Ashera ist die skandalöseste Katzenrasse.

Aschera Die Ashera ist die skandalöseste Katzenrasse in der Geschichte der Katzenkunde. Einerseits taucht sie ständig in Ranglisten auf, etwa als „größte Katze“, „teuerste Katze“, „beste Rasse“ usw., andererseits existiert diese Rasse gar nicht. Wir sagen „Ashera“, meinen aber eigentlich „Betrug“ – ein einziger Fehler im Namen hat Zehntausende von Dollar gekostet.

Ashera kaufen

Aus der Geschichte der Ashera-Rasse

Die künstliche Katze „Ashera“ feierte kürzlich ihr 10-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2006, als Katzen bereits das Internet erobert hatten, verkündete das Biotechnologieunternehmen Lifestyle Pets zur Freude von Allergikern die Entwicklung einer bemerkenswerten Rasse, die sie nach der Fruchtbarkeitsgöttin und Stammmutter der heidnischen Götter – Ashera – benannten.

Laut Angaben des Unternehmens entstand die Rasse durch die Kreuzung von afrikanischen Servalen, Bengalkatzen und verschiedenen Hauskatzenrassen. Das Ergebnis ist eine Traumkatze: 60 cm Schulterhöhe, bis zu 15 kg schwer – die größte Hauskatze der Welt. Schlank und anmutig, mit dem Blick eines Raubtiers und dem Charakter eines verschmusten Kätzchens, absolut zahm und zutraulich, anhänglich und verspielt. Vor allem aber ist die Rasse dank der sorgfältigen Arbeit von Genetikern frei von Proteinen und Enzymen, die beim Menschen Allergien auslösen. Die Ashera schnurrt vergnügt in Ihren Armen, sofern Ihr Schoß groß genug ist, benötigt keine besonderen Haltungsbedingungen (außer vielleicht einen größeren Napf), hat den Charakter und die Anhänglichkeit eines Hundes und lässt sich leicht an die Leine gewöhnen.

Insgesamt war die Werbekampagne ein Erfolg. Eine lebendige, unglaublich faszinierende und verlockende Beschreibung wurde durch wunderschöne Fotografien von riesigen Katzen mit einem prächtigen, leopardenartigen Fell ergänzt.

Werbevideo über die Ashera-Rasse:

Ein lang ersehnter Kauf

Seltsamerweise übten der hohe Preis und die Schwierigkeit, das Fahrzeug zu erwerben, einen gewissen Reiz aus. Asheras kosteten bis zu 22.000 US-Dollar, und potenzielle Käufer mussten lediglich eine Anzahlung von 6.000 US-Dollar leisten und mehrere Monate geduldig warten.Ashera-Kätzchen

Asheras wurden nur im Alter von einem Jahr verkauft, da sich all ihre bekannten Eigenschaften erst in diesem Alter voll entfalten und es daher notwendig sei, das Kätzchen aufzuziehen und sicherzustellen, dass es alle Anforderungen erfüllte. Alle Tiere mussten kastriert werden, um die Reinheit der Rasse zu erhalten und zu verhindern, dass minderwertige Kätzchen auf den Markt gelangten.

Belichtung

Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Ashera zu einer der angesehensten und begehrtesten Rassen, doch ihre Popularität hatte auch ihre Schattenseiten. Die neue Rasse weckte das Interesse professioneller Züchter und Katzenforscher, insbesondere jener, die sich mit Hybriden befassten. Sie erinnerte sie zu sehr an eine seltene Rasse, die sich zu jener Zeit noch in der Entwicklung befand. Savanne - eine Kreuzung aus einem wilden Serval und Bengalische HauskatzeDie

Das letzte Puzzleteil lieferte Chris Shirk, ein Savannah-Züchter aus Pennsylvania, USA. Er vermutete sofort einen Trick und erkannte später auf den Fotos die Asher-Katzen wieder, die er einst verkauft, aber nicht mehr ausfindig gemacht hatte.

Es wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Die US-amerikanische Behörde für Fisch- und Wildtierschutz (US Fish and Wildlife Service) führte eine Untersuchung und eine Reihe von Gentests durch. Dabei stellte sich heraus, dass die DNA der Ashers vollständig mit der des Zuchtmaterials aus Shirks Aufzuchtstation übereinstimmte, insbesondere mit der der reinrassigen Hybriden, die von Fachleuten als F1 und F2 bezeichnet werden. Diese sogenannten Hybriden der ersten und zweiten Generation weisen einen hohen Anteil an genetischen Merkmalen ihrer wilden Verwandten auf. Sie werden nicht verkauft oder ausgestellt, sondern ausschließlich zur Zucht verwendet.

Übrigens sind Hybridkatzen keine niedlichen Tiere. Es sind kräftige, große Tiere mit ausgeprägten Wildinstinkten. Für unerfahrene und unvorbereitete Menschen ist es sehr schwierig, sie artgerecht zu füttern und zu pflegen, insbesondere in einer Wohnung.

Ashera-Rasse

Fenita la comédia

Die Betrüger von Lifestyle Pets, angeführt von Steve Brody, wollten sich schnelles Geld verdienen und nutzten die Tatsache aus, dass die neue Savannah-Katzenrasse damals noch wenig bekannt war. Die Hybriden waren wirklich wunderschön, und das Versprechen hypoallergener Eigenschaften lockte ein breites Publikum an. Medienberichten zufolge wird der Hauptverdächtige in dem Fall der gefälschten Katzen derzeit gesucht. Die Website des Unternehmens ist jedoch weiterhin erreichbar.

Wie man so schön sagt: Jede Medaille hat zwei Seiten. Der Hype um die Ashera hat das Interesse an Katzenhybriden und an reinrassigen Katzen im Allgemeinen deutlich gesteigert.

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