Australischer Terrier
Der Australian Terrier war einst eine reine Arbeitshunderasse, die auf Farmen lebte und als Wachhund und Schädlingsbekämpfer eingesetzt wurde. Heute ist dieser charmante kleine Hund ein beliebter Begleiter. Er ist intelligent, fröhlich und ausdauernd und benötigt wenig Pflege. In seiner Heimat ist er sehr beliebt, außerhalb Australiens jedoch kaum bekannt.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Der Australian Terrier wurde im frühen 19. Jahrhundert in Australien entwickelt. Die genetische Grundlage der Rasse stammt von Hunden aus Großbritannien, die mit Siedlern auf Schiffen in die Neue Welt gelangten. Bei diesen Hunden handelte es sich vermutlich um Dandy Diamonds. Yorkshire, Cairn Terrier, irisch und altmodisch Schottischer TerrierDie
Der Australian Terrier kann mit Fug und Recht den Titel „die erste in Australien gezüchtete Hunderasse“ für sich beanspruchen.
Um 1870 hatte sich der Australian Terrier bereits als eigenständige Rasse etabliert. Die Population war recht groß und einheitlich. Diese kleinen Hunde waren unter verschiedenen Namen bekannt: Rough-Coated Terrier, Broken-Coated Terrier und Wire-Coated Terrier. Erst 1890 erhielten sie offiziell die Bezeichnung Australian Terrier. Die Rasse wurde 1933 vom englischen Kennel Club offiziell anerkannt. 1936 wurde ein Rasseclub gegründet. Australian Terrier wurden in den 1960er-Jahren in die USA eingeführt, doch die ersten Hunde tauchten erst im letzten Jahrzehnt in Russland auf, was sie zu einer seltenen und wenig bekannten Rasse macht.
Der Australian Terrier ist einer der kleinsten Arbeitsterrier und wurde als Helfer auf dem Bauernhof und als Begleithund gezüchtet.
Video über die Hunderasse Australian Terrier:
Aussehen
Der Australian Terrier ist ein kleiner, robuster Hund mit harmonischen Proportionen, einem drahtigen Fell und einer Halskrause. Sein Aussehen wirkt etwas ungepflegt, was aber gerade seinen Charme ausmacht. Der Geschlechtsdimorphismus ist gering. Seine Widerristhöhe beträgt etwa 25 cm, sein Gewicht 6,5 kg.
Der Schädel ist lang, flach und mäßig breit. Er ist unter den Augen gut ausgefüllt. Weiches Haar bildet einen Haarbüschel auf dem Kopf. Der Stop ist deutlich, aber flach. Die Schnauze ist kräftig, gleich lang wie der Schädel und sollte fest sein. Die Nase ist mittelgroß und schwarz. Die Lefzen liegen eng an, sind trocken und schwarz. Die Kiefer sind kräftig mit einem starken Gebiss. Die Zähne schließen im Scherengebiss. Die Augen sind oval, klein, dunkelbraun und weit auseinanderstehend. Die Ohren sind aufrecht, klein, spitz, mäßig weit auseinanderstehend und sehr aufmerksam.
Das Fell am Hals des Australian Terriers bildet einen dichten Kragen.
Der Hals ist von guter Länge, leicht gewölbt, kräftig und geht harmonisch in die schrägen Schultern über. Der Körper ist kräftig und langgestreckt. Der Rücken ist gerade. Die Lende ist kräftig. Die Brust ist mäßig tief und breit. Die Rippen sind gut gewölbt. Die Rute wird auf zwei Fünftel ihrer Länge kupiert, kann aber in Ländern, in denen das Kupieren verboten ist, naturbelassen bleiben. Sie wird in jedem Fall aufrecht getragen und sollte sich nicht über den Rücken rollen. Die Vorderläufe sind gerade, kräftig bemuskelt und parallel, mit leicht befederten Fesseln an den Vordermittelfußknochen. Die Hinterläufe sind von hinten betrachtet mittellang, parallel, die Oberschenkel sind muskulös und die Winkelung ist ausgeprägt. Die Pfoten sind klein, rundlich, mit kräftigen Ballen, die Zehen sind eng anliegend und die Krallen sind kräftig und dunkel.
Das doppelte Fell besteht aus einem steifen, geraden Deckhaar von etwa 6,5 cm Länge und einer kurzen, weichen Unterwolle von etwa 6 cm Länge. Schnauze und Unterschenkel sind kurz behaart. Zwei Farben sind zulässig:
- Schwarz und Silber (Stahl oder Dunkelgrau mit sattem Braunton);
- Reines Rot, bei dem eine hellere Stirnlocke zulässig ist.
Dunkle Flecken und weiße Abzeichen an den Pfoten oder der Brust sind bei jeder Fellfarbe unerwünscht.

Charakter
Australische Terrier besitzen ein typisch terrierartiges Wesen: Sie sind robust und mutig, haben einen ausgeprägten Geruchssinn und schnelle Reflexe sowie einen starken Wach- und Jagdinstinkt. Sie sind nicht für ein Leben als Stubenhocker geschaffen und eignen sich daher ideal für aktive Menschen jeden Alters sowie für Familien mit Kindern. Besitzer berichten, dass diese kleinen Hunde nie schlechte Laune haben; sie sind stets freundlich, verspielt und anhänglich. Australische Terrier haben ein ausgeglichenes Wesen und sind selten übermäßig reizbar oder nervös. Sie verstehen sich in der Regel gut mit Kindern jeden Alters, insbesondere bei frühzeitiger und angemessener Sozialisierung. Der Umgang mit Kindern sollte jedoch beaufsichtigt werden. Ein Terrier kann zuschnappen, wenn ein Kind ihm zu viel Aufmerksamkeit schenkt oder ihm Schmerzen zufügt.
Der Australian Terrier ist ein aufmerksamer und stets aktiver kleiner Hund, der gerne im Mittelpunkt steht und nichts und niemanden aus den Augen lässt. Er fühlt sich als Haustier wohl, solange er beschäftigt ist: tägliche Bewegung, viel geistige Anregung und Spiele, darunter auch solche, die seinen Verstand fordern.
Terrier haben auch einige weniger positive Eigenschaften, wie Robustheit, Unabhängigkeit, Sturheit und außergewöhnlichen Mut, die manchmal zu unüberlegtem Verhalten führen können. Wie für Terrier typisch, hegen Australian Terrier eine Vorliebe für Kleintiere. Sie jagen eifrig Vögel und Nagetiere und fangen Schmetterlinge und andere Insekten. Viele dieser Hunde haben einen angeborenen Todesbiss. Sie mögen andere Hunde nicht und sind oft streitsüchtig mit ihnen. Mit Tieren, mit denen sie aufgewachsen sind, verstehen sie sich jedoch gut.
Schul-und Berufsbildung
Der Australian Terrier reagiert gut auf positive Verstärkung, ist gehorsam und bemüht sich, seinem Besitzer in jeder Hinsicht zu gefallen. Das Training sollte so früh wie möglich beginnen. Manche Hunde neigen zu Dominanzverhalten. Um Probleme zu vermeiden, sollte diesem Verhalten frühzeitig entgegengewirkt werden.
Dieser kleine, unabhängige Hund erfordert eine sehr konsequente Erziehung. Seine Größe täuscht und steht in keinem Verhältnis zu seinem starken Charakter. Ein Australian Terrier muss verstehen, dass er geliebt wird, aber nicht der Chef der Familie ist.
Besitzer mit einem sanften Wesen erziehen oft verwöhnte Welpen, was zu einer Reihe von Problemen führen kann: Ungehorsam im Haus und im Freien, aggressives Verhalten, übermäßiges Bellen und vieles mehr. Australian Terrier lernen Kommandos schnell und führen sie gerne für Belohnungen aus. Sie lassen sich leicht Tricks beibringen und glänzen in verschiedenen Hundesportarten wie Agility, Flyball und Frisbee.

Inhaltsmerkmale
Der Australian Terrier ist in puncto Pflege völlig anspruchslos. Dank seiner geringen Größe und des geringen Fellverlusts eignet er sich bei regelmäßiger Fellpflege hervorragend für die Wohnungshaltung. Zuhause ist er sauber und ordentlich, kann aber mitunter etwas laut sein. Er passt sich gut an das Stadtleben an. Als Jagdhund für Kaninchen, Nagetiere und Schlangen wird er schon lange nicht mehr eingesetzt, verbringt aber gerne viel Zeit in einem privaten Garten. Theoretisch eignet er sich auch für die Freilandhaltung und als kleiner Wachhund.
Trotz seiner geringen Größe ist der Australian Terrier sehr energiegeladen und braucht viel Auslauf. Spaziergänge sollten lang sein, mindestens eine Stunde täglich, und es wird empfohlen, ihm Gelegenheit zum Spielen mit anderen Hunden und zum Jagen von Schmetterlingen zu geben. Spaziergänge können auch durch aktive Spiele und Aktivitäten bereichert werden. Ein gelangweilter Australian Terrier entwickelt schnell schlechte Angewohnheiten, die später schwer wieder abzugewöhnen sind.
Pflege
Der Australian Terrier ist ein drahthaariger Hund, dessen Hauptmerkmal darin besteht, dass er keinen ausgeprägten Fellwechsel hat. Sein Fell wächst bis zu einer bestimmten Länge und fällt dann aus. Um ein gepflegtes Aussehen zu erhalten und das Nachwachsen neuer Haare zu ermöglichen, muss es regelmäßig gezupft werden. Drahthaarige Hunde werden normalerweise nicht geschoren. Ihr Fell wird drei- bis viermal im Jahr gezupft. Ausstellungshunde werden häufiger gezupft.
Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, in der Regel alle zwei bis drei Monate. Ein gesunder, sauberer Hund hat keinen auffälligen Geruch. Zur weiteren wichtigen Hygiene gehören die regelmäßige Reinigung von Zähnen und Ohren sowie das Schneiden der Krallen.
Ernährung
Für Australian Terrier gibt es keine spezifischen Fütterungsempfehlungen. Kleine Hunde werden alters-, größen- und aktivitätsgerecht ernährt. Die meisten Züchter und Besitzer bevorzugen handelsübliches Trocken- oder Nassfutter, egal ob Premium- oder Naturfutter. Manchmal muss die Futtermenge leicht angepasst werden, um das Gewicht zu kontrollieren oder bei Allergien die Marke zu wechseln. Australian Terrier sind selten wählerisch beim Fressen, daher kann ihnen bei Bedarf eine ausgewogene, natürliche Ernährung geboten werden.

Gesundheit und Lebenserwartung
Bei artgerechter Pflege und Ernährung kann der Australian Terrier 12 bis 14 Jahre oder älter werden. Die meisten Hunde sind im Allgemeinen gesund, die Rasse neigt jedoch zu erblichen Gesundheitsproblemen, die unterschiedlich häufig auftreten.
- Diabetes;
- Augenkrankheiten (Katarakt, progressive Netzhautatrophie, persistierende Pupillenmembran, Netzhautdysplasie);
- Patellaluxation;
- Kreuzbandriss;
- Allergische Dermatitis;
- Ohrenentzündungen.
Um die Gesundheit eines Australian Terriers zu erhalten und vielen Krankheiten vorzubeugen, sind rechtzeitige Impfungen und die Behandlung von äußeren und inneren Parasiten notwendig.
Auswahl eines Australian Terrier Welpen
Einen Australian-Terrier-Welpen außerhalb seiner Heimat zu finden, kann sehr schwierig sein. In Amerika und Europa gibt es Züchter. In Russland und den Nachbarländern leben nur etwa 100 Vertreter dieser Rasse, und nur wenige Züchter betreiben professionelle Zucht.
Da die Rasse so selten ist, gibt es keinen nationalen Zuchtverein und somit auch keine verpflichtenden Tests für Zuchttiere. Verantwortungsbewusste Züchter lassen ihre Hunde jedoch auf Erbkrankheiten untersuchen. Es empfiehlt sich, Welpen von solchen Züchtern zu erwerben. Achten Sie auf die Elterntiere des Wurfs; idealerweise haben diese bereits Zuchterfahrung, sodass Sie die Welpen aus früheren Würfen, deren Ausstellungskarrieren und deren Gesundheitszustand nachvollziehen können. Welpen müssen meist vorbestellt werden; in diesem Fall werden die Kaufbedingungen individuell verhandelt.
Bei der Welpenwahl orientieren sie sich am Rassestandard und natürlich an ihrem Bauchgefühl. Es erleichtert die Entscheidung, wenn Sie Geschlecht, Wunschfarbe und Charakter im Voraus festlegen. Der Züchter kann Ihnen sagen, welche Welpen aktiv und selbstständig sind und welche eher ruhig und gelassen. Auch die Gesundheit ist wichtig. Es sollten keine Anzeichen von Krankheit wie Lethargie, Ausfluss, Krusten, Hautausschläge oder kahle Stellen vorhanden sein. Zu den Merkmalen eines gesunden Welpen gehören: normales Gewicht, klare Augen, eine feuchte schwarze Nase, ein Fell, das in der Sonne glänzt, Neugier, Freundlichkeit, ein guter Appetit und ein gesunder Schlaf. Kaufen Sie keinen Australian Terrier nur aufgrund eines Fotos oder lassen Sie sich von einem niedrigen Preis locken. Ein Australian-Terrier-Welpe ist nicht billig.
Der Preis für einen Australian Terrier in Russland beginnt üblicherweise bei 50.000 Rubel. Welpen müssen oft schon vor der Paarung reserviert werden.
Fotos
Die Galerie enthält Fotos von Welpen und erwachsenen Australian Terriern.
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