang ist.

Aus diesem Grund eignen sich Hunde dieser Rasse hervorragend für die Zucht von ausdauernden Bluthunden, die zur Rettung von Menschen und zur Aufspürung von Kriminellen eingesetzt werden.

Bluthunde sind schwer zu trainieren, und es bedarf viel Mühe und Geduld, sie zu guten Begleithunden zu erziehen.

Geduld ist beim Training unerlässlich, da sie recht stur sind. Sie sind außerdem sehr sensibel und leicht zu beeinflussen und benötigen daher eine sorgfältige und liebevolle Behandlung.

Grausamkeiten gegenüber Bluthunden führen zu Aggressionen. Sie verabscheuen körperliche Gewalt und Schmerzen. Wer einen Hund einmal schlägt, verliert sein Vertrauen für immer.

Ernährung

Ein Bluthund kann alles zerkauen und verschlucken, egal ob essbar ist oder nicht, was in sein Maul passt und sich zerkauen lässt. Deshalb müssen Sie genau darauf achten, was und wie Ihr Hund frisst.

Eine ausgewogene Ernährung trägt wesentlich zur Gesundheit und Langlebigkeit Ihres geliebten Hundes bei. Ermitteln Sie zunächst den täglichen Futterbedarf. Dieser sollte mindestens 20 % des Körpergewichts Ihres Tieres ausmachen. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund alle notwendigen Mikronährstoffe und Vitamine für sein Alter erhält. Experten empfehlen, Welpen Milchprodukte zu geben und nach und nach Vollkornprodukte, naturbelassenes Fleisch und Innereien einzuführen. Auch gesundes Gemüse sollte im Futter enthalten sein. Kartoffeln sind für Hunde nicht empfehlenswert, da sie die Aufnahme von B-Vitaminen beeinträchtigen.

Ihre langen Ohren machen sie anfällig für Infektionskrankheiten. Sie neigen außerdem zu Blähungen, Gelenkdysplasie und Augenkrankheiten. Bei artgerechter Pflege können sie 10–12 Jahre alt werden.

Leider neigen Bloodhounds zum Heulen, Schnarchen und Sabbern. Außerdem verströmt diese Rasse einen charakteristischen Hunde-Geruch, der für empfindliche Menschen unangenehm sein kann.

Allerdings werden diese Nachteile durch die Vorteile der Bluthunde ausgeglichen, und wahre „Hundeliebhaber“ sind ihnen gegenüber tolerant.

Pflege und Wartung

Der Bloodhound hat ein sehr kurzes, glattes Fell, das mit einem normalen Gummihandschuh gekämmt werden kann.

Es wird empfohlen, den Bloodhound nach Bedarf zu waschen, um die Integrität der natürlichen Schutzschicht der Haut nicht zu beeinträchtigen.

Damit das Fell nach dem Baden schön glänzend bleibt, sollte man den Hund mit einem rauen Handtuch abtrocknen. Regelmäßige Ohrenreinigung, Krallenschneiden und Augenpflege sind ebenfalls wichtig. Bloodhounds sind beim Spazierengehen anspruchsvoll – sie brauchen viel Zeit und ausreichend Platz zum Erkunden.

Am besten eignen sie sich für ein Landhaus mit großem Außengelände. Sie kommen aber auch gut mit der Haltung in einer Wohnung zurecht, sofern sie regelmäßig Auslauf bekommen.

Charakter

Bluthunde sind sehr freundliche und gut erzogene Hunde. Sie sind sehr geduldig mit Kindern, bauen schnell eine Bindung zu ihnen auf und spielen gern mit ihnen. Fremden gegenüber sind sie zwar misstrauisch, zeigen aber keinerlei Anzeichen von Aggression oder Wut. Sie verstehen sich gut mit anderen Hunden und Haustieren und freuen sich über die Interaktion mit ihnen.

Bloodhounds sind für ihr ausgeglichenes Wesen bekannt. Ihre Geduld und ihr Eifer ermöglichen es ihnen, ein Gebiet stundenlang zu erkunden. Sie sind kommunikativ und ihren Besitzern extrem treu ergeben. Mit einem Bloodhound-Welpen gewinnen Sie einen loyalen Freund und Begleiter. Diese Hunde sind freundlich, ängstlich und sogar scheu. Fremden zu vertrauen, erfordert viel Zeit und Geduld. Sie lassen sich schnell von einer interessanten Entdeckung fesseln, daher sollten sie beim Spaziergang an der Leine geführt werden. Ihre verspielte Art lässt sie bis fast zum zweiten Lebensjahr kindlich bleiben. Sie lieben es, mit Menschen zu spielen und zu reisen.

Einen Welpen auswählen

Ein gesunder, gut genährter Bloodhound-Welpe sollte einen guten Appetit haben und aktiv sein. Sein Fell sollte glänzend sein, seine Nase sich feucht anfühlen und es sollte kein Ausfluss aus Ohren oder Augen auftreten. Der längliche Kopf und die langen, tief angesetzten Ohren, die seitlich herabhängen, fallen sofort ins Auge. Denken Sie daran: Es ist sicherer, einen reinrassigen Welpen von einem spezialisierten Züchter zu kaufen, der Ihnen einen Impfpass aushändigen sollte.

Fotos

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