Alabai - Hunderasse
Die Hunderasse Alabai und Zentralasiatischer Schäferhund sind ein und dieselbe Rasse, wobei die Kurzform unter Hundeliebhabern gebräuchlicher ist. Dieses Tier vereint die bemerkenswerte Ausdauer alter asiatischer Schäferhunde mit der Furchtlosigkeit mesopotamischer Kampfhunderassen. Es ist schwer, dem Charme und der Kraft dieses Hundes zu widerstehen, doch bevor man sich für die Anschaffung entscheidet, sollte man sich genauer über die Eigenschaften und Pflegebedürfnisse der Rasse informieren.

Inhalt
Herkunft
Diese Rasse stammt ursprünglich aus Zentralasien. Ihre Vorfahren waren asiatische und tibetische Mastiffs, die als Hüte- und Kampfhunde eingesetzt wurden. Über Jahrtausende hinweg haben Zucht und natürliche Selektion dieses wunderschöne Tier mit seinen einzigartigen Eigenschaften geformt. Merkmale wie Territorialität und Entscheidungsfähigkeit sind ihm instinktiv angeboren.

Züchter wurden erstmals in den 1920er Jahren auf den Alabai aufmerksam und beschlossen, gezielt zu züchten. Der Zentralasiatische Schäferhund sollte zum Bewachen geheimer sowjetischer Einrichtungen eingesetzt werden, doch sein Freiheitsdrang und sein unabhängiges Wesen verhinderten die Umsetzung dieser Pläne. Daher verlief die weitere Zucht weitgehend unvorhersehbar. Dennoch wurden 1993 die Rassestandards offiziell anerkannt. Heute gilt der Zentralasiatische Schäferhund als Nationalheiligtum Turkmenistans.
Charakter
Jahrhundertelang bestand die Aufgabe dieser Tiere darin, Entscheidungen zum Schutz ihrer Herden oder Menschen vor Gefahren zu treffen. Dies prägte ihren unabhängigen und eigensinnigen Charakter sowie ihre bemerkenswerte Intelligenz. Ihr Schutzinstinkt bestimmt ihr Verhalten vollständig. Daher sind sie Fremden gegenüber, ob Tieren oder Menschen, äußerst feindselig.

Außerhalb des Territoriums, das es zu schützen versucht, ist der Alabai gleichzeitig recht geduldig und freundlich. Es ist wichtig zu verstehen, dass er ein eigenes Territorium braucht, in dem er seinen natürlichen Instinkt, sein Revier zu verteidigen, voll ausleben kann; andernfalls verschlechtert sich sein Charakter unweigerlich.
Der Zentralasiatische Schäferhund ist langsam und sehr selbstherrlich. Er kann beleidigt reagieren, wenn man ihn ignoriert.
Eigenschaften
Der Alabai ist ein sehr großer Hund, wirkt aber dennoch harmonisch proportioniert mit passenden Gliedmaßen und einem stimmigen Körperbau. Der Brustkorb ist gut entwickelt. Die Widerristhöhe eines ausgewachsenen Rüden beträgt 0,75 m, sein Gewicht liegt zwischen 70 und 80 kg. Bei Einhaltung der Proportionen sind laut Rassestandard auch größere Widerristhöhen möglich. Hündinnen sind kleiner und leichter – 70–75 cm und 60–70 kg.

Rassestandards für Alabai:
- großer fünfeckiger Kopf, Hautfalten im Halsbereich.
- ein sanfter Übergang von der Stirn zur Schnauze.
- Starke Kieferknochen.
- Die Unterlippe bedeckt den Kiefer.
- Die Augen sitzen weit vorne, sind klein und haben eine braune Iris. Das Unterlid hängt herab. Der Blick ist ruhig.
- Unbeschnittene Ohren sind erlaubt.
- Die Nase ist schwarz, unabhängig von der Fellfarbe.
- großer, gerader, breiter Rücken, der hohen Belastungen standhält.
- schlanker Bauch.
- Gerade, hochgewachsene, muskulöse Gliedmaßen.
- Der Schwanz ist hoch angesetzt und wird üblicherweise kupiert.
- Fell mit entwickelter Unterwolle, mäßig hart.
- Die Farbe ist oft zweifarbig; mögliche Farben sind gescheckt, gesprenkelt, grau, braun oder rehbraun.
Die Gesichtszüge des Alabai sind ausdrucksstark, sodass selbst Welpen leicht zu erkennen sind, ganz zu schweigen von erwachsenen Hunden. Die Lebenserwartung beträgt 12-15 Jahre.

Erziehung
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Alabai kein Kampfhund ist, wie viele glauben, sondern ein Wachhund. Er ist sehr selbstständig und erledigt keine Aufgaben für Futter; als Belohnung kann man ihm etwas Leckeres anbieten. Die Rasse ist nicht aggressiv und greift nicht von selbst an. Wichtig ist, die Warnsignale des Hundes zu kennen: Zunächst bellt er leise oder knurrt. Werden diese Signale ignoriert und versucht man weiterhin, in das Revier einzudringen, greift der Hund an.

Alle Alabais haben einen ausgeprägten Charakter, daher sollte das Training in den ersten Lebenswochen beginnen. Körperliche Bestrafung ist zu vermeiden, da Alabais sehr verstörend reagieren können. Der Schlüssel zum erfolgreichen Training liegt im gegenseitigen Verständnis. Es wird empfohlen, sich für das Training an einen professionellen Hundetrainer mit Erfahrung in der Arbeit mit dieser Rasse zu wenden.
Pflege
Die Haltung eines Asiatischen Schäferhundes in einer Wohnung ist nicht erlaubt; er braucht Platz, Auslauf, ständige Bewegung und Spaziergänge. Alabai-Welpen hingegen werden die ersten Monate im Haus gehalten und dürfen erst nach draußen, wenn sie kräftiger sind und geimpft wurden. Obwohl diese Rasse pflegeleicht ist, legt sie großen Wert auf Sauberkeit, daher ist tägliches Reinigen unerlässlich.
Baden
Das Fell dieser Hunde verschmutzt nicht so schnell, daher ist Baden selten nötig. Einmal alle zwei Monate genügt. Eine warme Dusche, kein Bad, ist empfehlenswert. Alternativ können bei Bedarf auch Trockenshampoos für Tiere verwendet werden.
Kämmen
Die Rasse kann ein glattes oder etwas längeres Fell haben, das das ganze Jahr über gleichmäßig haart. Der Fellwechsel ist im Frühling und Herbst stärker. In diesen Jahreszeiten empfiehlt es sich, einen Furminator zu verwenden, um die Unterwolle zu entfernen. ExpressverbindungWenn Sie Ihre Alabai-Katze jeden zweiten Tag 10 Minuten lang bürsten, ist der Fellwechsel praktisch nicht mehr wahrnehmbar.
Hygiene
Einmal wöchentlich sollten Maul, Ohren und Augen untersucht werden. Bei unkupierten Hunden werden die Ohren besonders sorgfältig untersucht, da sie herabhängen und Zecken oder Entzündungen daher unbemerkt bleiben können. Die Augen des Alabai sollten mit einem in frischen Teeblättern getränkten Wattebausch gereinigt und die Ohren mit einem feuchten, in Wasserstoffperoxid oder speziellen Ohrentropfen getränkten Tuch abgewischt werden.

Die Verwendung von Wattestäbchen zur Hygiene ist verboten, da der Hund dabei den Kopf ruckartig bewegen und das Innenohr verletzen könnte.
Bekommt Ihr Hund nicht genügend Auslauf, nutzen sich seine Krallen möglicherweise nicht ausreichend ab. In diesem Fall sollten sie bei Bedarf vorsichtig mit einer Krallenschere gekürzt werden.
Gesundheit
Zur artgerechten Haltung eines Alabai gehören regelmäßige tierärztliche Untersuchungen. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Rasse anfällig für folgende Gesundheitsprobleme ist:
- Bewegungsapparat - Dysplasie des Beckens und der Gelenke der Extremitäten, Verstauchungen und Verrenkungen;
- Augen - Bindehautentzündung, Ektropium des Augenlids, Verletzungen;
- Innere Organe – angeborene und erworbene Herzpathologien, Darmvolvulus.
Richtige Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität können die meisten dieser Probleme verhindern.

Fütterung
Bei der Zusammenstellung eines Ernährungsplans für eine Alabai-Katze ist zu beachten, dass Übergewicht das Risiko von Erkrankungen des Bewegungsapparates deutlich erhöht. Der Ernährungsplan sollte Folgendes beinhalten:
- frisches, mageres Fleisch – Kalb-, Rind-, Puten- oder Hähnchenfilet (aus heimischer Haltung);
- Breie – Reis, Buchweizen, Haferflocken;
- Gemüse;
- Eier;
- magerer Seefisch;
- fettarmer Hüttenkäse.
Wasser muss 24 Stunden am Tag verfügbar sein.
Nicht empfehlenswert:
- süß;
- salzig;
- geräuchertes Fleisch;
- Würste;
- fettes FleischDie
Bei der Verwendung von Fertigfuttermitteln sollten Sie Rezepturen für große Hunderassen bevorzugen.
Auswahl und Kauf
Der Durchschnittspreis eines Alabai liegt zwischen 25.000 und 45.000 Rubel, abhängig vom Status der Elterntiere, der Abstammung, dem Äußeren und anderen Faktoren.

Bevor Sie sich für ein Haustier entscheiden, sollten Sie die folgenden Punkte genauer kennen:
- Eltern oder deren Fotos ansehen;
- erkundigen Sie sich nach Zertifikaten und Preisen, die auf Ausstellungen erhalten wurden;
- Erkundigen Sie sich nach der Reinheit der Rassemerkmale in früheren Würfen;
- erkundigen Sie sich nach möglichen genetischen Erkrankungen.
Manchmal wird ein Welpe einem Tierarzt vorgestellt, der ihn untersucht und seinen guten Gesundheitszustand bestätigt. Am besten kauft man einen Alabai von professionellen Züchtern oder spezialisierten Zuchtstätten.
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